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Peter Burg Werke

Pinto Carneiro

José Pinto Carneiro, Prolog zu Lucien Valdor: O Cristianismo perante o racismo. (Lucien Valdor ist ein Pseudonym für Pierre Lorson SJ. Der französische Originaltitel des 1938 im Verlag Alsatia, Paris/Straßburg, erschienen Buches lautet: Le chrétien devant le racisme). Das portugiesische Original-Vorwort übersetzte Andrea Claudia Rodrigues Barbosa M. A. ins Deutsche.

Pinto Carneiro lebte von 1916-2002, Wohnort Resende. Seine Übersetzung erschien in Portugal in einer Auflage von 1000 Exemplaren. Über die Verfasserschaft äußert er sich nicht. Die Unterstellung einer Verfasserschaft von Romano Guardini geht anscheinend auf Henri de Lubacs Erinnerungen aus dem Zweiten Weltkrieg zurück. Die Zuordnung wird richtig gestellt in: Peter Burg, Lucien Valdor, Pierre Lorson und Romano Guardini, in: Theologie und Philosophie 85, 2010, S. 571-574>

Wir haben das Recht, an unseren religiösen und politischen Überzeugungen zu hängen.
Der Mensch wird immer ein Indikator für den Standort im Unendlichen sein. Aber der Abstand zwischen den beiden Polen, in der Realität oder im Magnetfeld, in Bezug auf Gott oder auf den Menschen, hängt vom Wandel der Natur oder den sozialen Bewegungen ab.

Beim Anblick der Sterne des Himmels vergisst der Mensch nicht, dass in den irdischen Niederungen auch reine Lilien blühen.
Wenn er in sich das Streben nach dem Absoluten spürt, begibt er sich mit menschlichen Augen und Lehm an den Füßen auf den Weg dorthin.
Der Mensch ist immer ein Teil der Erde, auf der er lebt, im ewigen Frühling, am Anfang der ewigen und göttlichen Morgenröte. Die Staubteilchen stoßen aufeinander, aber auf ihren Trümmern winkt der Geist mit dem symbolischen Zweig des mystischen Olivenbaums.

Ausgehend von der begründeten Ansicht von Seno Freitas, dass „man kein guter Christ ist, ohne ein guter Politiker zu sein“, haben wir im gegenwärtigen europäischen Konflikt, der sich zu einer Weltkatastrophe entwickelt hat, ernst, fest und angemessen unsere Position bezogen.

Angesichts der überwältigenden Siege des einen Tages und der Niederlagen in schrecklichen Momenten; im Anblick der Gefallenen, der entseelten auf die Erde gedrückten Lippen, die der Heimat zum letzten Male die Stirne küssen; im Nachdenken über die Heldentaten derjenigen, die abgehärtet von der Sonne und der Kälte, nachdem sie bei Mondschein ihre Frauen bezauberten und am frühen Morgen die Hände ihrer kleinen Kinder mit ihren Tränen benetzten, mit ihrem Blut den Grundstein der Wahrheit und des Rechts legten: unter Anwendung der immer noch großartigen Lektionen Blätter der Geschichte, erheben wir unser Ideal, das zwischen dem Nimbus der Hoffnung auf eine glückliche und goldene Zukunft und der Sonne des Ruhms balanciert.

Aber weil in der Gegenwart die Direktive einer ehrenhaften Neutralität gilt und es dem Willen unseres großen Führers Salazar entspricht, wollen wir uns gegenwärtig mit unseren Gedanken zurückhalten, um später unsere Seele mit einem freien, lebhaften, enthusiastischen Lächeln zu öffnen, in der überschwänglichen Freude eines Menschen, der seine verschiedenen Trophäen in der Arena präsentiert und das martialische Lied des Sieges anstimmt.

