{"id":875,"date":"2012-03-28T07:01:38","date_gmt":"2012-03-28T06:01:38","guid":{"rendered":"http:\/\/peter-burg.de\/?page_id=875"},"modified":"2015-05-14T13:55:23","modified_gmt":"2015-05-14T11:55:23","slug":"predigten","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/peter-burg.de\/wordpress\/wadgasser-geistliche\/peter-lafontaine\/predigten","title":{"rendered":"Predigten"},"content":{"rendered":"<p><strong>Zur Woche des Lebens <\/strong><\/p>\n<p><strong>F\u00fcrbitten <\/strong><\/p>\n<p>Herr, unser Gott! Vom Pilgerweg unseres Lebens aus schauen wir auf zu dir. Wir m\u00f6chten dir unsere Gebete darbringen f\u00fcr alle \u00e4lteren Menschen: f\u00fcr Freunde und Feinde, f\u00fcr Gesunde und Kranke, f\u00fcr Zufriedene und Unzufriedene, f\u00fcr Gl\u00e4ubige und Zweifelnde und ganz besonders f\u00fcr die Verlassensten und Einsamsten unter ihnen. Darum rufen wir zu dir:<\/p>\n<p>Gib allen unseren Br\u00fcdern und Schwestern die Kraft, die Beschwerden des \u00c4lterwerdens in Geduld anzunehmen und zu ertragen! &#8211; Wir bitten dich, erh\u00f6re uns!<\/p>\n<p>Schenke ihnen eine unersch\u00fctterliche Hoffnung auf deinen Beistand und deine Gnade! &#8211;<\/p>\n<p>La\u00df sie immmer wieder daran glauben, da\u00df du Freude hast am Verzeihen und Vergeben! &#8211;<\/p>\n<p>Erf\u00fclle sie mit der \u00dcberzeugung, da\u00df sie in ihrem Alter noch viel beitragen k\u00f6nnen zum Heil der Seelen! &#8211;<\/p>\n<p>Bewahre sie vor Nachl\u00e4ssigkeit und Tr\u00e4gheit im Gebet! &#8211;<\/p>\n<p>Mache sie dankbar f\u00fcr den Ausblick auf die Gemeinschaft der Heiligen! &#8211;<\/p>\n<p>Lasse sie alle miteinander w\u00fcrdig werden der Verhei\u00dfungen Christi! &#8211;<\/p>\n<p>Dreifaltiger Gott, Vater, Sohn und Heiliger Geist! Du hast uns zur Teilnahme an deinem g\u00f6ttlichen Leben geschaffen. Du begleitest uns auf allen unseren Wegen und Stegen mit deiner G\u00fcte. Du willst uns nach der M\u00fchsal dieses Lebens ausruhen lassen in deinem Frieden. Nie k\u00f6nnen wir dir genug daf\u00fcr danken. Nimm unseren guten Willen und unser Vertrauen als Zeichen unserer Dankbarkeit an. Amen.<\/p>\n<p><strong>Zur Einf\u00fchrung <\/strong><\/p>\n<p>Wir sind vorwiegend \u00e4ltere Menschen, die zu dieser Eucharistiefeier zusammengekommen sind. Im Alter singt und tr\u00e4umt man gerne von der Jugendzeit. Wieder jung sein, lange gesund leben k\u00f6nnen. Das sind Tr\u00e4ume und W\u00fcnsche, die auf vielerlei Weise zum Ausdruck kommen k\u00f6nnen. Als ich in den 60iger Jahren Pfarrer von 6 Orten in der nordw\u00fcrttemberg. Diaspora war, geh\u00f6rte zu meiner Pfarrei auch der Ort, in der sich die Altweiberm\u00fchle geh\u00f6rte &#8230;.<\/p>\n<p>Und auf meiner letzten S\u00fcdamerikareise kam ich auf die sagenumwobene Sonneninsel. Dort trank ich auch aus der Incaquelle.<\/p>\n<p>Ja, das ist der Menschheitstraum &#8230;. Hier und in dieser Stunde sind wir auf dem Wege ihn zu erf\u00fcllen &#8230; Ich will hintreten zum Altare Gottes, zu Gott, der mich erfreut von Jugend auf &#8230;<\/p>\n<p>Gott ist die Quelle allen Lebens. Er will uns ein ewiges Leben schenken.<\/p>\n<p>Bekenntnis &#8211; Den Gott der Liebe und des Lebens wollen wir anrufen um sein Erbarmen:<\/p>\n<p>Herr Jesus Christus,<\/p>\n<p>&#8211; Weg, auf dem wir unserem Ziel entgegengehen: Herr &#8230;.<\/p>\n<p>&#8211; Wahrheit, die uns den Sinn des lebens er\u00f6ffnet: Christus ..<\/p>\n<p>&#8211; Leben, das nur du in F\u00fclle geben und vollenden kannst:<\/p>\n<p>Herr, erbarme dich<\/p>\n<p><strong>Zum Altentag <\/strong><\/p>\n<p>Der Eigenwert des Alters<\/p>\n<p>In einem Buch \u00fcber das \u00c4lterwerden steht die \u00dcberschrift: &#8222;Revolte und Resignation&#8220; &#8211; Revolte und Resignation seien m\u00f6gliche Verhaltensweisen des \u00e4lteren Menschen.<\/p>\n<p>Ich wei\u00df nun nicht in welcher Phase nun die einzelnen von uns stecken &#8211; ob sie gegen das \u00c4lterwerden revoltieren oder ob sie bereits resignierend sagen: &#8222;Man kann halt nichts dagegen machen; gegen das \u00c4lterwerden ist eben kein Kraut gewachsen.&#8220; Wenn wir ehrlich sind &#8211; und ich meine, im Alter mu\u00df der Mensch ehrlich werden vor sich selber-, wenn wir uns nichts vormachen, dann m\u00fcssen wir immerhin zugeben, da\u00df die Versuchung zu revoltieren oder auch zu resignieren, im Alter gef\u00e4hrlich naheliegt. Und das ist auch gar kein Wunder. Kann es uns \u00fcberraschen, wenn \u00e4ltere Menschen sich in unserer Gesellschaft \u00fcberfl\u00fcssig vorkommen, erfahren sie doch t\u00e4glich, wie rings um sie her das ganze Leben in den Farben der Jugend gezeichnet wird, wenn Firmen und Betriebe in ihren Zeitungsanzeigen nur noch junge, dynamische Typen suchen &#8230;<\/p>\n<p>Aber dennoch! Revoltieren oder resignieren w\u00e4re ein verh\u00e4ngnisvoller Ausweg; beides w\u00e4re ein Ausweg in die Verbitterung hinein. Wir d\u00fcrfen der Bitterkeit nicht erliegen. Eine Schriftstellerin hat gesagt: &#8222;Das Alter l\u00f6st, oder es versteinert.&#8220; Wehe dem, der im Alter einen Versteinerungs- oder Verh\u00e4rtungsproze\u00df mit sich geschehen l\u00e4\u00dft! Er wird um die gro\u00dfen Chancen, um die reichen Fr\u00fcchte des Alters gebracht. Wir m\u00fcssen, wenn wir die Altersjahre wirklich leben, ausf\u00fcllen , gestalten wollen, sie zun\u00e4chst einmal in ihrem eigenen Wert bejahen. Altwerden ist auch sch\u00f6n! Wer das Alter sieht, sp\u00fcrt, erlebt, der mu\u00df zugeben: Das Alter ist nicht ein leiser, langsam verebbender Ausklang; nein, das Alter ist ein Lebensabschnitt von ganz besonderer Art, mit eigenen Gefahren zwar, aber auch mit eigenen Aufgaben und kostbaren Gaben.<\/p>\n<p>\u00c4lterwerden beginnt mit der &#8222;Stunde der Wahrheit&#8220;; hier wird erprobt, wer wir in Wahrheit sind, ob wir zum Ganzen unseres Lebens ein Verh\u00e4ltnis haben und dieses Ganze<\/p>\n<p>in seinen Tiefen auch auszusch\u00f6pfen bereit sind, oder ob wir blo\u00df an der funktionierenden Oberfl\u00e4che verweilen wollen. Den Sinn des Alters erf\u00e4hrt nur der, der sich in die Besinnung des Lebens ein\u00fcbt. Der Mensch, der beispielsweise anhand der Heiligen Schrift zur Besinnung kommt, der die frohe Botschaft Jesu Christi auf sich wirken l\u00e4\u00dft, der darf sp\u00fcren da\u00df er ja gar nicht am Ende ist; wie auch der j\u00fcngste Mensch befindet er sich auf dem Weg zur Erf\u00fcllung.<\/p>\n<p>Das Alter gew\u00e4hrt in der Stille und Mu\u00dfe die R\u00fcckschau und damit die Zusammenschau. Das ganze Leben bekommt nach und mach Format; das Leben bekommt innere Gestalt. Doch auch das entdeckt man nur, wenn man in sein Inneres und in die vergangenen Jahre hineinlauscht, wenn man etwa \u00fcberlegt: Wie hat mich Gott durch die Jahre hindurch gef\u00fchrt? Und immer wieder sind es neue, \u00fcberraschende Entdeckungen, die ein Mensch dabei macht. Immer wieder entdeckt man zum Beispiel die Wahrheit des alten Sprichwortes: &#8222;Gott kann auch auf krummen Linien gerade schreiben!&#8220;\u2026..<\/p>\n<p>Bei solcher Erkenntnis beginnt man, sich mit seinem eigenen Leben zu vers\u00f6hnen, man wird gel\u00f6st, im tieferen Sinne also frei von den Verquerungen und den Barrieren, die man sich selber errichtet hat. Und in der Zusammenschau sieht man das Gute in seiner ganzen Strahlkraft vor sich. Und wie von selbst dr\u00e4ngt sich bei der erinnerten Widerkehr alles Sch\u00f6nen und Guten die Dankbarkeit auf. Wer im Alter undankbar ist, wer die Einsicht nicht deutlich in sich wachruft, da\u00df Gott einem Gro\u00dfes anvertraut und immer wieder neu gegeben hat, dessen Herz versteinert allzuleicht.<\/p>\n<p>Der gro\u00dfe Philosoph Pascal, der in seinem Leben vieles mitgemacht hat, schreibt: &#8222;Es ist nicht auszudenken, was Gott aus den Bruchst\u00fccken unseres Lebens machen kann, wenn wir sie ihm ganz \u00fcberlassen.&#8220; Niemand auf der Welt kann einem diese oder jene Depression, dieses und jenes Schuldgef\u00fchl, diese und jene Verzweiflung abnehmen, aber Gott nimmt sie uns ab, wenn wir uns ihm ganz anheim geben, wenn wir diese Bruchst\u00fccke, dieses Torso unseres Lebens ihm \u00fcberlassen, denn Gott ist der Grund aller Hoffnung. Er hat uns geliebt, und er liebt uns jede Sekunde; er hat uns geliebt, noch bevor er uns erschaffen hat, und wir sind unterwegs zu unserem Ursprung: zur\u00fcck in seine Liebe, in die F\u00fclle seines Erbarmens, in den Glanz und die Milde seiner N\u00e4he. Darum d\u00fcrfen wir gelassen sein, gel\u00f6st und brauchen nicht zu versteinern, brauchen nicht zu fl\u00fcchten vor dem Alter, sondern d\u00fcrfen im Alter eine neue F\u00fclle erwarten.<\/p>\n<p><strong>Altengottesdienst &#8211; Ansprache <\/strong><\/p>\n<p><strong>Sinn und Ziel des Lebens <\/strong><\/p>\n<p>Ich wei\u00df nicht, ob sie am sonntagabend die Fernsehsendung &#8222;Unser sch\u00f6ner Wald darf nicht sterben\u201c angeschaut haben. Die H\u00e4lfte unserer deutschen W\u00e4lder sind sterbenskrank, wurde festgestell t. Die \u00d6ffentlichkei t ist pl\u00f6tzlich aufgeschreckt .Wir sind erschreckt dar\u00fcber, weil wir erst jetzt die schon jahre- ja jahrzehntelang schleichende Krankheit der W\u00e4lder an ihren Folgen erkennen.<\/p>\n<p>Aber was, wenn es eine \u00e4hnliche, schleichende und von den meisten nicht beachtete Krankheit der Menschen g\u00e4be, die nach und nach unser Leben zerst\u00f6rte? Und die gibt es. Es ist allerdings eine seelische Krankheit. Und die seelischen Krankheiten sind ja noch schlimmer, weil sie nicht nur k\u00f6rperliche Krankheiten zur Folge haben, sondern das noch viel wichtigere und eigentliche Leben, das ewige Leben zerst\u00f6ren. \u00dcber die Seelen unserer Gesellschaft sind in den letzten Jahrzehnten ein immer dichter werdender sauerer Regen und Schadstoffe aller Art hernieder gegangen, die das Atmen der Seele immer schwieriger machen, die die Seelen bereits weithin vergiftet haben. Massenmedien, \u00d6ffentliche Meinung und Lebensgewohnheiten haben die geistige Luft so verpestet, da\u00df die Seele in ihr nicht mehr die \u00fcbernat\u00fcrliche Luft Gottes atmen kann, man verdr\u00e4ngt immer mehr Gott selber und damit verliert der Mensch seine eigene Mitte. Er erkennt nicht mehr so leicht seinen Stand, seinen Ausgang, sein Ziel und den Sinn seines Lebens. Die Psychologie lehrt uns, da\u00df Verdr\u00e4ngungen den Menschen krank machen. Zun\u00e4chst seelisch und dann auch k\u00f6rperlich.<\/p>\n<p>Uns \u00e4lteren Menschen ist die Neigung, ja man kann sagen die Gabe und Gnade verliehen besinnlicher zu werden.<\/p>\n<p>In positiver Weise alt werden gleicht dem Zug durch die W\u00fcste in das verhei\u00dfene Land. Al tern l\u00e4\u00dft den Menschen bewu\u00dft werden, wie unbest\u00e4ndig und vor\u00fcbergehend so manche Dinge im Leben sind. Reichtum und \u00e4u\u00dferer Erfolg, Sch\u00f6nheit und Gesundheit: sie sind alle im Flu\u00df und dem Untergang ausgesetzt. Doch die Erfahrung der verg\u00e4nglichen Natur der Dinge ist nur eine Seite der M\u00fcnze. Der alternde Mensch entwickelt auch eine neue Hellsichtigkei t f\u00fcr das Bleibende und Ewige. Inmitten des Niedergangs des menschlichen Lebens kann der Mensch einen neuvertieften Glauben an das nie endende ewige Leben in der Vereinigung mit dem dreieinigen Gott gewinnen \u2022\u2022\u2022<\/p>\n<p>Obwohl der Mensch wei\u00df, da\u00df er durch das Tor des Leidens und Todes hindurch mu\u00df, wei\u00df er auch, da\u00df dieser letzte, alles entscheidende Schritt eine Teilhabe am Leben und Tod Jesus Christi sein wird, ein \u00dcbergang zu Auferstehung und ewigem Leben mit dem glorreich auferstandenen Christus in der Dreifaltigkeit. Der Mensch erkennt jetzt den Proze\u00df seines Alterns als ein wichtiges Stadium gro\u00dfherziger Selbsthingabe, des Wachsens und Ganzwerdens, das seinen H\u00f6hepunkt in der totalen Vereinigung mit dem leidenden, sterbenden und auferstandenen Christus findet. Alt werden bedeutet f\u00fcr uns Menschen einen beschwerlichen und doch glorreichen Durchzug durch die W\u00fcste des Lebens auf der Reise in das verhei\u00dfene Land nicht tr\u00e4ger, ewiger &#8222;Ruhe&#8220;, sondern der freudigsten, liebenden Freundschaft mit Christus in der Allerheiligsten Dreieinigkeit.