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Peter Burg Werke

Wilhelm Eisenbarth

Wilhelm Eisenbarth (15.4.1912-1.5.1993)

Gestorben in Wals im Seniorenheim.

Geboren in Differten als Sohn von Nikolaus und Maria Eisenbarth, Differten, Schulstraße 2.

Nikolaus Eisenbarth, geb. 15.05.1884, gest. 1935, vh. 28.1.1910

Maria Dreistadt, Di.,geb. 15.09.1888, gest. 26.6.1972

Johann Nikolaus Eisenbarth, Bergmann, Di. geb. 02.03.1854, gest. Di. 1928, vh. 04.02.1880

Johannetta Remark, Frw., geb. Frw. 03.04.1857

Peter Dreistadt, geb. Di. 11.09.1853, gest. 1927, vh. 14.02.1881

Margaretha Spengler, geb. Frw. 21.06.1854, gest. 1930

Humaniora: Feldkirch, Hochschule Salzburg.

Eintritt 18.4.1926.

Ewiger Treueid 30.6.1935.

Diakonat 1935

Primiz 18.7.1937 in Differten.

Sendung 1.10.1937.

Prüfung: 1. Sept. 41, 2. 27.7.1942 Fürstenried, 3. 20.8.1943 Landshut.

Kaplan in Nenzing

1948 Pfarrvikar Salzburg-Parsch

1958 Geistlicher Rat

1.9.1979 Pfarrvikar in Siezenheim / Salzburg

Seit 1989 im Ruhestand, Altersheim, Wals,

Grab in Kleinholz-Kufstein.

Mitteilung Pater Fritz: Haushälterin, Marlies, aus Vorarlberg, hat ihn auf Berufsstationen begleitet; Mutter-Sohn-Verhältnis; hat Kapläne verscheucht. Pass-Bild in Personalakte Eisenbarth: blonde, gut gepflegte Frau.?? Nach Ursula Burg sah Mutter so aus, von Willi Eisenbarth sehr verehrt.

7 Jahre Volksschule, ½ Jahr Landesstudienanstalt Merzig-Saar

Humanistisches Studium in Feldkirch, Bundesgymnasium, Matura, Juni 1933.

Eintritt in deutsche Provinz 27.4.1926, Einkleidung 1930.

Frau Eisenbarth schreibt 2.6.1932 an den Provinzial: Willi soll auf Heimatbesuch kommen und bei der Ernte helfen.

Pfarrer Ehses 25.4.1926 ein Empfehlungsschreiben: Sittenzeugnis.

Eisenbarth eine der besten Familien Differtens.

Pfarrer Ehses 26.4.1926 sendet Papiere an Provinzial für Zögling Wilhelm Eisenbarth.

Studium: Philosophie und Theologie in Salzburg, Fächer Kirchengeschichte, Patrologie, Homiletik, Katechetik, Liturgie, Kirchenmusik, Philosophie, Dogmatik, Moral, Kirchenrecht, Exegese.

30. Mai 1962 Bescheinigung der BRD über Besitz der deutschen Staatsangehörigkeit, wohnhaft Salzburg, Anfanggasse 7.

Wilhelm Eisenbarth, Unsere Pfarrer, in: 150 Jahre Missionare vom Kostbaren Blute, hrsg. Vom Provinzialat der Missionare vom Kostbaren Blute, St.-Josephs-Kolleg, Salzburg-Aigen <1965>, S. 33f.

Unsere Pfarrer

Liebe Mutter – unsere Kongregation!

Zu Deinem Festtag versammeln sich aile Deine Sôhne. Auch jene, die in den Pfarreien als Seelsorger wirken. Vielleicht sind wir nicht so eng verbunden mit unserer Familie als jene, die sich täglich im Gemeinschaftsleben zusammenfinden. Denn wir sind – sagen wir, „verheiratet” mit der uns anvertrauten Herde.

Wir danken Dir, Mutter, daß Du uns zum Priestertum geführt hast, daß Du uns das Vertrauen geschenkt hast, meistens auf vorgeschobenem Posten in den Vorstädten zu wirken, dort unsere Kraft zu zeigen, uns zu konfrontieren mit der Welt, mit Diözesen und anderen Ordensgemeinschaften.

Aber es sei Dir gesagt, wir kommen immer wieder gerne heim, und beglückende Stunden sind es uns immer, anläßlich von Exerzitien, Feiern oder Wahlen “daheim” zu weilen bei Dir im Kreise der Brüder. Traurig dabei macht uns nur, wie wir zusehen, wie alle ais Bittende sich an Deinen Rockzipfel hängen, “Schick uns Hilfe!”. So bitten die Brüder auf der Außen- und Innenmission und wir schließen uns an, und jeder meint, sein Anliegen sei das dringendste. Laß Dich nicht irremachen. Es ist doch nur eine der” Vaterunser-Bitten” – “Zu uns komme Dein Reich”. Diese Bitte ist das Gebet Christi und der Kirche und auch Deine Sorge: “Herr, schicke Arbeiter in Deinen Weinberg!”