Wir fühlen in unserem Innern einen Wirbel von Gefühlen. Wir pflegen warmherzig ein legitimes portugiesisches Ideal, und zwar ein tief nationalistisches; ein Ideal, das sich weder vor der Unbeständigkeit der Massen fürchtet noch vor dem verächtlichen und näselnden Geschrei grotesker Guerillas und Verbrecher des Geistes, noch die Unstimmigkeit mit Personen, die mit falschen Federn geschmückt die Treppe des Olymp besteigen, noch den falschen Blick von Engeln, denen man die Flügel abgerissen hat, noch das abwertende Grummeln der launischen geistlichen Bruderschaft. Und dieses Ideal, dieser Wunsch, dieser Traum aus Gold und Smaragd wird wie eine Schneelawine anwachsen, Böschungen und Felsen, Sandbänke und heiße Strände überfluten, bis es irgendwann in einen blauen Ozean von ewiger Schönheit eintaucht.

Wir haben schon diesen Weg des Lebens erreicht, diesen 25-jährigen Garten, der einen zerrissenen, transparenten und reinen Horizont begrenzt, auf den die Morgenröte über der fernen Küste scheint und wo kein Schatten auf die Landschaft fällt, wo es Hängestreifen aus Mondschein und Purpur gibt, Gardinen aus dem mit Gold verzierten Heiligtum.

In dieser Phase der Existenz gibt es schon keinen Platz für Niedergeschlagenheit oder Furcht. Das Leben wird so sein, wie wir wollen, das es ist: Ein stiller See oder ein offenes Meer, ein brach liegendes Beet oder ein blühender Garten. Alle Notstände werden genutzt, um Werte zu reinigen, Energien zu wecken, verstreute Stärken zu bündeln.
Handelt es sich um einen Traum? Vielleicht, aber wir sollten nicht vergessen, was Alfred Vigny geschrieben hat: „Ein großes Leben ist immer ein Traum, der während der Jugend geträumt wird, aber erst später im reifen Alter realisiert wird.“

Es ist notwendig, dass wir jetzt aufgeregte Träumer werden, um in Zukunft zu beherzten Tatmenschen zu werden.
In der Jugend zu träumen, bedeutet, im Frühling blühen zu können, die kostbaren Früchte werden in der bukolischen Ruhe des Herbstes gesammelt.
***

Aus diesen rauchenden Ruinen, in denen viele geistliche Werte verderben, aus dieser großen Totenstadt der Lebenden, die für immer in einer gemeinsamen Grube liegen, wird die brennende Fackel einer dauerhaften Zivilisation. Mit deutlich gezogenen Linien wird das Charakterbild einer neuen Welt entstehen. Die starken Vögel einer universalen Gerechtigkeit werden mit einem gewaltigen Flügelschlag flattern. Und diese schwache und gealterte Menschheit wird sich zum Frühling bekennen, zur jungfräulichen Morgenräte des ewigen April.

Wir beobachten eine dreifache soziale Entwicklung: Eine religiöse, eine wirtschaftliche und eine politische.

Auf dem religiösen Feld beginnt ein deutlicher Fortschritt.
Die Intelligenten werden mit Zweimastern in Richtung Wahrheit segeln und das Gebiet des Absoluten ansteuern.
Die dauerhafte katholische Religion, die unwandelbar und ewig auf ihren Dogmen ruht, die katholische Religion wird mehr denn je ihre sich nie erschöpfende Tugend, ihr strahlendes angeborenes Licht, ihre transzendente Spiritualität zeigen, wobei sie die Menschheit in einer universalen Umarmung mit Liebe und Gnade umfasst.

Im Kontakt mit dem alltäglichen Leben wird es vielleicht weniger Subjektivität und mehr Objektivität geben, weniger krankhaften Fanatismus und mehr geistige Ausgewogenheit, weniger religiösen Impressionismus und mehr religiöse Vernunft, weniger anachronistische Hyperkritik und mehr disziplinierte Mäßigung, weniger Staub in den Augen und mehr Sonne in der Seele, weniger Verlogenheit und mehr Ehrlichkeit, weniger käufliche Söldner, die ihren Glauben als Sprungbrett benutzen, um wirtschaftliche Vorteile zu ergattern, wobei sie die Intelligenz und den Glauben durch eine krankhafte Servilität gegenüber der Hegemonie der Gefräßigkeit (des Verdauungsapparates) unterdrücken, und stattdessen vielleicht mehr Überzeugte, die von den wirtschaftlichen Vorteilen abstrahierend ihr Ideal wie Efeu eine jahrhundertealte Zypresse umarmend leben wollen.