<\/p>\n<p>Vor f\u00fcnf Jahren schrieb mir Altbischof Augusto Salinas, der mich vor \u00fcber 40 Jahren in Chile zum Priester geweiht hat den sch\u00f6nen Satz:<\/p>\n<p>&#8222;Von mir kann ich sagen, da\u00df ich mich in diesem letzten Lebensabschnitt sehr gl\u00fccklich f\u00fchle, n\u00e4her dem Herrn, und ich bem\u00fche mich, mich auf die Abreise in die himmlische Heimat vorzubereiten.&#8220;<\/p>\n<p>Diese Lebenshaltung m\u00f6chte ich auch ihnen und mir f\u00fcr die letzte Wegstrecke durch die W\u00fcste des Lebens w\u00fcnschen.<\/p>\n<p><strong>Aschermittwoch<\/strong><\/p>\n<p>MIT RECHTER BEREITSCHAFT<\/p>\n<p>Der Tod ist Wirklichkeit. Deshalb lassen wir uns heute die Asche auflegen, das Zeichen des Todes. Aber wir bekommen diese Asche im Zeichen des Kreuzes. Das Kreuz aber ist der Baum des Lebens. Wir bleiben nicht am Tode h\u00e4ngen, wlr gehen durch den Tod hindurch. So sicher, wie Christus durch den Karfreitag hindurchging zum Osterfest. Selbst wenn die Kirche Asche auflegt und dabei an den Tod gemahnt, geht es ihr um das Leben, das freilich erst im Tod errungen werden kann. So ist die Asche ein Zeichen der Wahrhaftigkeit: wir wissen um den Tod; die Asche in Kreuzform aber ist ein Zeichen der Hoffnung: wir bekennen uns zum Leben.<\/p>\n<p>In der Lesung erfahren wir den wesentlichen Sinn dieser ehrw\u00fcrdigen Fastenzeit: &#8222;Bekehret euch zum Herrn, eurem Gott!&#8220; Fastenzeit ist entschlossene Kehrtwendung: weg von der L\u00fcge, hin zur Wahrheit; weg vom Verg\u00e4nglichen, hin zum Ewigen; weg vom Nichtigen, hin zum Eigentlichen! \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Wir sollen also wieder klarer wissen, da\u00df wir &#8222;Mensch vor Gott sind.\u201c Du sollst Gott bewu\u00dfter zum Herrn deines Lebens machen und seinen Willen zum Ma\u00dfstab deines Willens erheben. Du sollst aller unwahren Selbstherrlichkeit entsagen und dem Ruf Gottes mit wacherem Gewissen folgen. Wir sollen unser Leben offen und durchl\u00e4ssig machen f\u00fcr das Handeln Gottes an uns. Wir sollen in diesen Wochen mehr als sonst im &#8222;Angesichte des Herrn&#8220; leben.<\/p>\n<p>Alle gewohnten und frei gew\u00e4hlten Fasten\u00fcbungen wollen diesem einen Zweck dienen: der Kehrtwendung zu Gott hin.<\/p>\n<p>Das Fasten soll dich frei machen f\u00fcr ihn und den Geist zu Gott erheben. Der freie Verzicht zugunsten der &#8222;Misereor&#8220;-Spende soll uns offen machen f\u00fcr die Heimholung der Welt zu Gott. Das Lesen des Gotteswortes (leg in diesen Wochen statt der Illustrierten das N.T. auf deinen Tisch!) soll dich vertraut machen mit den Pl\u00e4nen, die Gott mit dir hat. Die \u00f6sterlichen Sakramente sollen dich in den erl\u00f6senden Christustod hineinnehmen und damit in seine \u00f6sterliche Verkl\u00e4rung.<\/p>\n<p>So steht \u00fcber der \u00f6sterlichen Vorbereitungszeit eine Bitte des Menschen und ein Ruf Gottes. Unsere Bitte hei\u00dft: &#8222;Wende dich zu uns und gib uns neues Leben!&#8220; Und der Ruf Gottes lautet: &#8222;Bekehre dich zu mir von ganzem Herzen!&#8220;<\/p>\n<p>Was wollen wir als Gemeinde, als Volk Gottes tun? Auch das sagt uns die Lesung: &#8222;Rufet zum Gottesdienst, versammelt die Gemeinde, bringt die Kinder herbei!&#8220; Die Fastenzeit ist die hohe Zeit der Liturgie. In der Eucharistiefeier gehen wir als Volk Gottes dem \u00f6sterlichen Herrn entgegen. Die besonders lebendige und t\u00e4tige Mitfeier des Gottesdienstes ist erste und h\u00f6chste Fasten\u00fcbung.<\/p>\n<p>Das Evangelium sagt uns, in welchem Geiste wir die \u201eehrw\u00fcrdige\u201c Feier der Bu\u00dfzeit begehen sollen: nicht mi\u00dfmutig, nicht mit finsterem Gesicht, nicht kopfh\u00e4ngerisch, sondern in der Freudigkeit derer, die wissen, da\u00df sie immer Ostern entgegengehen.<\/p>\n<p>So la\u00dft uns denn die hohe Feier der Fasten, &#8222;die Zeit des christlichen K\u00e4mpfens&#8220; &#8222;mit rechter Bereitschaft beginnen und mit beharrlichem Eifer zu Ende f\u00fchren!&#8220;<\/p>\n<p><strong>Altengottesdienst<\/strong><\/p>\n<p><strong> Frauenmesse (25.10.84) <\/strong><\/p>\n<p>&#8220; \u2022\u2022\u2022 da\u00df ich nicht vergebens hier auf Erden bin&#8220;<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\">Er\u00f6ffnung<\/span><\/p>\n<p>Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus \u2022\u2022\u2022\u2022\u2022<\/p>\n<p>Die W\u00fcnsche aller Menschen auf einen Nenner gebracht: Sehnsucht nach Gl\u00fcck. Aber weil er das nicht aus eigener Kraft schaffen kann und dennoch immer wieder vergeblich versucht, wenn er sein Leben nicht als Gabe und Begabung versteht, das ihm von Gott gegeben ist, ger\u00e4t er in eine immer gr\u00f6\u00dfere Frustration , Entt\u00e4uschung und Leere .<\/p>\n<p>Was unser Leben und Dasein tr\u00e4gt ist zutiefst Gabe und Dank. Wenn wir das erkennen, dann werden wir Gott nicht verdr\u00e4ngen, sondern immer mehr als die Mitte unseres Lebens erkennen.<\/p>\n<p>Versuchen wir doch im Gebet die Wahrheit zu vollziehen:<\/p>\n<p>&#8222;Herr ich danke dir, da\u00df ich sein darf!&#8220; Das wird schwer sein, wenn das Dasein dr\u00fcckt; und dennoch, sein zu d\u00fcrfen, atmen, danken, lieben, handeln zu d\u00fcrfen ist Gabe, und daf\u00fcr soll man danken. Das macht wahr und l\u00f6st. Je reiner und tiefer wir das tun; \u00a0je mehr es uns gelingt, auch das Schwere, Bittere, nicht zu Verstehende in den Dank hineinzunehmen, desto tiefer wandelt sich das Grundgef\u00fchl des Daseins in das der Freiheit und des Gl\u00fccks.<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\">Bitte um Vergebung <\/span><\/p>\n<p>Herr, allm\u00e4chtiger Gott, wir denken zu wenig daran, da\u00df du der Sch\u00f6pfer allen Lebens bist. Du hast uns von Ewigkeit her erdacht. Wir sind ein ewiger Liebesgedanke von dir.<\/p>\n<p>Herr erbarme dich \u2026<\/p>\n<p><strong>Altengottesdienst<\/strong><\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\">Br\u00f6ffnung<\/span><\/p>\n<p>In diesen Tagen, da die Bl\u00e4tter von den B\u00e4umen fallen und das gro\u00dfe Sterben in der Natur begonnen hat, werden besonders wir \u00e4lteren Menschen von Melancholie, von Schwermut und Traurigkei t befallen. Wir werden mehr als sonst an die Fl\u00fcchtigkeit und Hinf\u00e4lligkeit der Zeit und des Lebens erinnert.<\/p>\n<p>Aber wir sind nicht hilflos dieser Traurigkeit ausgeliefert, sie soll uns nur besinnlicher machen, und auf den Sinn des Lebens hinweisen und damit gerade zum Quell aller Freuden hinf\u00fchren. Der hl. Franziskus hat einmal einen Mitbruder ob seiner Traurigkeit getadelt und gesagt, da\u00df nur eines traurig machen darf: n\u00e4mlich die S\u00fcnde und die k\u00f6nnen wir immer wieder durch ein liebendes Hinwenden zu Gott aus dem Herzen schaffen. So wollen wir in dieser Stunde mit dem Psalmisten sprechen: Ich will hintreten \u2026 Voll Vertrauen rufen wir zu Ihm:<\/p>\n<p>Herr, erbarme dich&#8230;..<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\">Tagesgebet <\/span><\/p>\n<p>Ewiger Gott. Die Tage zerrinnen uns zwischen den H\u00e4nden.<\/p>\n<p>Unser Leben schwindet dahin. Du aber bleibst.<\/p>\n<p>Gestern und heute und morgen bist du derselbe. Von Ewigkeit her kennst du uns. Unsere Zukunft liegt in deiner Hand.<\/p>\n<p>Mach uns bereit f\u00fcr alles, was du mit uns tun wirst.<\/p>\n<p>Darum bitten wir durch Jesus Christus \u2022\u2022\u2022<\/p>\n<p><strong>Zum Altentag <\/strong><\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\">DER EIGENWERT DES ALTERS<\/span><\/p>\n<p>Ein Buch \u00fcber das \u00c4lterwerden tr\u00e4gt die \u00dcberschrift: &#8222;Revol te und Resignation&#8220;.<\/p>\n<p>Tats\u00e4chlich ist das die Gefahr vieler \u00e4lterwerdenden Menschen &#8230;.. Es n\u00fctzt aber nichts, sich eigensinnig oder trotzig nun einfach gegen das zu stellen, was mit dem Alter auf einen zukommt .Wir d\u00fcrfen der Bitterkeit nicht erliegen. Eine Schriftstellerin hat gesagt: Das Alter l\u00f6st, oder es versteinert.&#8220; Wehe dem , der im Alter einen Versteinerungs- oder Verh\u00e4rtungsproze\u00df mit sich geschehen l\u00e4\u00dft! Er wird um die gro\u00dfen Chancen, um die reicben Fr\u00fcchte des Alters gebracht. Wir m\u00fcssen. Wir m\u00fcssen, wenn wir die Altersjahre wirklich leben, ausf\u00fcllen, gestalten wollen, sie zun\u00e4cbst einmal in ihrem eigenen Wert bejahen. Das Alter ist nicht ein leiser, langsam verebbender Ausklang; nein, das Alter ist ein Lebensabschnitt von ganz besonderer Art, mit eigenen Gefahren zwar aber auch mit eigenen Aufgaben und kostbaren Gaben.<\/p>\n<p>\u00c4lterwerden beginnt mit der \u201eStunde der Wahrheit&#8220;; hier wird erprobt, wer wir in Wahrheit sind, ob wir zum Ganzen unseres Lebens ein Verh\u00e4ltnis haben und dieses Ganze in seinen Tiefen auch auszusch\u00f6pfen bereit sind, oder ob wir blos an der Oberfl\u00e4che verweilen wollen. Den Sinn des Alters erf\u00e4hrt nur der, der sich um Besinnung bem\u00fcht.<\/p>\n<p>Der Mensch, der beispielsweise anhand der Heiligen Schrift zur Besinnung kommt, der die frohe Botschaft Jesu Christi auf sich wirken l\u00e4\u00dft, der darf sp\u00fcren, da\u00df er ja gar nicht am Ende ist; wie auch der j\u00fcngste Mensch befindet er sich auf dem Weg zur Erf\u00fcllung. Wir sind auf dem Weg zur Vollendung in einem Reich, in dem es kein unrecht, keine Tr\u00e4nen, keinen Schmerz, kein Ende, keinen Tod mehr gibt. Mag das Heute noch so sorgenvoll oder sinnlos erscheinen, es steht aber nicht unter dem Zeichen der Vergeblichkeit, es ist vielmehr hingeordnet auf das gro\u00dfe Morgen: auf die Auferstehung in Christus.<\/p>\n<p>Das Alter gew\u00e4hrt in der Stille und Mu\u00dfe die R\u00fcckschau und damit die Zusammenschau. Das ganze Leben bekommt nach und nach Format; das Leben bekommt innere Gestalt. Doch das entdeckt man nur, wenn man in sein Inneres und in die vergangenen Jahre hineinlauscht, wenn man etwa \u00fcberlegt: Wie hat mich Gott durch die Jahre hindurch gef\u00fchrt? Und immer wieder sind es neue, \u00fcberraschende Entdeckungen, die ein Mensch dabei macht. Immer wieder entdeckt man zum Beispiel die Wahrheit des alten Sprichwortes: &#8222;Gott kann auch auf krummen Linien gerade schreiben!&#8220; Und man beginnt sich mit seinem eigenen Leben zu vers\u00f6hnen, man wird gel\u00f6st, im tieferen Sinne also frei von den Verquerungen und Barrieren, die man sich selber errichtet hat. Und in der Zusammenschau sieht man das Gute in seiner ganzen Strahlkraft vor sich.<\/p>\n<p>Und wie von selbst dr\u00e4ngt sich bei der erinnerten Wiederkehr alles Sch\u00f6nen und Guten die Dankbarkeit auf. Wer im Alter undankbar ist, wer die Einsicht nicht deutlich in sich wachruft, da\u00df Gott einem Gro\u00dfes anvertraut und immer wieder neu gegeben hat, dessen Herz versteinert allzu leicht. Sprechen sie miteinander \u00fcber das Gute und das Sch\u00f6ne, das Sie erleben. Nehmen Sie die Danksagung stets in Ihr eigenes Beten hinein, und Sie werden an kein Ende kommen.<\/p>\n<p>Blaise Pascal, der in seinem Leben vieles mitgemacht hat, schreibt: &#8222;Es ist nicht auszumachen, was Gott aus den Bruchst\u00fccken unseres Lebens machen kann, wenn wir sie ihm ganz \u00fcberlassen.&#8220; Ja, durch die ganze Heilsgeschichte zieht sich doch die Tatsache durch: Gott hat uns geliebt, und er liebt uns jede Sekunde; er hat uns geliebt, noch bevor er uns erschaffen hat, und wir sind unterwegs zu unserem Ursprung: zur\u00fcck in seine Liebe, in die F\u00fclle seines Erbarmens, in den Glanz und die<\/p>\n<p>Milde seiner N\u00e4he. Darum d\u00fcrfen wir gelassen sein, gel\u00f6st und brauchen nicht zu versteinern, brauchen nicht zu fl\u00fcchten vor dem Alter, sondern d\u00fcrfen im Alter eine neue F\u00fclle erwarten.