Der Prophet Amos (8, 11 f.) berichtet von einer furchtbaren Drohung Gottes: “Es werden Tage kommen, da will ich einen Hunger senden über das Land, nicht einen Hunger nach Brot und einen Durst nach Wasser, sondern Hunger und Durst nach dem Worte Gottes! Und man wird sich aufmachen von Meer zu Meer und wandern vom Norden bis zum Süden, um zu suchen nach dem Worte des Herrn – und  e s   n i c h t   f i n d e n ? Warum? Weil niemand den richtigen Weg weist. Weil niemand das Wort Gottes darreicht. Weil die Altâre leer stehen und niemand den Tisch des Wortes und den Tisch des Brotes bereitet …

Gott Lob und Dank, wir haben noch Priester! Aber es sind ü b e r a I l   z u w e n i g. – Müssen wir nicht Angst haben, die Drohung des Herrn könnte Wirklichkeit werden?

Wir möchten ja helfen und junge Buben schicken, die einmal uns ablösen sollen. Wenn es heute nicht geht – drängt uns der Herr nicht selbst in diese “Hungersnot”, um morgen schon zu zeigen, wie er auf kargem Boden wachsen lassen kann.

Es freut uns, Deine Söhne, wenn wir in unsere Seminare kommen und erleben, daß täglich für uns und unsere Herde gebetet wird. Es beruhigt, wenn eine Mutter da ist, die für ihren Priestersohn betet, damit er, wie es in der Seelsorge heute ist, “allen alles werden kann” – Spezialisten auf allen Gebieten für jung und alt, für Gesunde und Kranke, für Familie und Stände. Wir müssen sein wie die Osterkerze, “selbst Wunden tragend andern leuchten”. Damit wir keine Triumphatoren werden, wenn etwas gut gelingt, aber auch nicht der Niedergeschlagenheit uns hingeben, wenn es mal danebengeht – hab, liebe Mutter Kongregatio, mit uns, Deinen Söhnen in der Seelsorge, den Pfarren, Barmherzigkeit im Gebet! Dir nun die herzlichsten Glück- und Segenswünsche zum 150. Geburtstag!

Dein P. Wilhelm Eisenbarth

Wilhelm Eisenbarth, „Heilig Blut“ in Salzburg-Parsch, in: 150 Jahre Missionare vom Kostbaren Blute, hrsg. Vom Provinzialat der Missionare vom Kostbaren Blute, St.-Josephs-Kolleg, Salzburg-Aigen <1965>, S. 34.

„Heilig Blut” in Salzburg-Parsch

Abertausende strömen jährlich nach Salzburg. Diese Stadt bezaubert durch ihre Menschen, ihre schöne Naturlage und ihre Kulturbauten. Und diese Stadt lebt auch in ihren Randbezirken. Da gerade wachsen die Wohnblöcke aus dem Boden, und die Kirche ist es sich schuldig, auch hier kulturellen Auftrag zu erfüllen in der Errichtung neuer Seelsorgszentren. Da baut nun unsere Zeit! Der Kenner, der Architekt, der Künstler und Liturge, wird nicht Salzburg verlassen, ohne die Kirche vom “Heiligen Blut” in Salzburg-Parsch zu besuchen.

Der Not vor zehn Jahren gehorchend, bauten wir einen Bauernhof um zu einer Kirche. Junge Architekten, die “Arbeitsgruppe 4″ in Wien, wurden zu “Avantgardisten”. Jetzt schauen sie sich dieses Bild an!

Hier ist Bethlehem – hier ist Abendmahlssaal – hier ist der Kalvarienberg überstrahlt vom Kreuz – hier ist Katakombe. Hier sind die Circumstantes (Herumstehenden) wörtlich zu nehmen und hier spricht alles die Gläubigen an, aktiv  ”i h r”  Opfer mitzufeiern.

Kaum eine Kirche unserer Zeit hat so viel Interesse gefunden wie die Kirche vom Heiligen Blut. Künstler wie Oskar Kokoschka, Fritz Wotruba und Josef Mikel haben mitgestaltet, und die Weisungen des Konzils über den modernen Kirchbau bestätigen, was hier vor zehn Jahren beim Bauen schon verwirklicht wurde. Die Architekten erhielten 1958 für diesen Bau den Staatsförderungspreis. Das Schönste ist: unter Leitung unserer Patres entfaltet sich hier eine lebendige Pfarrgemeinde, die “geadelt ist im Blute des Lammes”.

P. Wilhelm Eisenbarth

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