Vielleicht wird es weniger Eigenliebe geben, weniger menschlichen Respekt und weniger Gehorsam, statt dessen einen Zuwachs an Unerschrockenheit, fehlender Scheu, Vortrefflichkeit und legitimer Individualität, in der sich eine Großartigkeit des Geistes ankündigt.

Vielleicht wird man weniger Furcht und Feigheit haben, um zu sagen, was man wirklich denkt, und um entschlossen in die Richtung des klug Ausgedachten zu gehen.
Wer die bedingungslose Liebe für die Wahrheit nicht vergisst, hat vielleicht ein klareres Bewusstsein dafür, dass ein Verzicht (auf sie) immer mit einer Unterlegenheit verbunden ist: entweder die Zurücknahme des begangenen Fehlers oder die verabscheuungswürdige Furcht, sich mit den unvermeidlichen Bitterkeiten bei der Verwirklichung der hohen und edlen Anliegen auseinandersetzen zu müssen.

Vielleicht werden aus diesem Genozid starke Persönlichkeiten hervor gehen, die das neidische leise Gemurmel der Kritik in enthusiastischen Applaus verwandeln und aus den lodernden Flammen der Verfolgung flechten sie ihren goldenen Kranz, der die Stirn eines Helden umkreist.

Im wirtschaftlichen Bereich muss die Entwicklung mehr und mehr verstärkt werden.
Der Unterschied zwischen den Klassen wird der Vereinigung der Kräfte Platz machen, Kräfte, die sich bis jetzt in einem nutzlosen Zustand befinden.
Es gibt beträchtliche Geldsummen, die mit unerlaubten Freizeitbeschäftigungen, mit Orgien und animalischer Ausschweifung verprasst, bei denen der Körper gefährdet und die Würde am Baum erhängt werden.

Es gibt unmäßig überfüllte Mägen und kantige Knochen, die die faltige und gelbliche Haut durchbohren.
Salazar, das herausragende Licht für profunde und langsame friedliche Revolutionen, verlangt, fordert auf, erbittet, und es gibt wenige, die ihm zuhören.
Es gibt Dandys und Frauen, die nach exzessiven Kosmetika riechen, die ihre weiblichen Figuren in den seltensten Pelzen und strahlenden Edelsteinen verstecken, die im Kontrast stehen zu Füßen aus Kork, die noch fragiler als der biblische Koloss sind, und die tuberkulöse Lungen besitzen, die in einer schrumpfenden Brust zerfallen.
Diese Sauställe, in denen der Hunger und die Verzweiflung wohnen, in denen die Wiegen im Rhythmus der hoffnungslosen Tränen geschaukelt werden, werden beseitigt.
Und über diesen Abschaum wird die Lehre von Salazar triumphieren, die übermittelt ist von einer glänzenden Seele, in Demut gebeugt vor dem Vaterland und vor dem Volk. Das ist das Denken, das durch den blutigen Nebel der gemarterten Menschheit durchschimmert.

Dann werden die Witze dieser aufmüpfigen Querulanten, deren Haut von politischen Pocken aufgebläht ist, verstummen, und mit ihnen hört das Sterbeglöckchen die abgedroschenen Schmähreden, die der Anblick der Mumien oder Fossilien, die für die gesellschaftliche Vorsorge wenig empfehlenswert sind, lächerlich zur Schau stellt.
Es wird mehr Respekt für die Stimme des Führers, für das Gebot der Gerechtigkeit und für die Stimme des Gewissens geben.
Die Stimme Salazars wird noch einmal das Siegeslied anstimmen. Und aus dem Himmel des Vaterlandes wird der Morgentau der Gerechtigkeit, Ehrlichkeit und des Friedens auf den vertrockneten Grund vieler Herzen fallen.