<\/p>\n<p><strong>In der Pfarrer von Ars-Kirche<\/strong><\/p>\n<p><strong>Ansprache<\/strong><\/p>\n<p>Ars<\/p>\n<p>Ich begr\u00fcsse Euch recht herzlich hier an dieser St\u00e4tte. Wir haben unser 2. Ziel erreicht, unsere 2. Gnadenst\u00e4tte. wir sind hier in der Kirche des hl. Pfarrers von Ars.<\/p>\n<p>Wir sind eine der vielen, vielen Pilgergruppen, die hierher wallfahren. Vor 150 Jahren setzte der grosse Zustrom ein und er h\u00e4lt bis zum heutigen Tag unvermindert an.<\/p>\n<p>Was ist es denn, das die Leute zu Tausenden und Abertausenden hieher gezogen hat und heute noch hieher zieht?<\/p>\n<p>Es ist die Kirche, in der ein hl. Pfarrer gewirkt hat und in der noch sein Geist, sein Herz, sein Wort, sein Beten, sein S\u00fchnen weht und nachhallt, vor allem aber ist es er selber, der dort dr\u00fcben zum Teil unverwest im Glasschrein mitten unter uns ist.<\/p>\n<p>Zu einem Priester, zu einem hl. Priester hat es uns also hieher gezogen. Warum? Richard Gr\u00e4f schreibt: \u201eDie S\u00fcnde ist das gr\u00f6sste \u00dcbel und der in der S\u00fcnde lebende Mensch ist der ungl\u00fccklichste Mensch, den man sich denken kann. Der Verlust an Verm\u00f6gen, Gesundheit und Leben ist nichts dagegen.&#8220; Dieses Wort liegt in der gleichen Linie wie das Wort Jesu: &#8220; Was n\u00fctzt es dem Menschen, wenn er die ganze Welt gewinnt, an seiner Seele aber Schaden leidet.&#8220;<\/p>\n<p>Dieser Ernst, diese Wirklichkeit wird aber nur dem etwas sagen, der ein Gesp\u00fcr, der ein Empfinden hat f\u00fcr das, was die S\u00fcnde ist. Leider geht dieses Gesp\u00fcr heute mehr und mehr verloren.<\/p>\n<p>Solche Menschen m\u00fcssen die Hl. Schrift zur Hand nehmen und dann finden sie, was Menschen empfunden haben, wenn sie Jesus, wenn sie dem Gottessohn begegnet sind. Der Zollbeamte schlug an seine Brust und betete: Gott, sei mir S\u00fcnder gn\u00e4dig. Petrus sprach: Herr, geh weg von mir, denn icb bin ein s\u00fcndiger Mensch.\u201c Der Sch\u00e4cher am Kreuz: Uns geschieht recht, wir erhalten den Lohn f\u00fcr unsere Taten, dieser aber hat nichts Unrechtes getan.&#8220; Der Sohn in der Fremde: &#8222;Ich will mich aufmachen und zu meinem Vater gehen und zu ihm sagen: Vater, ich habe mich gegen den Himmel und gegen dich vers\u00fcndigt, ich bin nicht mehr wert, dein Sohn zu sein, mache mich zu einem deiner Tagl\u00f6hner.&#8220; Eine Frau kam mit einem Alabastergef\u00e4ss voll wohlriechendem \u00d6l. Sie trat an Jesus heran. Dabei weinte sie, ihre Tr\u00e4nen fielen auf seine F\u00fcsse. Sie trocknete sie mit ihrem Haar, k\u00fcsste sie und salbte sie mit \u00d6l. Und Jesus sprach: &#8222;Ihr sind ihre vielen S\u00fcnden vergeben, weil sie mir so viel Liebe gezeigt hat.&#8220; Zu den Pharis\u00e4ern sagte Jesus: \u201cWer von euch ohne S\u00fcnde ist, werfe als erster einen Stein auf sie. Als sie seine Antwort h\u00f6rten, ging einer nach dem andern fort.&#8220; Wer wollte es wagen, zu sagen: &#8222;Ich bin ohne S\u00fcnde.&#8220; Johannes schreibt: &#8220; Wenn wir sagen: wir haben keine S\u00fcnde, dann f\u00fchren wir uns selber in die Irre.&#8220;<\/p>\n<p>Wir sind also S\u00fcnder und sind damit auf die Barmherzigkeit und Vergebung durch Gott angewiesen. Joh. schreibt: \u201eWenn wir unsere S\u00fcnden bekennen , dann vergibt Gott uns die S\u00fcnden und reinigt uns von allem Unrecht.&#8220;<\/p>\n<p>Gott tut das durch Bevollm\u00e4chtigte, er tut es durch die, die er hief\u00fcr beauftragt hat. Am Osterabend sprach der Auferstandene zu den Aposteln: Wie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch. Und nachdem er das Gesagt hatte, hauchte er sie an und sprach zu ihnen: Empfangt den HI. Geist: Wem ihr die S\u00fcnden vergebt, dem sind sie vergeben.\u201c<\/p>\n<p>Einer von denen, die beauftragt, die bevollm\u00e4chtigt waren, S\u00fcnden zu vergeben, war der Pf. v. Ars.<\/p>\n<p>Er ist zum Heiligen des Beichtstuhls geworden. Zu Tausenden, zu Hunderttausenden kamen sie zu ihm, bis von Amerika kamen sie, um bei ihm zu beichten. Mi t diesem Priester und Heiligen wollen wir nun das Messopfer feiern.<\/p>\n<p><strong>Krankenseelsorge und Sterbehilfe im Altenheim <\/strong><\/p>\n<p>Seit 10 Jahren etwa kann man feststellen, da\u00df unsere Altenheime aus Wohneheimen allm\u00e4hlich mehr Pflegeheime werden. Grund daf\u00fcr ist die Tatsache, da\u00df die Menschen viel \u00e4lter werden als fr\u00fcher und auch die Aufnahme ins Altenheim immer mehr hinausgeschoben wird.<\/p>\n<p>Diesen Trend konnte ich auch gerade in diesem Hause, in den zehneinhalb Jahren, seit ich hier bin, selber wahrnehmen. Das bedeutet, da\u00df Altenpflege es nun immer mehr auch mit Kranken und Sterbenden zu tun hat. Daher ist es richtig und erfreulich, da\u00df die Johanniter in ihrem Ausbildungskurs der Seelsorge an Kranken und Sterbenden besonderen Wert beilegen.<\/p>\n<p>Ich spreche nun zu Ihnen, die sich f\u00fcr einen Beruf entschieden haben, der eine besondere Motivation voraussetzt. Wer den Beruf eines Kranken- oder Altenpflegers nur als einen Beruf oder Job wie jeden anderen betrachten und ergreifen w\u00fcrde, \u00a0m\u00fc\u00dfte sicher bald frustriert werden.<\/p>\n<p>Die unbestritten beste Motivation f\u00fcr Ihren Beruf ist sicher die, welche den christlichen Glauben, oder genauer gesagt, das Evangelium zum Fundament und Leitmotiv hat. Denken wir nur an die Bergpredigt! (Mt.5,3-10) und an die Schilderung des Weltgerichts: &#8222;Kommt her, die ihr von meinem Vater gesegnet seid, nehmt das Reich in Besitz, das seit der Erschaffung der Welt f\u00fcr euch bestimmt ist. Denn ich war hungrig, und ihr habt mir zu essen gegeben; ich war durstig; und ihr habt mir zu trinken gegeben &#8230;. ich war krank, und ihr habt mich besucht usw &#8230;.. &#8220; Und auf die Frage der Gerechten, wann sie das alles ihm, dem Herrn, getan h\u00e4tten, gibt er ihnen die Antwort: &#8222;Amen, ich sage euch: Was ihr f\u00fcr einen meiner geringsten Br\u00fcder getan habt, das habt ihr mir getan.&#8220; (Mt. 25,34-40).<\/p>\n<p>Erst die Umsetzung dieser Aussagen des Evangeliums haben die Gr\u00fcndung christlicher Hospit\u00e4ler und Hospizen erm\u00f6glicht. Die R\u00f6mer hatten wohl schon Milit\u00e4rlazarette. Die Griechen hatten das Iatreion (Privatklinik vergleichbar). Auf der Insel Kos Asklepieion (Kuranstalt). Bei den R\u00f6mern gab es schlie\u00dflich noch die Valetudinarien (Erholungs- und Genesungsheime). Sie dienten lediglich der Wahrung der gesch\u00e4ftlichen Interessen einzelner. Zusammenfassend k\u00f6nnen wir sagen:<\/p>\n<p>All diese Anstalten k\u00f6nnen nicht als Krankenh\u00e4user in unserem Sinne angesprochen werden. Denn:<\/p>\n<p>a) Es fehlt all diesen Institutionen der \u00f6ffentliche Charakter;<\/p>\n<p>b) sie sind deshalb auch nicht dem Armen oder dem Sklaven zug\u00e4nglich;<\/p>\n<p>c) es fehlt ihnen vor allem das Motiv der N\u00e4chstenliebe und so konnten sie nicht die Entwicklung nehmen auf das zu, wie die christliche Caritas es geschaffen hat.<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\">Eigenart und Eigenwert der christlichen Krankenpflege. <\/span><\/p>\n<p>Nach diesem geschichtlichen R\u00fcckblick k\u00f6nnen wir sagen, da\u00df die Krankenpflege Jahrhunderte hindurch ein ausschlie\u00dfliches Monopol der Kirche war.<\/p>\n<p>Wie zeigen sich nun die Eigenart und Eigenwerte christlicher Krankenpflege?<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\">1. In ihren Beweggr\u00fcnden <\/span><\/p>\n<p>Schon das allgemeine menschliche Mitgef\u00fchl, soziales Empfinden und v\u00f6lkische Verbundenheit geben f\u00fcr die Aus\u00fcbung der Krankenpflege eine weitreichende Begr\u00fcndung. Dem christlichen Standpunkt jedoch erschlie\u00dfen sich neue, weitere Perspektiven, ihm bedeutet der Dienst am kranken Menschen<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\">a) Ein Gottesgebot. <\/span><\/p>\n<p>Zahllose Stellen weisen immer wieder auf das Gebot der N\u00e4chstenliebe hin. Es wird sogar dem der Gottesliebe gleichgestellt.<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\">b) Eine Christusbegegnung <\/span><\/p>\n<p>ist uns der Dienst am kranken Menschen. Das ergibt sich aus dem Geheimnis vom mystischen Leibe Christi: &#8222;Was ihr f\u00fcr einen meiner geringsten Br\u00fcder getan habt, das habt ihr mir getan.&#8220;<\/p>\n<p>c) Ein Mittel zur Selbstheiligung<\/p>\n<p>Die christliche Moral lehnt die \u00e4u\u00dfere Werkheiligung ab, aber sie verkennt auch nicht den Wert einer caritativen Tat f\u00fcr sittliches Wachsen und Reifen. Auch Christus galt erbarmende Liebe h\u00f6her als Opfer und Gottesdienst.<\/p>\n<p>Das &#8222;Christliche&#8220; im Dienst am kranken Menschen zeigt sich sodann:<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\">2.In der Totalit\u00e4t der Hilfeleistung <\/span><\/p>\n<p>a) Diese Totalit\u00e4t umfa\u00dft die <span style=\"text-decoration: underline;\">Gesamtnote des Kranken<\/span>.<\/p>\n<p>Der christlichen N\u00e4chstenliebe war die Leib-Seele-Einheit im Menschen niemals ein Problem. Sie gewahrt alle N\u00f6ten sowohl in der leiblichen wie seelischen Sph\u00e4re und ist auf deren Abstellung bedacht. Sie sieht in den Menschen nicht nur Menschen, sondern Gotteskinder, nicht nur fremde Wesen gleicher Art, sondern Br\u00fcder und Schwestern. Ihr Sinngehalt ist das Heil der Seele und die Mitverantwortlichkeit f\u00fcr das Gesamtwohl des N\u00e4chsten. Vielleicht ist es von hier her zu verstehen, da\u00df viele \u00c4rzte auch einer Krankenseelsorge sehr wohlwollend gegen\u00fcberstehen, ja sie w\u00fcnschen m\u00fcssen, wenn sie auch die Methoden der Psychosomatischen Medizin und der &#8222;medecine de la personne&#8220; anerkennen.-<\/p>\n<p>Christliche N\u00e4chstenliebe im Dienst am Kranken ist schlie\u00dflich ebensowohl Gottesdienst wie Menschendienst, und was sie wirkt, wird letztlich zur Seelsorge. Hier trennt sich ihr Weg von der blo\u00dfen Humanit\u00e4t, die als Triebkraft nur das menschenfreundliche Wohlwollen des edeldenkenden Menschen und als Ziel die F\u00f6rderung der irdischen Wohlfahrt kennt. (VergI. Hackedal).<\/p>\n<p>b) Christliche Krankenpflege hilft allen Menschen. Die aus Gott lebende Liebe l\u00e4\u00dft alles schweigen, was sonst die Menschen trennt. \u00c4u\u00dfere Unterschiede wie Stand und Stellung, Bildung und Besitz, Herkunft und Rasse, Feindschaft und moralische Verkommenheit sie begr\u00fcnden, engen ihr Wirken nicht ein. Sie hat ihr Vorbild in der Liebe Gottes zu den Menschen und in der Erl\u00f6sungstat des Herrn. Wie diese, so erstreckt sich auch die christliche Liebe auf alle Menschen und auf den ganzen Menschen.<\/p>\n<p>Die Eigenart christlichen Krankendienstes offenbart sich sodann<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\">3. In ihren gestaltenden Kr\u00e4ften <\/span><\/p>\n<p>a) <span style=\"text-decoration: underline;\">Aus der Religion<\/span> sch\u00f6pft die christliche Krankenpflege ihre tiefste Kraft. Die christliche Religion garantiert nicht blo\u00df eine harmonische Ausbildung aller guten menschlichen Anlagen, sondern sie bef\u00e4higt auch den Menschen, seine h\u00f6chsten Kr\u00e4fte auf die best m\u00f6gliche Weise in bezug auf das h\u00f6chste Objekt zu entfalten.<\/p>\n<p>b) Die christliche Krankenpflege besitzt eine <span style=\"text-decoration: underline;\">tausendj\u00e4hrige Tradition<\/span>. Sie war nicht von Anfang an vollkommen und konnte es auch nicht sein. Auch bei ihr blieb das technische K\u00f6nnen an den \u00e4u\u00dferen Fortschritt gebunden, aber die Opferkraft und Hingabe, Dienstbereitschaft und Liebe wurden von einer Generation an die andere weitergegeben. Die gro\u00dfen Helden der Caritas und Krankenpflege sammelten die Erfahrungen ihrer Zeit, zeigten immer wieder das Ideal, wenn es verblassen wollte und machten die in ihnen gespeicherte Liebeskraft durch tausend Kan\u00e4le f\u00fcr die Mit- und Nachwelt fruchtbringend und segensreich.<\/p>\n<p>c) Wegweisung und Richtma\u00df findet die christliche Krankenpflege immerfort in der <span style=\"text-decoration: underline;\">Caritas<\/span>. Die caritative Einstellung wird zum charakteristischen Merkmal ihres gesamten Tuns. Dabei schlie\u00dfen Caritas und vern\u00fcnftige Wirtschaftlichkeit sich nicht aus &#8211; Sicherung des n\u00f6tigen Lebensunterhaltes bedeutet keine Beeintr\u00e4chtigung der caritativen Grundeinstellung.<\/p>\n<p>d) Auch das <span style=\"text-decoration: underline;\">Gemeinschaftsleben<\/span> gleichgesinnter Berufskr\u00e4fte mit ihrer sch\u00fctzenden Geborgenheit, mit ihrem Streben nach christlichem Berufsideal und mit den vielen andern religi\u00f6sen Hilfsmitteln wirkt als eine gestaltende Kraft zum Nutzen der gemeinsam zu bet\u00e4tigenden Aufgabe.<\/p>\n<p>Nach diesem \u00dcberblick \u00fcber die Eigenart und den Eigenwert christlicher Krankenpflege wollen wir nun kurz betrachten, welche konkreten Forderungen sich nun daraus f\u00fcr die einzelne Pflegerin oder den einzelnen Pfleger an alten und kranken Menschen ergeben.<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\">1. Pers\u00f6nlicher Einsatz <\/span><\/p>\n<p>Nur Leben kann fremdem Leben wahrhaftig dienen, nur pers\u00f6nlicher Einsatz kann auch zur Pers\u00f6nlichkeit des anderen wirklich vorsto\u00dfen. Pers\u00f6nlicher Einsatz besagt:<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\">a) Geistige F\u00fchrung <\/span><\/p>\n<p>Wer f\u00fchren will mu\u00df <span style=\"text-decoration: underline;\">denken<\/span> und entschieden <span style=\"text-decoration: underline;\">wollen<\/span>. Ein charakteristisches Merkmal fast aller Kranken und vieler Alten besteht darin, da\u00df sie sich einseitig mit sich selbst besch\u00e4ftigen, sich innerlich abschlie\u00dfen von der Welt und von ihren festgefahrenen Gedanken nicht mehr loskommen. Wer ihnen helfen will mu\u00df \u00fcber eine reiche Innenwelt verf\u00fcgen, in welcher nicht nur das Wahre, Gute und Sch\u00f6ne der nat\u00fcrlichen Seinsordnung, sondern auch der \u00fcbernat\u00fcrliche Glaube mit seinem Reichtum an Wahrheit und Licht seinen Platz hat. Die christliche Krankenpflegerin wird deshalb die religi\u00f6sen Wahrheiten sich zum unverlierbaren Besitz machen, in ihnen leben und sie zum Wegweiser nehmen f\u00fcr ihr eigenes Denken und Tun. Wenn gerade heute Fortbildung so gro\u00df geschrieben wird, darf man in religi\u00f6sen Dingen nicht in den Kinderschuhen stecken bleiben. Sage mir, was du liest &#8230;..<\/p>\n<p>Den meisten Kranken fehlt es an Willen. Das dauernde Ringen mit der Krankheit zerm\u00fcrbt, macht gleichg\u00fcltig und resigniert. Der kranke Mensch kommt nicht mehr zu einem festen Entschlu\u00df. Da mu\u00df die Pflegerin seinen Willen gleichsam an den ihrigen binden. Ihr Wille soll so stark sein, da\u00df er auch in schwierigen Situationen noch einen Ausweg findet. Sie mu\u00df sich selber fest in der Gewalt haben und in der Lage sein, dem Kranken sein Los nach jeder Richtung hin zu erleichtern, Sorge und Furcht von ihm fernzuhalten und mit ihrer eigenen stillen Heiterkeit Sonne in sein Gem\u00fct zu tragen. Nur <span style=\"text-decoration: underline;\">die<\/span> Pflegerin kann das, die im Kampfe mit der eigenen Natur sich die echte Freiheit und Selbstst\u00e4ndigkeit errang und durch dauernde Arbeit an sich selber zu Selbstdisziplin und Willenskraft gelangte.<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\">b) Verst\u00e4ndnis f\u00fcr Psyche des kranken bzw. alten Menschen <\/span><\/p>\n<p>F\u00fchren setzt Verstehen voraus. Alles Verstehen aber hat von der Leib-Seele-Einheit im Menschen auszugehen. Der kranke Mensch wird ein anderer als er in gesunden Tagen war. Der ganze Mensch ist krank. Ein wunderliches Wechselspiel setzt ein zwischen Organfunktion. Empfindung und geistigem Sein. Einfl\u00fcsse von Lebensalter, Geschlecht, Umwelt und innerer Lebensgeschichte formen mit an der Psyche des Kranken. Die Reaktionen auf das Krankheitsgeschehen sind daher unendlich verschieden. Nur einige Grundz\u00fcge pflegen immer die gleichen zu sein: Alle Kranken wollen <span style=\"text-decoration: underline;\">ernst genommen werden und verlangen R\u00fccksichtnahme<\/span>. Wo die Krankheit einen ernsthaften Charakter tr\u00e4gt, unterliegt der Kranke leicht seinen Launen und Stimmungen, er wird reizbar und empfindlich, es regt sich in ihm Mi\u00dftrauen und Unbehagen aller Art. Der Mensch wird einfacher, es f\u00e4llt von ihm ab, was Erziehung und Bildung aufgebaut haben, bisherige Hemmungen fallen und es kehren die urspr\u00fcnglichen Z\u00fcge seines Wesens wieder.<\/p>\n<p>Wer Kranke pflegt darf diese Dinge nicht \u00fcbersehen. Beobachtung schafft den Blick f\u00fcr das, was im Kranken vorgeht. Und aus der Beobachtung ergibt sich Wegweisung f\u00fcr die ben\u00f6tigte Hilfe, aber auch der starke Antrieb f\u00fcr den pers\u00f6nlichen Einsatz.<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\">c) Verst\u00e4ndnis f\u00fcr die Situation der kranken und alten Menschen im Alten- und Pflegeheim <\/span><\/p>\n<p>Die Situation der kranken und alten Menschen im Heim ist eine andere als die im Krankenhaus.<\/p>\n<p>Der Aufenthalt im Alten- und Pflegeheim ist nicht nur vor\u00fcbergehend, sondern fast immer endg\u00fcltig. Oft dauert er viele Jahre. Alles was getan werden kann, um ein wenig Heimatgef\u00fchl zu vermitteln, tr\u00e4gt zum Wohlbefinden bei: Eigene liebgewordene M\u00f6bel, Bilder, Erf\u00fcllung von Sonderw\u00fcnschen, Freundlichkeit und Kontakt untereinander und zum Pflegepersonal.<\/p>\n<p>Aber das Bewu\u00dftsein, an der &#8222;Endstation&#8220; angekommen zu sein, bewirkt nicht selten eine tiefe Depression und braucht verst\u00e4ndnisvolle Zuwendung und Geduld. Zudem ist das Zusammenleben in einem Alten- und Pflegeheim durch mancherlei Gebrechligkeit erschwert: Schwerh\u00f6rigkeit, Nachlassen der Sehf\u00e4higkeit, Behinderung im Gehen, L\u00e4hmungen, psychische St\u00f6rungen in vielen Formen, Abnehmen der Belastbarkeit.<\/p>\n<p>So mu\u00df auch die Seelsorge unterschiedlich ansetzen. Dabei ist der Umstand ein positiver Aspekt, da\u00df dem Seelsorger und seinen Mitarbeitern im allgemeinen mehr Zeit gegeben ist als im Krankenhaus, da\u00df sie den einzelnen besser kennen und \u00fcber l\u00e4ngere Zeit begleiten d\u00fcrfen. Es gibt eine bessere Voraussetzung f\u00fcr die Seelsorge durch ein gutes Einvernehmen mit dem Pflegeteam und eine Atmosph\u00e4re der Freundlichkeit, des Vertrauens und der geduldigen Zuwendung.<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\">d) Individuelle Behandlung <\/span><\/p>\n<p>Jeder Krankheitsfall und jeder Kranke sind einmalig. Einmalig sind die Ursachen und Befunde, der Krankheitsverlauf, die Widerstandskraft der Konstitution; einmalig auch das Krankheitserlebnis, die innere Abwehr, die Krankheitsbereitschaft. Eine bunte F\u00fclle von M\u00f6glichkeiten ergibt das. Der Helfer darf da nicht allein f\u00fchlen mit den k\u00f6rperlichen Sinnen, sondern er mu\u00df den Erscheinungen nachsp\u00fcren mit den geistigen Sinnen der Einf\u00fchlung; er mu\u00df der Eigenart und den individuellen Bed\u00fcrfnissen des Kranken entgegenkommen. Individuelle Behandlung aber duldet kein Arbeiten nach der Schablone.<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\">2. Selbsterziehung <\/span><\/p>\n<p>Neben dem pers\u00f6nlichen Einsatz wird f\u00fcr den Helferdienst auch eine Selbsterziehung verlangt. Selbsterziehung macht den Menschen wesenswahr und wesenstreu. Wesenstreue f\u00fchrt zur Wesenshingabe. Selbsterziehung bedeutet:<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\">a) Durchbildung des Geistes. <\/span><\/p>\n<p>Zum Dienst am N\u00e4chsten eignen sich keine Maschinenmenschen. Maschinenhaft wird der Mensch, der kein inneres Leben f\u00fchrt, der keine guten Gedanken und Motive mehr hat, der die Seelen- und Geistlosigkeit hochkommen l\u00e4\u00dft. Zum Helferdienst mu\u00df man seine Seele mitbringen, d.h. innere Bewegtheit und Freude, \u00dcberlegenheit \u00fcber das \u00c4u\u00dfere und Zuf\u00e4llige und eine lebendige und opferbereite Liebe. Oberfl\u00e4chliches Au\u00dfenleben ist hier der gr\u00f6\u00dfte Feind.<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\">Den Geist bilden hei\u00dft<\/span>: Die geistigen Anlagen der Seele ausbilden, reiche und wahre Kenntnisse f\u00fcr das Leben sammeln, die <span style=\"text-decoration: underline;\">sittlichen<\/span> Anlagen ausbilden und fortbilden und nicht zuletzt die <span style=\"text-decoration: underline;\">\u00fcbernat\u00fcrlichen<\/span> Anlagen ausbilden durch Gebet und Gnade.<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\">b) Herrschaft \u00fcber das Innere <\/span><\/p>\n<p>Die Kraft, die uns vorw\u00e4rts bringt ist <span style=\"text-decoration: underline;\">der sittliche Wille<\/span>, der Wile zum Guten. Der Wille wird gebildet durch Selbstbeherrschung.<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\">c) \u00dcberwindung der \u00e4u\u00dferen Natur <\/span><\/p>\n<p>So wertvoll der Aufbau und die Bereicherung der Innenwelt auch sein mag, das Erworbene mu\u00df behauptet werden gegen Gefahren, Sch\u00e4den und Einwirkungen von au\u00dfen. Solche Gefahren liegen:<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\">1. Im L\u00e4rm<\/span> (Hast und Gesch\u00e4ftigkeit). Der Mensch mu\u00df sich erziehen zur Stille und zum Schweigen.<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\">2. Gefahr im Gesetz der gro\u00dfen Zahl<\/span>. Es ist die heutige &#8222;D\u00e4monie des Kollektiven&#8220;. &#8222;Das ist heute so &#8230;.. &#8220;<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\">3. Die Gefahr einer gewissen Realit\u00e4tslehre oder des Pluralismus.<\/span><\/p>\n<p>Damit soll die ungeheure Menge von Standpunkten, Meinungen, Ansichten und Richtungen ausgedr\u00fcckt sein. Presse, Radio, Fernsehen, Schule, Vortr\u00e4ge und B\u00fccher arbeiten an ihm. &#8222;Wer liest steckt alle in die Tasche &#8230;. &#8220; Es kann aber auch umgekehrt sein &#8230;. &#8222;Sage mir, was du liest und ich sage dir, wer du bist.&#8220; Da der Mensch \u00fcberall zu Hause ist, ist er nirgendsmehr daheim. Vor lauter Richtungen hat er die Richtung verloren. Der Mensch mu\u00df sich erziehen zur Selbstachtung, zur Ehrfurcht vor sich selber, zur Anerkennung der g\u00f6ttlichen Autorit\u00e4t, die allein Vollmacht und Inhalt hat.<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\">Schwesterngeist<\/span><\/p>\n<p>Ist es nicht sch\u00f6n und bezeichnend zugleich, da\u00df man die Krankenpflegerin bzw. Helferinnen &#8222;Schwester&#8220; nennt. Das Wort &#8222;Schwester&#8220; sagt alles. Eine Schwester steht nie f\u00fcr sich allein, sie ist nur denkbar in Bezogenheit zur Familie, deren organischen Lebensstil sie bildet, als Kind im Kreise gleichgestellter Geschwister. Eingegliedert in das Familienganze, verbindet sie Pers\u00f6nliches und Unpers\u00f6nliches zu einer fruchtbaren Einheit. Im Schwesternnamen liegt etwas von schwesterlicher Hilfsbereitschaft und Liebe, von Eintracht und Verstehen, von Mittragen und Mitleiden, von Beten und Opfern. Wenn man das Ruhe-wirken-d\u00fcrfen, das S\u00e4nftigen, Stillen, zur Besinnung-bringen, Heimatgef\u00fchl-geben als Wesenszug fraulichen Wirkens bezeichnet, dann ist damit auch zugleich ein Wesenszug echten Schwesterngeistes aufgezeigt.