Die zerstörerische Kraft erfasst nicht die Intelligenz und schwächt nicht die Herzen. Das Eisen der Bajonette wird brechen, aber die Verbohrtheit steingewordener Wünsche wird sich nicht beseitigen lassen.
Und mit dem Sieg des Guten werden sich viele gespenstische Kains, deren grausame Utopien archäologische Inschriften im primitiven Gebein von Rentieren und Mammuts festhalten, zum Frieden des Nichts versammeln.

Auch im politischen Bereich wird es eine Auferstehung geben. Mehr Respekt wird dem Recht der Völker, der Individuen und der Vaterländer gezollt werden.
Die Geschichte wird die in der Begeisterung für den großen Ruhm entstandenen Schandflecke wegwischen.
Man wird niemals mehr die Großartigkeit und Souveränität eines Volkes aufgrund seiner Fähigkeit zur öffentlichen Vernichtung, zur Missachtung des Rechts und der Brutalität der Macht messen. Man wird nie wieder die Macht einer Nation nach der ungeheuerlichen Lust bewerten, wehrlose Unschuldige mitzureißen, den Dolch des Verrats in sie bohrt und auf kriminelle Art das Blut von tausend Lebenden trinkt.

Die Größe eines Vaterlandes wird auf der Grundlage dessen bewertet, was die Bajonette nicht verletzten, die Kanonen nicht erreichen und soziale Meeresstürme nicht vernichten: die tadellose Moralität der Rasse und die kollektive Spiritualität der Nation.
Es ist nicht die feige und unrechte Gewalt, aber die Gerechtigkeit ist in der Lage, uns mit dem Licht der Ewigkeit zu verbinden.

Der Held wird nicht mehr als ein verbrecherisches blutrünstiges Monster Anerkennung finden, sondern als ein Vorbild in Bezug auf Ordnung, Pflicht und Disziplin, die er nobel verteidigt und mit Grazie ausführt.
Er wird mit dem Wunsch sterben, dass sein Leichentuch die Fahne seines Vaterlandes sei; die Apotheose seines düsteren Trauerzugs, der Schein der Sterne, die ewige Harmonie der wehenden Brise, der mitleidige Tau der morgendlichen Tränen.
Die Liebe wird die Herzen vereinen, der Respekt wird die Menschen umarmen, die Gerechtigkeit wird die Nationen in einer neuartigen Verbindung für ein unvorhersehbares Schicksal vereinen.

Und neue Kräfte und aufregende Wünsche und goldene Träume werden wieder ewig aufblühen, in einer wegen der vorgefallenen Dinge immer größer werden musikalischen Litanei. Und begeistert vom übermenschlichen Heldenmut werden tausend Seelen in der goldenen Morgenröte die Jahrhunderte anschreien, dass es ihnen lieber wäre, im Sonnenschein oder im himmlischen Glitzern zu schmelzen und in einer schrecklichen Katastrophe wieder in das frühere Chaos zurückzukehren, als dass im menschlichen Herz das Feuer des Glaubens, die Liebe zum Vaterland und der Anspruch auf universale Freiheit vernichtet würde.
***
Es ist an der Zeit, etwas über das Buch zu schreiben, das wir in unsere Sprache übersetzt haben.
Es wurde in einer aufgeregten und unschlüssigen Epoche geschrieben. Es wird viele wankelmütige Denker erleuchten. Bei der Lektüre wird die Grundlage eines verbreiteten Fanatismus zum Einsturz gebracht werden.

Das Buch hat keinen politischen Charakter, sondern einen moralischen und belehrenden.
Wir entschlossen uns, den Titel „Le Chrétien devant le Racisme“ durch „O Cristianismo perante o Racismo“ zu übersetzen, um den universellen Charakter des Werkes besser hervorzuheben.

In diesem Band erscheint die deutsche Seele in ihrer ganzen phantasievollen Übertreibung, mit ihren Träumen und ihren jahrhundertealten Ansprüchen.
Es wäre eine schwierige, aber ansprechende Aufgabe, das deutsche Denken im Wandel der Generationen historisch zu erforschen, über seine Lichtseiten und Schattenseiten nachzudenken, über seinen Stolz und manchmal auch seine erzwungene Unterwerfung, die dank der fatalen Dissonanzen seines Schicksals eintraten. Aber so viel ist uns in einem kurzen Prolog nicht zugestanden.