<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\">4. Schwesterndienst <\/span><\/p>\n<p>Dem Schwesterngeist mu\u00df der Schwesterndienst entsprechen; er mu\u00df den Dienst formen und durchgl\u00fchen. Dazu geh\u00f6rt an erster Stelle der pers\u00f6nliche Einsatz, von dem wir bereits gesprochen haben. Triebkraft dazu sind echte Liebe und \u00fcbernat\u00fcrlicher Glaubensgeist, die das Liebeswirken ausweiten zum Gottesdienst. Gott aber duldet keine Halbheit, er fordert die ganze Kraft, die ganze Zeit, den ganzen Menschen.-<\/p>\n<p>Der pers\u00f6nliche Dienst verlangt sodann Treue gegen sich selbst, d.h. Gradlinigkeit und Zielsicherheit im Handeln, das Stehen zu seinem gegebenen Wort, Stetigkeit im Gef\u00fchlsleben, die an Launen und Stimmungen keine Zugest\u00e4ndnisse macht. Die Liebe leuchtet auf dem Grund ihres Wesens und wirkt G\u00fcte; sie schimmert durch jedes Werk, so da\u00df der ganze Dienst einer solchen Pflegerin das Apostelwort wahrmacht:<\/p>\n<p>Die Liebe sucht nicht das Ihrige (1 Kor. 13,5).<\/p>\n<p>Schwesterndienst verlangt weiterhin Anpassung an die Eigenart des kranken Menschen. Wer kranken Menschen dient, soll Leben spenden und Leben f\u00f6rdern. Dazu braucht es eine F\u00fchlung <span style=\"text-decoration: underline;\">von Seele zu Seele<\/span>, ein Aufmerken, ein gegenseitiges Verstehen und Sichanpassen. Eine Gabe, der die Seele fehlt, entw\u00fcrdigt, denn sie macht den Empf\u00e4nger zum Bettler. Pers\u00f6nliches Dienen setzt das Sichhineindenken in die Lage des Kranken voraus. So sehr der pers\u00f6nliche Einsatz in der Krankenpflege gefordert ist, so soll er andererseits unpers\u00f6nlich sein, d.h. unabh\u00e4ngig von Sympathie und Antipathie. Unpers\u00f6nlicher Dienst ist auch indifferent gegen Dank und Undank. (Aber entgegengebrachte Anh\u00e4nglichkeit auch dankbar erwidern .. Geschenke annehmen kann auch ein Schenken sein &#8230;. ) Ein so opfervoller Beruf wie die Krankenpflege findet in menschlicher Dankbarkeit kaum eine entsprechende Belohnung. Da\u00df sie dienen darf, ist einer echten Krankenschwester Dank und Anerkennung genug. Jedes gute uneigenn\u00fctzige Werk tr\u00e4gt den sch\u00f6nsten Lohn in sich selber. Nie soll ein Kranker merken, da\u00df seine Helferin Opfer bringt oder gar Dank erwartet.<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\">5. Aufgaben der Krankenpflege <\/span><\/p>\n<p>Es f\u00e4llt nicht in meine Kompetenz \u00fcber die pflegerischen Aufgaben der Krankenschwester zu sprechen; aber vielleicht darf ich doch ein Wort sagen zu einer Aufgabe, in deren Bereich \u00e4rztliche und seelsorgerische Interessen sich ber\u00fchren und gegenseitig erg\u00e4nzen. Ich meine die <span style=\"text-decoration: underline;\">psychologisch-erzieherische Aufgabe<\/span>: Der Mensch ist mehr als ein kunstvoller Aufbau von Zellen, Geweben und Organen, mehr als ein harmonisches Zusammenspiel der verschiedensten Funktionen und Kr\u00e4fte. Leib und Seele stehen in engster Wechselwirkung miteinander; ein siecher Leib beeinflu\u00dft auch die Seele, eine starke, tapfere Seele kann auch dem hinf\u00e4lligsten Leib eine wunderbare Kraft verleihen. Wo der K\u00f6rper leidet, da leidet auch die Seele mit. F\u00fcr gew\u00f6hnlich dr\u00fcckt sich das in depressiver Stimmung, Mutlosigkeit, Willensschw\u00e4che, sowie in Mangel an Einsicht und Urteilskraft aus. All das steigert die Not des kranken Menschen. Hier hat die <span style=\"text-decoration: underline;\">erzieherische Arbeit seiner Pflegerin oder Pflegers einzusetzen<\/span>.<\/p>\n<p>Die Erziehungsarbeit mu\u00df darauf abzielen, den Kranken aus seiner Stumpfheit, Interesselosigkeit und seiner einseitigen Gedankenwelt zu l\u00f6sen. Sie soll ihn dahin bringen, da\u00df er den Glauben an sich selbst nicht verliert und mit neuer Kraft f\u00fcr die Zukunft sich r\u00fcstet. Nur der Krankenschwester gelingt das. Sie wird den Gesundungswillen des Patienten beleben und gro\u00dfziehen, ihm die rechte Einstellung zum Leben und zur Krankheit ebnen, die so manche Verzweiflung, Wegverbauung und tyrannisches Benehmen beim Kranken mitverschuldet. Nicht selten braucht es auch eine \u00c4nderung der \u00e4u\u00dferen Lebensweise. Trennung von bisher Selbstverst\u00e4ndlichem und Liebgewonnenem und damit Angleichung an etwas Neues und Ungewohntes.<\/p>\n<p>Reiche M\u00f6glichkeiten der erzieherischen Beeinflussung sind damit aufgezeigt. Erziehen kann man einen Menschen aber nur auf der Grundlage des gegenseitigen Vertrauens. Nur das eigene Beispiel hilft: Nichts tragisch nehmen. Nachsicht und doch Entschiedenheit zeigen, vor allem Liebe und G\u00fcte. Was kranke und auch alte Menschen zugleich immer wieder brauchen ist liebevolle Zuwendung.<\/p>\n<p>Wir kommen nun zu jener Aufgabe im Dienst am kranken Menschen, die schlechthin die &#8222;christliche&#8220; ist. Ich meine die seelsorgerliche Aufgabe des Krankendienstes. Sicher kann man dem kranken Menschen aus Gr\u00fcnden der Humanit\u00e4t dienen, aus nat\u00fcrlichem Mitleid. Aber christliche N\u00e4chstenliebe, die wir Caritas nennen, ist universaler, ist weiter. Caritas sieht in den Menschen <span style=\"text-decoration: underline;\">nicht nur Menschen, sondern Gotteskinder<\/span>, nicht nur fremde Wesen gleicher Art, sondern Br\u00fcder und Schwestern. Christliche N\u00e4chstenliebe ist ebensowohl Gottesdienst wie Menschendienst, und so werden ihre Wohltaten letztlich zur Seelsorge.<\/p>\n<p>In den Gebrechlichkeiten des Alters und in ernsten Krankheitstagen erwacht bei den meisten Menschen das religi\u00f6se Bed\u00fcrfnis. Seine Befriedigung vermag zur seelischen Ruhestellung sehr viel beizutragen. Die Krankenschwester kann den Kranken zwar nicht mit der gleichen Selbstverst\u00e4ndlichkeit und Autorit\u00e4t vertreten wie den Arzt. Dem Kranken gilt ja auch f\u00fcr gew\u00f6hnlich die \u00e4rztliche Hilfe als die wichtigere und dringlichere. Aber die Krankenschwester kann die Arbeit des Seelsorgers vorbereiten, unterst\u00fctzen und vertiefen. Was sie selbst tun kann ist dies: den verschlungenen und oft verworrenen Lebenswegen ihrer Pflegebefohlenen menschlich verstehend zu folgen, Verst\u00e4ndnis gewinnen f\u00fcr die durch Umwelt und Lebensgewohnheiten bedingte Einstellung und mit der eigenen sittlichen Kraft ihnen St\u00fctze und F\u00fchrerin zu werden. Nicht selten wird sie auch zum Gebet und pers\u00f6nlichen Opfern greifen m\u00fcssen.<\/p>\n<p>Den letzten christlichen Akzent erh\u00e4lt der Dienst am Kranken aber in jener Stunde da die Medizin am Ende ist, die f\u00fcr den gl\u00e4ubigen Christen zur entscheidendsten seiner ganzen Existenz wird. Gerade in dieser Situation kann und soll die Schwester zur gro\u00dfen Helferin des Seelsorgers werden.<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\">Der sterbende Mensch <\/span><\/p>\n<p>Wenn der einzelne selber zum Sterben kommt, wird der Tod f\u00fcr ihn zur unausweichlichen Realit\u00e4t, die oftmals in eine vom Lebenden nur erahnte Angst, Einsamkeit und Sinnlosigkeit f\u00fchrt.<\/p>\n<p>War das Leben des Menschen bisher auf Ansehen, Besitz, Machenk\u00f6nnen und gegl\u00fcckte oder weniger gegl\u00fcckte Beziehungen ausgerichtet, so stellen sich jetzt immer mehr Ohnmacht, Unansehnlichkeit, mangelhaftes Selbswertgef\u00fchl ein. Die Beziehungen zu anderen Menschen werden immer d\u00fcrftiger, weil einerseits die Kraft dazu fehlt und andererseits die Besucher immer weniger werden, oftmals ganz ausbleiben. Tiefe, tiefe Einsamkeit breitet sich aus, die oft bedr\u00fcckender und belastender wird als die Schmerzen. Gegen die Schmerzen hat uns die Medizin viele Hilfen anzubieten &#8211; aber gegen die Einsamkeit?<\/p>\n<p>Sterbende Menschen brauchen daher als wichtigste Hilfe die N\u00e4he eines Menschen, der einfach da ist, bei ihm bleibt, ihm ein gutes Wort sagt, der die Hand h\u00e4lt, den Schwei\u00df abwischt, ihm zuh\u00f6rt, das Schweigen mit ihm aush\u00e4lt; all dies sagt dem Sterbenden: &#8222;Ich bin nicht allein.&#8220;<\/p>\n<p>Wo dieses Dabeisein, diese N\u00e4he im Namen und in der Nachfolge Jesu geschieht, kann und wird es geschehen, da\u00df im Sterbenden die Hoffnung auf ewiges Leben gest\u00e4rkt wird oder die Ahnung aufkeimt, da\u00df mit seinem Sterben nicht alles zu Ende ist. Und wenn der Begleiter sensibel und hellh\u00f6rig genug f\u00fcr diese hoffnungsvolle Ahnung ist, wird ein einfaches Gebet zur Hilfe.<\/p>\n<p>Wer Sterbenden beistehen will, sollte nach M\u00f6glichkeit um die Phasen des Sterbens wissen: Nicht-wahr-haben-wollen; Zorn; Verhandelen; Depression; Zustimmung. (Elisabeth K\u00fcbler-Ross, Interviews mit Sterbenden, Siebenstern, Stuttgart 1977).<\/p>\n<p>Der Stil des Sterbens haat sich im Laufe der Jahrhunderte gewandelt. Der Todesstil von heute hat nichts mehr von der heiteren Gelassenheit der Philosophen der Antike, weniger noch von dem tapferen Zeugnis der christlichen M\u00e4rtyrer. Der heutige Todesstil tr\u00e4gt vielmehr grausame Z\u00fcge. Es w\u00e4re daher eminent wichtig, da\u00df wir uns wieder mit der &#8222;ars moriendi&#8220; fr\u00fcherer Jahrhunderte besch\u00e4ftigen w\u00fcrden.<\/p>\n<p>Man sollte jedenfalls uns Seelsorger nicht zu blitzartigen \u00dcberf\u00e4llen im allerletzten Augenblick mi\u00dfbrauchen. Der verfehlte Jargon mit den Ausdr\u00fccken &#8222;Sterbesakramente&#8220;, &#8222;Letzte \u00d6lung&#8220; usw. sollte auch endg\u00fcltig aus unserem Sprachschatz verschwinden. Wenn die letzte Illusion nicht mehr tr\u00e4gt, offenbart sich nun einmal die ganze H\u00e4rte und Grausamkeit der &#8222;barmherzigen L\u00fcge&#8220;. Wir k\u00f6nnen dem Arzt und den Angeh\u00f6rigen ihre Wahrheitspflicht nicht abnehmen. Von dieser Unterrichtung des Schwerkranken h\u00e4ngen die M\u00f6glichkeiten ab, den Patienten auf neue Ziele und Hoffnungen auszurichten, Kl\u00e4rungen und Suggestionen zu geben.<\/p>\n<p>Es ergibt sich die Frage, welche Schocks und Ersch\u00fctterungen vermieden werden m\u00fcssen, welche Aufgaben und Umstellungen aber auch f\u00e4llig werden. Wir haben vor dem 8. Gebot keine Pflicht und kein Recht, alles ohne Klugheit und ohne Liebe daher zu reden; es kann uns aber auch keine Menschenr\u00fccksicht davon befreien, einem leidenden Mitmenschen gerade jenen Dienst der Wahrhaftigkeit zu leisten, den ihm vielleicht niemand anderer leistet und den er eben von uns erwarten darf.<\/p>\n<p>Dabei gilt es aber nicht nur die Liebe zu wahren, sondern auch ein echtes Zeugnis abzulegen. Ohne die Mystik des Leides zu forcieren, sei denn doch erinnert an die christlichen Aussagen \u00fcber den tieferen Sinn und Wert des Leidens, \u00fcber die dunklen Lebensr\u00e4tsel, \u00fcber die Macht des Opfers und Gebetes, \u00fcber Ethik und Apostolat des Kreuzes, \u00fcber die Vereinigung mit dem leidenden Heiland, \u00fcber die Erf\u00fcllung und Verkl\u00e4rung in der Ewigkeit.<\/p>\n<p>Als Christen d\u00fcrfen wir uns doch nicht scheuen an den Tod zu denken und auch vom Tode zu reden. Der Tod ist doch nicht das Ende und die Verg\u00e4nglichkeit doch nicht unser endg\u00fcltiges Schicksal. Wir brauchen nicht zu hadern mit dem Sch\u00f6pfer, als habe er uns am Leben nippen lassen, um es dann f\u00fcr immer zu nehmen. Wir haben es nicht n\u00f6tig, bange die Tage zu z\u00e4hlen, die schon vor\u00fcber sind, und die Erwartung auszurechnen, die uns vielleicht noch bleibt. Wir sind zum Leben erschaffen, um es nicht zu verlieren. Der Tod ist das Tor zum ewigen Leben. &#8222;Deine Gl\u00e4ubigen, o Herr, wird das Leben gewandelt, nicht genommen; und wenn die Herberge ihres Erdenwallens in Staub zerf\u00e4llt, steht ihnen eine ewige Heimat im Himmel bereit&#8220;, so singt die Kirche fast jubelnd in der Liturgie des Begr\u00e4bnistages.