Das gegenwärtige deutsche Denken, mit seinem mächtigen und gigantischen Dynamismus, ist eine Synthese von verschiedenen verstreuten Ideen auf der Pilgerfahrt der Zeiten. Hervorragende Männer haben mehr oder weniger bewusst diesen Weg entworfen.

Nietzsche, der von Intellektuellen wie James und Bergson beeinflusst wurde, hat dabei eine große Rolle gespielt. Der Übermensch und die Lebensphilosophie konstituieren die Hauptaspekte der rassistischen Moral.

Die Doktrin der Gewalt und des Vitalismus bekommen entwickeltere Proportion durch die Beteiligung von Driesch und Klages und durch den Einfluss der historischen Ethnologie von Spengler, der von dem mittelalterlichen Glanz der germanischen Kultur sehr begeistert war, die nach Worringen die Summa Theologica tief beeinflusst hatte.
Zu dieser Politik wurden noch weitere hinzugefügt wie die Einheitsträume von Kayserling sowie die sozialen und revolutionären Ideen von Bruck.
Auf der Basis dieser giftigen und falschen Theorien haben Günther und Rosenberg die letzten Verbesserungen zur Mystik des Rassismus angeboten.

Die totale Absorption der Macht, die beinahe einer Vergötterung des Staates gleicht, deren Wurzeln schon im brutalen Autoritarismus von Bismarck zu finden sind, im Idealismus von Kant, im Pangermanismus seiner berühmtesten Nachfolger Schelling, Fichte und Hegel und sogar im unbewussten Futurismus von Hartmann und in früheren Zeiten in den literarisch-philosophischen Ideen von Schiller.

Der deutsche Geist ist im Wesentlichen subjektiv, abstrakt und dunkel vor lauter Widersprüchen. Er ist eher von der Imagination als vom Geist abhängig. Deshalb hat Richter mit feinem Humor geschrieben: „Das Königreich des Meeres ist für die Engländer, das der Erde für die Franzosen und das der Luft für die Deutschen.“
Stael erkannte die Notwendigkeit einer „Mitte für diese eminente Fähigkeit zu denken, die sich im Unbestimmten erhebt und auflöst, die in die Tiefe eindringt und danach verschwindet, die von der Stärke der Objektivität zerstört wird und sich mit der Kraft der Analyse vermischt.“

Ein schwärmerischer Geist wird in der ländlichen Lyrik, in den Symphonien der Natur, in den Liedern der Schäfer, in den Liedern der Wanderer, in der Trauer der Bettler deutlicher dargestellt als in den Stillleben von Gessner und auch in der patriotisch geprägten Religiosität von Klopstock.
Ein abenteuerlicher, militaristischer, starrköpfig stolzer Geist, bietet ein weiteres Mal all seine Ressourcen bei diesem unheilvollen Geschehen auf, das die bedauernswerte Menschheit in den Abgrund der Katastrophe stieß.

Der Wiederaufbau nach dem Krieg wird langsam und schwierig. Ein neues Nachdenken über die Werte ist unbedingt notwendig. Man darf nie wieder gegen den transzendenten Spiritualismus verstoßen, das einzige zuverlässige und ehrenwerte Erbe der Menschheit.
Die Ideologien werden sich vom dekorativen Schein, von ihren abstoßenden Mystifizierungen, von ihrer ständigen Geldgier entledigen und werden vom Morgengrauen höherer Klarheiten beeinflusst werden. In diesem Misthaufen des Schutts können wir immer den Glauben an die Hoffnung von António Cândido bewahren: „Die Menschheit läuft immer über den Kalvarienberg des großen Martyriums, um die wunderschöne Verklärung auf dem Berg Tabor zu erreichen.“

Lamego, 15. Januar 1943.
Pinto Carneiro

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