<\/p>\n<p>Der Leib mag sterblich sein, aber er wird auferstehen und teilhaben am ewigen Leben. Der goldene Weizen ist unser Symbol, der als Saat in die Herde gestreut wird, um aufzugehen als Halm und \u00c4hre oder auch die verpuppte Raupe die als Schmetterling zu neuem Leben erwacht.<\/p>\n<p>Seitdem es einen Ostermorgen gab, darf die Menschheit glauben, da\u00df wir alle dem Morgen entgegengehen, nicht dem Abend, dem gro\u00dfen Tag, der keinen Abend mehr kennt. Und das ist der Unterschied zwischen Wissen und Glauben: Wissen h\u00e4lt die Nacht f\u00fcr Tag, das Leben auf Erden f\u00fcr das Endg\u00fcltige. Wissen wei\u00df es nicht besser, weil es nur auf <span style=\"text-decoration: underline;\">unsere Erfahrung angewiesen ist<\/span>.<\/p>\n<p>Glauben erkennt, da\u00df unsere Tage noch dunkel sind und dem Morgen entgegengehen, an dem es hell wird. Glauben sieht klarer, weil der Auferstandene seine Erfahrung zur kleinen Menschenerfahrung hinzugibt.<\/p>\n<p>Meine lieben Schwesternhelferinnen und -Helfer, ich glaube, es ist mehr als angebracht, wenn ich diese \u00f6sterliche Botschaft an den Schlu\u00df dieser Ausf\u00fchrung setzen kann. Versuchen wir allezeit \u00f6sterliche Menschen zu sein und die \u00f6sterliche Botschaft vom Leben und der \u00dcberwindung des Todes unseren Pflegebefohlenen vor allem durch das lebendige Zeugnis unseres christlichen Lebens und Denkens zu vermitteln; dann werden wir auch am erfolgreichsten die christliche Diakonie am kranken Menschen verwirklichen.<\/p>\n<p>Ich hoffe, da\u00df ich Sie nicht durch die hohen Forderungen und Voraussetzungen, die ich f\u00fcr Ihren christlichen Helferdienst angemahnt habe, erschreckt habe. Es ist ein Irrtum unserer Tage, wenn man meint nur Genie\u00dfen und ein bequemes Leben w\u00fcrde gl\u00fccklich machen. Das Gegenteil ist der Fall. Viele, viele Vorbilder jener Menschen, die sich in opfervoller Weise f\u00fcr andere hingegeben haben, beweisen es. Ich kann nur sagen, da\u00df ich diese Erfahrung auch in meinem eigenen Leben gemacht habe.<\/p>\n<p>So bin ich meiner lieben Mutter dankbar, die mich vor dem Beginn meines theologischen Studiums die Verse des Priesterdichters Ernst Thrasolt lesen lie\u00df, die er aus eigener bitterer Erfahrung schreiben konnte:<\/p>\n<p>&#8222;Willst Du ein Leben, das schwer wie ein Alp<\/p>\n<p>auf Dir liegt und wie ein Fluch,<\/p>\n<p>werde Priester und werde es halb.<\/p>\n<p>Willst Du Freude \u00fcbergenug,<\/p>\n<p>und die Seele voll Frieden und Gottesglanz,<\/p>\n<p>werde Priester und werde es ganz&#8220;.<\/p>\n<p>Ihr Helferdienst ist auch in gewissem Sinn priesterlicher Dienst und so w\u00fcnsche ich Ihnen Begeisterung dazu und damit viel Freude und Gl\u00fcck.<\/p>\n<p>Ich danke Ihnen.-<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\">Lesenswerte Literatur <\/span><\/p>\n<p>&#8211; Lohfink, Gerhard: Der Tod ist nicht das letzte Wort. Freiburg 1983<\/p>\n<p>&#8211; Degenhardt, Johannes Joachim: Den Tod annehmen-christlich sterben. Paderborn 1983<\/p>\n<p>&#8211; K\u00fcbler-Ross, Elisabeth: Interviews mit Sterbenden, Stuttgart 1977<\/p>\n<p>&#8211; K\u00fcbler-Ross, Elisabeth: Was k\u00f6nnen wir noch tun? Stuttgart 1975<\/p>\n<p>&#8211; Mohr, Gerd Heinz: Vom Licht der letzten Stunde<\/p>\n<p>&#8211; Bowers, Margaretta K. u.a.: Wie k\u00f6nnen wir sterbenden beistehen? M\u00fcnchen 1971<\/p>\n<p><strong>Angst<\/strong><\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\">Ansprache<\/span><\/p>\n<p>Angst um den Frieden und Angst um die Zukunft sind die aktuellsten Themen unserer Tage. Und die Angst l\u00e4\u00dft die Menschen &#8211; die alten und fast noch mehr die jungen- nicht mehr los.<\/p>\n<p>D\u00fcrfen wir, darf der Christ solche Angst haben. Wenn die Angst \u00fcber vern\u00fcnftige und gebotene Sorge hinausgeht, wenn sie auf dumpfe Ratlosigkeit und Verzweiflung hinausl\u00e4uft, dann widerspricht sie der christlichen Lebenshaltung.<\/p>\n<p>Josef Meinrad \u2022\u2022\u2022\u2022\u2022<\/p>\n<p>In keiner anderen Zeit, als in der \u00f6sterlichen erfahren und sp\u00fcren wir die Freude und die Zuversicht, die Christi Botschaft uns vermittelt:<\/p>\n<p>&#8222;Euer Herz erschrecke nicht. Ihr glaubet an Gott, glaubet auch an mich!&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Ich habe die Welt \u00fcberwunden.&#8220; &#8222;Ich lebe und auch ihr sollt leben!&#8220;<\/p>\n<p>F\u00fcr uns gl\u00e4ubige Menschen ist die Geschichte der Menschheit nicht ein sinn- und zielloser Wirrwarr von Leid, Blut und Tr\u00e4nen. Wir Christen glauben nichts geringeres als dies: da\u00df Jesus Christus seit seiner Auferstehung der verborgene Herr der Welt ist. Wir erwarten sein Kommen in Herrlichkeit; wir hoffen darauf, da\u00df seine Herrschaft sich am Ende durchsetzen wird. Wir vertrauen darauf, da\u00df dann, am Ende, deutlich wird: Gott hat auch auf den krummen Linien der menschlichen Geschichte richtig und gerade geschrieben. Er f\u00fcgt das gerade, was wir verwirren. Gott kann aus Tod und Untergang den neuen Anfang schaffen. Da, wo unsere M\u00f6glichkeiten am Ende sind, beginnen seine M\u00f6glichkeiten. Und die Wogen unserer menschlichen Geschichte, die oft so hoch gehen und uns angst machen, laufen einmal aus am Strand seiner Ewigkeit.<\/p>\n<p>Das alles glauben und hoffen wir, nicht weil es in der Welt danach aussieht, sondern weil er es uns gesagt hat, er, der selber das menschliche Leben mit seinen H\u00f6hen und Tiefen durchlebt hat.<\/p>\n<p>Wir glauben es auf <span style=\"text-decoration: underline;\">sein<\/span> Wort hin: &#8222;Himmel und Erde werden vergehen, aber meine Worte werden nicht vergehen.&#8220;<\/p>\n<p>Sein Wort, sein Evangelium, will uns Zuversicht und Hoffnung geben in einer Welt, in der wir so oft Angst haben. In der wir uns manchmal voller Sorge fragen: wie wird es weitergehen? Was mag morgen kommen? Auf sein Wort hin d\u00fcrfen wir mitten in dieser so zweideutigen und manchmal so sinnlos scheinenden Welt Ausschau halten nach dem Tag, da Gott unser Leid und unsere Angst, da er alle Not dieser Erde durch seine Macht beendet. Nach dem Tag, da Gott selber unsere menschliche Sehnsucht nach Gl\u00fcck und Geborgenheit erf\u00fcllt.<\/p>\n<p>Davon spricht die Offenbarung des Johannes in Bildern, die wir alle verstehen k\u00f6nnen:<\/p>\n<p>&#8222;Und ich sah einen neuen Himmel und eine neue Erde \u2022\u2022\u2022\u2022 und ich h\u00f6rte eine Stimme vom Throne her sagen: Siehe! Die Wohnung Gottes bei den Menschen! Er wird bei ihnen wohnen, und sie werden sein Volk sein, und Gott selber wird mit ihnen sein und alle Tr\u00e4nen von ihrem Angesicht abwischen. Und der Tod wird nicht mehr sein und kein Leid, kein Jammer und keine M\u00fchsal, denn das fr\u00fchere ist vergangen.<\/p>\n<p>Und der Thronende sprach: Siehe, ich erschaffe alles neu. Und er befahl mir: Schreibe auf! Denn diese Worte sind zuverl\u00e4ssig und wahr!&#8220;<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\">F\u00fcrbitten<\/span><\/p>\n<p>Lasset uns beten zu Gott, unserem Vater:<\/p>\n<p>-Gib den M\u00e4chtigen in Wirtschaft und Politik Verantwortungsbewu\u00dftsein, damit sie sich f\u00fcr Gerechtigkeit und Frieden einsetzen und wirklich das Wohl der Menschen im Auge haben.<\/p>\n<p>&#8211; Hilf allen entt\u00e4uschten und ge\u00e4ngstigten Menschen, da\u00df sie im Glauben an dich die Kr\u00e4fte finden, ihren Weg weiterzugehen_<\/p>\n<p>&#8211; La\u00df uns \u00fcber den vielen Sorgen und \u00c4ngsten des Alltags, nicht das eigentliche Ziel unseres Lebens aus dem Auge verlieren_<\/p>\n<p>Stehe den Sterbenden bei und gib auch uns, wenn unsere letzte Stunde kommt, die Gewi\u00dfheit, da\u00df wir durch den Tod in das wahre Leben des Friedens und der Geborgenhait \u00fcbergehen-<\/p>\n<p>Denn unser Leben steht in deiner Hand. La\u00df uns auf dich vertrauen alle Tage unseres Lebens.<\/p>\n<p>So bitten wir durch Christus unsern Herrn.<\/p>\n<p>&lt;Hanschriftlich:&gt;<\/p>\n<p><strong>Gottesdienst im Krankenhaus<\/strong><\/p>\n<p>Thema: Angst<\/p>\n<p>Er\u00f6ffnung:<\/p>\n<p>Liebe Schwestern, meine lieben Kranken des Hauses!<\/p>\n<p>Als genesender Mit-Patient darf ich heute in dieser Kapelle das Opfer Christi feiern. Und ich m\u00f6chte Sie alle bitten Ihre Leiden mit Schmerzen mit dem Opfer Christi zu vereinen. Wir wollen es besonders darbringen f\u00fcr ndie3jenigen, die einer Operation entgegengehen, f\u00fcr die M\u00fctter, die ihre schwerste Stunde erwarten, und nicht zuletzt f\u00fcr diejenigen die in ihrer Krankheit vielleicht mutlos und verzweifelt geworden sind.<\/p>\n<p>Krankheit ist immer ein \u00dcbel. Das schlimmste aller \u00dcbel aber ist die Krankheit der Seele, die S\u00fcnde. Damit unsere Opferfeier Gott gefallen kann, wollen wir unsere Schuld vor ihn bringen und um Vergebung bitten:<\/p>\n<p>Herr Jesus Christus, du hast auf Erden viele Kranke geheilt:<\/p>\n<p>&#8211;\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Herr erbarme dich \u2026<\/p>\n<p>&#8211;\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Du hast den S\u00fcndern Vergebung geschenkt: Christus erbarme \u2026<\/p>\n<p>&#8211;\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Du willst uns ewiges Leben schenken: Herr \u2026<\/p>\n<p>Der allm\u00e4chtige Gott \u2026<\/p>\n<p>&lt;Handschriftlich:&gt;<\/p>\n<p><strong>F\u00fcrbitten<\/strong><\/p>\n<p>Lasset uns beten zu Gott unserem Vater, der das Gl\u00fcck und die Freude der Menschen will:<\/p>\n<p>&#8211;\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 F\u00fcr alle Kranken dieses Hauses, da\u00df sie eine baldige Genesung erfahren. \u2013<\/p>\n<p>&#8211;\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 f\u00fcr alle, denen eine Operation bevorsteht, da\u00df sie ihr mit Gottvertrauen und ohne Angst entgegengehen.<\/p>\n<p>&#8211;\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 F\u00fcr alle M\u00fctter, die ein Kind erwarten, da\u00df sie mehr an die Freude, die Gott ihnen schenken will denken als an die Angst.<\/p>\n<p>&#8211;\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 F\u00fcr alle, die geschlagen sind mit einer unheilbaren Krankheit: da\u00df sie wieder vertrauen d\u00fcrfen.<\/p>\n<p>&#8211;\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 F\u00fcr alle Krankenschwestern und Krankenpfleger, da\u00df Gott ihnen die Kraft gebe ihre Patienten mit Geduld und Liebe zu pflegen und da\u00df Gott ihnen ihre Dienste reichlich belohnen m\u00f6ge.<\/p>\n<p>&#8211;\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 F\u00fcr uns alle, da\u00df wir Gott immer dankbar sind f\u00fcr Gesundheit und Leben. &#8211;<\/p>\n<p>Erl\u00f6se uns, o Herr vom Leiden dieser Zeit, damit wir dich einmal preisen d\u00fcrfen von Ewigkeit zu Ewigkeit.<\/p>\n<p>&lt;Handschriftlich:&gt;<\/p>\n<p><strong>Ansprache. <\/strong><\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\">Angst<\/span><\/p>\n<p>Man sagt, noch nie h\u00e4tte der Mensch so viel Angst gehabt, wie in unseren Tagen: Angst vor dem Alter, Angst vor dem Sterben, ja man k\u00f6nnte sagen auch Angst vor dem Leben. Junge Menschen bereits kennen keine Lebensfreude mehr, f\u00fchlen sich frustriert und sprechen von der Sinnlosigkeit des Lebens und Leere des Lebens.<\/p>\n<p>Woher kommt diese Angst, und wie k\u00f6nnen wir sie \u00fcberwinden. Ich meine, da\u00df jede Angst im Letzten zur\u00fcckzuf\u00fchren ist auf eine Bruchstelle im Verh\u00e4ltnis zu Gott, auf ein Mi\u00dfverst\u00e4ndnis oder Fehlverhalten im Glaubensleben. Da\u00df in einer atheistischen, glaubenslosen Gesellschaft der Mensch nicht gl\u00fccklich werden kann, zeigt uns schon die Geschichte. Franz. Rev. \u2013 Kommunismus: Paradies auf Erden, aber nur Str\u00f6me von Blut und Tr\u00e4nen \u2013 Nationalsozialismus:<\/p>\n<p>Wenn aber auch Christen, oft scheinbar gute Christen, von Angst befallen werden, dann mu\u00df man doch fragen, wie steht es mit ihrem Glaubensleben.<\/p>\n<p>z.B. Josef Meinrad \u2026<\/p>\n<p>Ja, was kann uns schon passieren \u2026<\/p>\n<p>Wenn ich Christ bin, das bedeutet dann doch mehr als nur zu glauben, da\u00df es einen Gott gibt. Glauben bedeutet mehr als f\u00fcr wahr halten was Gott geoffenbart hat und wir im Katechismus gelernt haben. Credo \u2013 Cor-dare \u2026 = Wissen nicht nur da\u00df Gott mein Vater ist, sondern darauf bauen und Vertrauen: Ja Vater \u2013 Du mein Vater, ich dein Kind. Er ist Vater, der von Ewigkeit an mich gedacht und mich geliebt hat.<\/p>\n<p>Und wie diese Liebe Gottes sich dem Menschen ganz konkret, ganz hautnah geoffenbart hat, n\u00e4mlich in der Menschwerdung seines Sohnes. Kein Menschengeist h\u00e4tte das so ausdenken und erfinden k\u00f6nnen. Daher kann unsere Antwort nur die der Liebe sein: \u201eIch bete an die Macht der Liebe, die sich in Jesus offenbart.\u201c<\/p>\n<p>Ja meine Lieben, wenn unser Glauben mehr ist als ein Wissen von Glaubenswahrheiten. Wenn es eine Antwort der Liebe und des Vertrauens auf die ewige Liebe Gottes ist, dann gilt doch das Dankeswort: \u201eDenen, die Gott lieben gereichen alle Dinge zum Guten.\u201c Dann gibt es doch nichts, was uns trennen kann von Gott, der selbst im gr\u00f6\u00dften Leid, in aller Not und selbst noch im Tod unser Bestes, unseres wahres und ewiges Gl\u00fcck will.<\/p>\n<p>In meinen wachen Stunden, kam mir der Gedanke, da\u00df es doch interessant w\u00e4re im Hause umherzugehen von Bett zu Bett, und vor allem diejenigen, die vor einer Operation stehen zu fragen, ob sie Angst haben. Das w\u00e4re sicher auch ein Glaubenstest. Nat\u00fcrlich gibt es eine nat\u00fcrliche Angst. Aber der Mensch, der sich ganz in den H\u00e4nden Gottes wei\u00df, der wird doch mit ihr fertig.<\/p>\n<p>Als der hl. Franziskus nach Jerusalem hinaufpilgerte tanzte er vor Freude \u2026 Gott ist kein Gott der Angst, sondern der Freude \u2026 hunderte von Malen Aufruf zur Freude. Von Bethlehem bis Geh. Off.: Gott wird \u2026<\/p>\n<p>Ich wei\u00df meine Lieben, da\u00df es unmenschlich w\u00e4re von heute auf morgen eine solche Haltung von ihnen zu erwarten. Ich glaube, da\u00df ich es ein wenig vor der Operation fertig gebracht habe. Aber ich habe auch die heiligen Schutzengel angerufen, nicht nur den meinigen, sondern auch die der \u00c4rzte, indem ich sie bat, ihre H\u00e4nde zu f\u00fchren.<\/p>\n<p>Nebenbei ein Rat f\u00fcr die M\u00fctter, die auf die Geburt ihres Kindes warten. Vor beinahe 50 Jahre las ich das Buch \u2026<\/p>\n<p>Ja, meine lieben Kranken, wenn wir uns wirklich zum echten Gottvertrauen durchgerungen haben, dann werden auch wir jedwede Angst \u00fcberwinden k\u00f6nnen. Das best\u00e4tigt ja auch die gro\u00dfe heilige Therese von Avila \u2026<\/p>\n<p>Gestern vor drei Wochen war ich dort wo sie geboren und gelebt hat und wo sie in den beschaulichen Orden des Karmel eingetreten ist.<\/p>\n<p>Auf eine Holztafel in goldenen Lettern gemalt brachte ich mir eines ihrer sch\u00f6nsten Gedichte mit, das \u00fcber meinem Schreibtisch einen Platz finden wird, und dessen Gedanken ich als Wegweisung f\u00fcr die \u00dcberwindung jeglicher Angst mitgeben m\u00f6chte:<\/p>\n<p>\u201eNicht soll dich \u00e4ngstigen,<\/p>\n<p>Nichts dich erschrecken,<\/p>\n<p>Alles geht vor\u00fcber,<\/p>\n<p>Gott bleibt derselbe.<\/p>\n<p>Die Geduld erreicht alles<\/p>\n<p>Wer Gott hat, besitzt alles.<\/p>\n<p>\u201eS\u00f3lo Dios basta.\u201c<\/p>\n<p>Gott allein gen\u00fcgt.\u201c<\/p>\n<p><strong>F\u00fcrbitten <\/strong><\/p>\n<p><strong>lasset uns beten zu ihm, der von alters her unser Gott ist: <\/strong><\/p>\n<p>&#8211; da\u00df alle, die alt sind, ihre Lebenserfahrung fruchtbar machen und tr\u00e4umen d\u00fcrfen von Gottes Zukunft f\u00fcr unsere Welt: Wir bitten<\/p>\n<p>&#8211; da\u00df alle, die Angst haben vor dem Alt-Werden, das Leben in F\u00fclle erhalten und sich selbst dem Herrn der Zeit anvertrauen;<\/p>\n<p>da\u00df wir erl\u00f6st werden von dem, was uns niederdr\u00fcckt, und uns vergeben wird, was falsch war, so da\u00df wir hoffen auf das, was vor uns liegt;<\/p>\n<p>da\u00df wir bewahrt werden vor Verbitterung, wenn wir sehen und doch nicht verstehen, was hinter uns liegt, und so f\u00fcreinander zu Licht und Freude werden.<\/p>\n<p><strong>Herr, sei uns St\u00fctze und Stab auf unserem Weg. So bitten wir durch Christus, unseren Herrn.<\/strong><\/p>\n<p><strong><span style=\"text-decoration: underline;\">G e b e t\u00a0\u00a0\u00a0 i m \u00a0\u00a0\u00a0A l t e r <\/span><\/strong><\/p>\n<p>Herr, du hast uns Menschen<\/p>\n<p>wie jedem Lebewesen seine Zeit zugemessen:<\/p>\n<p>er altert und er stirbt.<\/p>\n<p>Ich bin in deiner Hut.<\/p>\n<p>Gib mir die Kraft, die Last des Alters anzunehmen.<\/p>\n<p>La\u00df mich dar\u00fcber weder wehleidig<\/p>\n<p>noch hart und eigensinnig,<\/p>\n<p>sondern weise werden.<\/p>\n<p>\u00d6ffne mir den Blick<\/p>\n<p>f\u00fcr die unbekannten Freuden des Alters.<\/p>\n<p>\u00d6ffne mir den Blick f\u00fcr die Gr\u00f6\u00dfe des Todes.<\/p>\n<p>Gib mir die F\u00e4higkeit, weiterzugeben,<\/p>\n<p>was ich empfangen habe.<\/p>\n<p>La\u00df mich das Unbekannte nicht mit Angst,<\/p>\n<p>sondern in Hoffnung erwarten.<\/p>\n<p>Hilf mir, das Ende gut zu machen,<\/p>\n<p>dann wird alles gut gewesen sein.-<\/p>\n<p>Amen.<\/p>\n<p><strong><span style=\"text-decoration: underline;\">(Caritas -) Abtreibung<\/span><\/strong> 2. Fastensonntag 1980<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\">EIN JA ZUM KIND &#8211; EIN JA ZUM LEBEN <\/span><\/p>\n<p>&#8222;Die Caritas hilft &#8211; hilf der Caritas!&#8220; lautet das Leitmotiv des Aufrufes zum heutigen Fastenopfer. Caritas bedeutet immer Hilfe und Liebesdienst am anderen. Eine der wichtigsten Caritasdienste ist unbestreitbar der Dienst am Leben. Kein Leben ist heute aber so bedroht, wie das Leben des ungeborenen Kindes. Mit Recht erschrecken wir und emp\u00f6ren wir uns \u00fcber den V\u00f6lkermord in Kambodscha und anderen Teilen der Welt, aber den in viele Tausende gehenden Kindermord im eigenen Volk nehmen wir hin. Man regt sich sogar dar\u00fcber auf, da\u00df man die wie eine Seuche umsichgreifende <span style=\"text-decoration: underline;\">Abtreibung Mord nennt<\/span>. Sie ist doch aber kein Unfall, keine ungewollte, sondern eine beabsichtigte T\u00f6tung, und die nennt man doch nach allgemeinem Sprachgebrauch &#8222;Mord&#8220;. \u00a0&lt;Randhinweis: Bischof Dybo!&gt;<\/p>\n<p>Wenn die Forschungsergebnisse der Embryologie, der Biologie und der Anthropologie gezeigt haben, da\u00df es sich beim Embryo d.h. der Leibesfrucht, von Anfang an um menschliches Leben handelt, dann mu\u00df man die gewollte und beabsichtigte Abtreibung auch heute noch Mord nennen. Den Kindsmord nennt man wie den Elternmord sogar einen qualifizierten Mord. Und ich m\u00f6chte noch hinzuf\u00fcgen &#8211; was heute vielfach unterschlagen oder \u00fcbersehen wird &#8211; da\u00df die Abtreibung ein feiger und doppelter Mord ist. <span style=\"text-decoration: underline;\">Ein doppelter Mord<\/span>, weil das ungeborene Kind nicht nur seines nat\u00fcrlichen und irdischen Lebens beraubt wird, sondern was eigentlich noch schlimmer ist, auch seines \u00fcbernat\u00fcrlichen und ewigen g\u00f6ttlichen Lebens, weil es nicht getauft wird. Sicher ein solches Kind kann von Gott nicht bestraft werden, weil es keine pers\u00f6nliche Schuld begangen hat. Aber das Geschenk des g\u00f6ttlichen Lebens ist nach Lehre der Kirche an den Empfang der Taufe gebunden. Christus sagt doch: &#8222;Wer nicht wiedergeboren wird aus dem Wasser \u2022\u2022\u2022\u2022\u2022 &#8220;<\/p>\n<p>Es ist wahr, da\u00df der \u00e4llm\u00e4chtige Gott in seiner Weisheit und unendlichen Barmherzigkeit in Anbetracht der Verdienste Christi und seiner Kirche ein Kind, das ohne Taufe vor dem Alter der Unterscheidung gestorben ist, zur Anschauung seines unendlichen Wesens f\u00fchren kann, wenn er es will; es ist aber angebracht, sich daran zu erinnern, da\u00df diese tr\u00f6stliche Auffassung nur eine einfache Vermutung darstellt, die die Kirche im Laufe ihrer Geschichte nie zu best\u00e4tigen gew\u00fcnscht hat.<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\">Die sogenannten Indikationen <\/span><\/p>\n<p>Die dem Kind feindliche moderne Welt hat die Gr\u00fcnde, die ihr die t\u00f6dliche Unterbrechung der Schwangerschaft &#8222;angezeigt&#8220; erscheinen lassen, in den sogenannten \u201eIndikationen&#8220; d.h. ja Anzeigen, zusammengefa\u00dft. Ich m\u00f6chte nur zu 2 Indikationen Stellung. nehmen, die wohl am meisten vorkommen.<\/p>\n<p>Da ist zun\u00e4chst <span style=\"text-decoration: underline;\">die soziale Indikation<\/span>. Sie h\u00e4lt die Schwangerschaftsunterbrechung dort f\u00fcr gerechtfertigt, wo ein Kind eine allzugro\u00dfe soziale beziehungsweise wirtschaftliche Last f\u00fcr die Familie oder die Mutter bedeuten w\u00fcrde. Die Grenzen dieser Indikation werden meistens recht gro\u00dfz\u00fcgig abgesteckt. Es ist ja von vornherein klar, da\u00df sie nur willk\u00fcrlich gezogen werden k\u00f6nnen, wenn es einmal &#8222;angezeigt&#8220; sein soll, da\u00df eine Mutter ihr Kind morde, wenn immer es in ihre Vorstellungen von sozialen Anspr\u00fcchen, vom Lebensstandard, nicht hineinpa\u00dft.<\/p>\n<p>Die letzten Hintergr\u00fcnde der <span style=\"text-decoration: underline;\">&#8222;sozialen&#8220; Mordtheorien<\/span> sind allerdings nicht wirtschaftliche N\u00f6te; sondern der <span style=\"text-decoration: underline;\">moralische Tiefstand<\/span> der Gesellschaft. Es ist ja nachgewiesen, da\u00df bei den wirtschaftl. gesicherten Schichten die Abtreibungen sogar zahlreicher sind als in den Kreisen der Armen.<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\">Die medizinische Indikation<\/span> h\u00e4lt eine direkte T\u00f6tung der Leibesfrucht beziehungsweise direkte Schwangerschaftsunterbrechung f\u00fcr &#8222;angezeigt&#8220;, wenn sonst das Leben der Mutter in unmittelbarer gro\u00dfer Gefahr st\u00fcnde oder wenn sonst das Leben der Mutter f\u00fcr die Zukunft leicht in schwere Gefahr kommen k\u00f6nnte.<\/p>\n<p>In einer solch schwierigen Konfliktsituation kommt man mit einer Wohlstandsreligion nicht mehr aus, da kann nur eine Kreuzes-religion den rechten Weg weisen. Wie immer das Urteil des Arztes ausfallen mag, die Kirche h\u00e4lt unerbittlich an dem Grundsatz fest, da\u00df es unter keinen Umst\u00e4nden erlaubt sein kann, das Leben eines unschuldigen Kindes im Mutterscho\u00df direkt anzugreifen.<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\">Begr\u00fcndung:<\/span><\/p>\n<p>1.) -Gott allein ist der Herr \u00fcber Leben und Tod. Kein Arzt darf Todesurteile \u00fcber Unschuldige f\u00e4llen und ausf\u00fchren; sondern er mu\u00df bis zuletzt alles tun, um das Leben von Mutter und Kind zu retten. Wenn er es dann trotz der n\u00f6tigen Sorgfalt in der Ausbildung und Praxis nicht vermag, so ist es Gott selbst, der \u00fcber das Leben entschieden hat.<\/p>\n<p>2.) Wenn es grunds\u00e4tzlich in die Moral der M\u00fctter aufgenommen w\u00fcrde, in der Gefahr f\u00fcr ihr Leben einfach das Leben des Kindes zur Rettung des eigenen Lebens zu &#8222;opfern&#8220;, dann besagte M\u00fctterlichkeit nicht mehr Hingabe, sondern Egoismus. Es geh\u00f6rt wesentlich zur Mutterliebe, zur m\u00fctterlichen Opferbereitschaft, da\u00df die Mutter eher ihr eigenes Leben preisgibt, als da\u00df sie das Leben ihres Kindes selbst angreift beziehungsweise einen Arzt bestellt, der sie durch T\u00f6tung ihres Kindes aus der Gefahr retten soll.<\/p>\n<p>3.) Schlie\u00dflich ist vom medizinischen Standpunkt aus zu sagen, da\u00df nach dem Urteil erfahrener und gewissenhafter Frauen\u00e4rzte mehr M\u00fctter infolge Durchf\u00fchrung eines medizinisch scheinbar \u201eindizierten\u201c Abtreibung (Abortus) gestorben oder siech geworden sind als durch die strikte medizinische Ablehnung jeder direkten T\u00f6tung der Leibesfrucht.<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\">Das schlimmste ist jedoch die moralische Zerst\u00f6rung der M\u00fctterlichkeit.<\/span> Die seelische Gesundheit der Mutter, ihr echt m\u00fctterliches Denken und F\u00fchlen gilt doch mehr als die blo\u00dfe Rettung des leiblichen Lebens. Noch vor kurzem erz\u00e4hlte mir eine Krankenschwester, da\u00df Frauen gerade in sp\u00e4teren Jahren nach einer Abtreibung unter Psychosen und Neurosen zu leiden haben. Da gilt eben das Wort von Schiller: &#8222;Das Leben .ist der G\u00fcter h\u00f6chstes nicht, der \u00dcbel gr\u00f6\u00dftes aber ist die Schuld.\u201c<\/p>\n<p>&lt;Hanschriftlicher Zusatz:<\/p>\n<p>Die heutige junge Generation: NS-Verbrechen? Wie konnte das geschehen?<\/p>\n<p>Ist der gedkuldete Mord an Millionen von ungeb. Kindern nicht fast noch schlimmer? Vielleicht werden die wenigen Kinder, die \u00fcberleben durften der heutigen Generation auch einmal die Frage stellen: Wie konntet ihr solche Greueltaten zulassen?<\/p>\n<p>Lassen Sie mich zum Schlu\u00df \u2026&gt;<\/p>\n<p>Lassen Sie mich zum Schlu\u00df das Gedicht einer Mutter und Arztfrau zitieren, das uns vielleicht viel besser als Argumente die Verantwortung f\u00fcr das Leben des Ungeborenen aufzeigen kann.<\/p>\n<p><strong>\u00a7 218 <\/strong><\/p>\n<p>(Klage eines Ungeborenen)<\/p>\n<p><strong>DER HERR \u00dcBER LEBEN <\/strong><\/p>\n<p>Mich Dir hat geschenkt,<\/p>\n<p>knospengleich in Deinen Scho\u00df gesenkt,<\/p>\n<p>solltest mich sch\u00fctzen, beh\u00fcten und hegen<\/p>\n<p>&#8211; doch Du hast mir genommen mein Leben!<\/p>\n<p>Mama, wollte ich zu Dir sagen, &#8211;<\/p>\n<p>um Deinen Hals meine \u00c4rmchen schlagen,<\/p>\n<p>den s\u00fc\u00dfesten aller K\u00fcsse Dir geben,<\/p>\n<p>&#8211; doch du hast mir genommen mein Leben!<\/p>\n<p>M\u00fchen und Sorgen solltest Du tragen,<\/p>\n<p>Antwort mir geben auf viele Fragen,<\/p>\n<p>mir sagen von Gott und h\u00fcten mein Streben,<\/p>\n<p>&#8211; doch Du hast mir genommen mein Leben!<\/p>\n<p>Zum Guten und Sch\u00f6nen solltest mich f\u00fchren,<\/p>\n<p>in MEINEM Wachsen DEIN Wachsen sp\u00fcren, &#8211;<\/p>\n<p>meiner UND Deiner Seel&#8216; Weiten, Erheben,<\/p>\n<p>&#8211; doch Du hast mir genommen mein Leben!<\/p>\n<p>An Deinem Lager wollte ich beten,<\/p>\n<p>wenn einst vor Gott hin wirst m\u00fcssen treten, &#8211;<\/p>\n<p>f\u00fcr DICH UND mich ihm Antwort zu geben,<\/p>\n<p>&#8211; aber Du hast mir genommen mein Leben!<\/p>\n<p>Hab&#8216; keinen H\u00fcgel, kein Mein-Gedenken,<\/p>\n<p>wolltest nicht Tr\u00e4ne, nicht Blume mir schenken!<\/p>\n<p>M\u00f6g&#8216; meiner Seele, meiner so armen,<\/p>\n<p>meiner UND Deiner, Gott UNS sich erbarmen!<\/p>\n<p>Anneliese Ernst<\/p>\n<p><a title=\"Zur \u00dcbersichtsseite\" href=\"..\/..\/wadgasser-geistliche\/peter-lafontaine\" target=\"_self\">Weitere Informationen zu Peter Lafontaine<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zur Woche des Lebens F\u00fcrbitten Herr, unser Gott! Vom Pilgerweg unseres Lebens aus schauen wir auf zu dir. Wir m\u00f6chten dir unsere Gebete darbringen f\u00fcr alle \u00e4lteren Menschen: f\u00fcr Freunde und Feinde, f\u00fcr Gesunde und Kranke, f\u00fcr Zufriedene und Unzufriedene, f\u00fcr Gl\u00e4ubige und Zweifelnde und ganz besonders f\u00fcr die Verlassensten und Einsamsten unter ihnen. Darum [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"parent":868,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-875","page","type-page","status-publish","hentry"],"aioseo_notices":[],"aioseo_head":"\n\t\t<!-- All in One SEO 5.0.2 - aioseo.com -->\n\t<meta name=\"description\" content=\"Herr, unser Gott! Vom Pilgerweg unseres Lebens aus schauen wir auf zu dir. Wir m\u00f6chten dir unsere Gebete darbringen f\u00fcr alle \u00e4lteren Menschen:\" \/>\n\t<meta name=\"robots\" content=\"max-image-preview:large\" \/>\n\t<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/peter-burg.de\/wordpress\/wadgasser-geistliche\/peter-lafontaine\/predigten\" \/>\n\t<meta name=\"generator\" content=\"All in One SEO (AIOSEO) 5.0.2\" \/>\n\t\t<meta property=\"og:locale\" content=\"de_DE\" \/>\n\t\t<meta property=\"og:site_name\" content=\"Peter Burg Werke -\" \/>\n\t\t<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n\t\t<meta property=\"og:title\" content=\"Predigten - Peter Burg Werke\" \/>\n\t\t<meta property=\"og:description\" content=\"Herr, unser Gott! Vom Pilgerweg unseres Lebens aus schauen wir auf zu dir. Wir m\u00f6chten dir unsere Gebete darbringen f\u00fcr alle \u00e4lteren Menschen:\" \/>\n\t\t<meta property=\"og:url\" content=\"https:\/\/peter-burg.de\/wordpress\/wadgasser-geistliche\/peter-lafontaine\/predigten\" \/>\n\t\t<meta property=\"article:published_time\" content=\"2012-03-28T06:01:38+00:00\" \/>\n\t\t<meta property=\"article:modified_time\" content=\"2015-05-14T11:55:23+00:00\" \/>\n\t\t<meta name=\"twitter:card\" content=\"summary_large_image\" \/>\n\t\t<meta name=\"twitter:title\" content=\"Predigten - Peter Burg Werke\" \/>\n\t\t<meta name=\"twitter:description\" content=\"Herr, unser Gott! Vom Pilgerweg unseres Lebens aus schauen wir auf zu dir. Wir m\u00f6chten dir unsere Gebete darbringen f\u00fcr alle \u00e4lteren Menschen:\" \/>\n\t\t<script type=\"application\/ld+json\" class=\"aioseo-schema\">\n\t\t\t{\"@context\":\"https:\\\/\\\/schema.org\",\"@graph\":[{\"@type\":\"BreadcrumbList\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/peter-burg.de\\\/wordpress\\\/wadgasser-geistliche\\\/peter-lafontaine\\\/predigten#breadcrumblist\",\"itemListElement\":[{\"@type\":\"ListItem\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/peter-burg.de\\\/wordpress\\\/#listItem\",\"position\":1,\"name\":\"Home\",\"item\":\"https:\\\/\\\/peter-burg.de\\\/wordpress\\\/\",\"nextItem\":{\"@type\":\"ListItem\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/peter-burg.de\\\/wordpress\\\/wadgasser-geistliche#listItem\",\"name\":\"Wadgasser Geistliche\"}},{\"@type\":\"ListItem\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/peter-burg.de\\\/wordpress\\\/wadgasser-geistliche#listItem\",\"position\":2,\"name\":\"Wadgasser Geistliche\",\"item\":\"https:\\\/\\\/peter-burg.de\\\/wordpress\\\/wadgasser-geistliche\",\"nextItem\":{\"@type\":\"ListItem\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/peter-burg.de\\\/wordpress\\\/wadgasser-geistliche\\\/peter-lafontaine#listItem\",\"name\":\"Peter Lafontaine\"},\"previousItem\":{\"@type\":\"ListItem\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/peter-burg.de\\\/wordpress\\\/#listItem\",\"name\":\"Home\"}},{\"@type\":\"ListItem\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/peter-burg.de\\\/wordpress\\\/wadgasser-geistliche\\\/peter-lafontaine#listItem\",\"position\":3,\"name\":\"Peter Lafontaine\",\"item\":\"https:\\\/\\\/peter-burg.de\\\/wordpress\\\/wadgasser-geistliche\\\/peter-lafontaine\",\"nextItem\":{\"@type\":\"ListItem\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/peter-burg.de\\\/wordpress\\\/wadgasser-geistliche\\\/peter-lafontaine\\\/predigten#listItem\",\"name\":\"Predigten\"},\"previousItem\":{\"@type\":\"ListItem\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/peter-burg.de\\\/wordpress\\\/wadgasser-geistliche#listItem\",\"name\":\"Wadgasser Geistliche\"}},{\"@type\":\"ListItem\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/peter-burg.de\\\/wordpress\\\/wadgasser-geistliche\\\/peter-lafontaine\\\/predigten#listItem\",\"position\":4,\"name\":\"Predigten\",\"previousItem\":{\"@type\":\"ListItem\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/peter-burg.de\\\/wordpress\\\/wadgasser-geistliche\\\/peter-lafontaine#listItem\",\"name\":\"Peter Lafontaine\"}}]},{\"@type\":\"Organization\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/peter-burg.de\\\/wordpress\\\/#organization\",\"name\":\"Peter Burg Werke\",\"url\":\"https:\\\/\\\/peter-burg.de\\\/wordpress\\\/\"},{\"@type\":\"WebPage\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/peter-burg.de\\\/wordpress\\\/wadgasser-geistliche\\\/peter-lafontaine\\\/predigten#webpage\",\"url\":\"https:\\\/\\\/peter-burg.de\\\/wordpress\\\/wadgasser-geistliche\\\/peter-lafontaine\\\/predigten\",\"name\":\"Predigten - Peter Burg Werke\",\"description\":\"Herr, unser Gott! Vom Pilgerweg unseres Lebens aus schauen wir auf zu dir. Wir m\\u00f6chten dir unsere Gebete darbringen f\\u00fcr alle \\u00e4lteren Menschen:\",\"inLanguage\":\"de-DE\",\"isPartOf\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/peter-burg.de\\\/wordpress\\\/#website\"},\"breadcrumb\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/peter-burg.de\\\/wordpress\\\/wadgasser-geistliche\\\/peter-lafontaine\\\/predigten#breadcrumblist\"},\"datePublished\":\"2012-03-28T07:01:38+02:00\",\"dateModified\":\"2015-05-14T13:55:23+02:00\"},{\"@type\":\"WebSite\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/peter-burg.de\\\/wordpress\\\/#website\",\"url\":\"https:\\\/\\\/peter-burg.de\\\/wordpress\\\/\",\"name\":\"Peter Burg Werke\",\"inLanguage\":\"de-DE\",\"publisher\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/peter-burg.de\\\/wordpress\\\/#organization\"}}]}\n\t\t<\/script>\n\t\t<!-- All in One SEO -->\n\n","aioseo_head_json":{"title":"Predigten - Peter Burg Werke","description":"Herr, unser Gott! Vom Pilgerweg unseres Lebens aus schauen wir auf zu dir. Wir m\u00f6chten dir unsere Gebete darbringen f\u00fcr alle \u00e4lteren Menschen:","canonical_url":"https:\/\/peter-burg.de\/wordpress\/wadgasser-geistliche\/peter-lafontaine\/predigten","robots":"max-image-preview:large","keywords":"","webmasterTools":{"miscellaneous":""},"schema":{"@context":"https:\/\/schema.org","@graph":[{"@type":"BreadcrumbList","@id":"https:\/\/peter-burg.de\/wordpress\/wadgasser-geistliche\/peter-lafontaine\/predigten#breadcrumblist","itemListElement":[{"@type":"ListItem","@id":"https:\/\/peter-burg.de\/wordpress\/#listItem","position":1,"name":"Home","item":"https:\/\/peter-burg.de\/wordpress\/","nextItem":{"@type":"ListItem","@id":"https:\/\/peter-burg.de\/wordpress\/wadgasser-geistliche#listItem","name":"Wadgasser Geistliche"}},{"@type":"ListItem","@id":"https:\/\/peter-burg.de\/wordpress\/wadgasser-geistliche#listItem","position":2,"name":"Wadgasser Geistliche","item":"https:\/\/peter-burg.de\/wordpress\/wadgasser-geistliche","nextItem":{"@type":"ListItem","@id":"https:\/\/peter-burg.de\/wordpress\/wadgasser-geistliche\/peter-lafontaine#listItem","name":"Peter Lafontaine"},"previousItem":{"@type":"ListItem","@id":"https:\/\/peter-burg.de\/wordpress\/#listItem","name":"Home"}},{"@type":"ListItem","@id":"https:\/\/peter-burg.de\/wordpress\/wadgasser-geistliche\/peter-lafontaine#listItem","position":3,"name":"Peter Lafontaine","item":"https:\/\/peter-burg.de\/wordpress\/wadgasser-geistliche\/peter-lafontaine","nextItem":{"@type":"ListItem","@id":"https:\/\/peter-burg.de\/wordpress\/wadgasser-geistliche\/peter-lafontaine\/predigten#listItem","name":"Predigten"},"previousItem":{"@type":"ListItem","@id":"https:\/\/peter-burg.de\/wordpress\/wadgasser-geistliche#listItem","name":"Wadgasser Geistliche"}},{"@type":"ListItem","@id":"https:\/\/peter-burg.de\/wordpress\/wadgasser-geistliche\/peter-lafontaine\/predigten#listItem","position":4,"name":"Predigten","previousItem":{"@type":"ListItem","@id":"https:\/\/peter-burg.de\/wordpress\/wadgasser-geistliche\/peter-lafontaine#listItem","name":"Peter Lafontaine"}}]},{"@type":"Organization","@id":"https:\/\/peter-burg.de\/wordpress\/#organization","name":"Peter Burg Werke","url":"https:\/\/peter-burg.de\/wordpress\/"},{"@type":"WebPage","@id":"https:\/\/peter-burg.de\/wordpress\/wadgasser-geistliche\/peter-lafontaine\/predigten#webpage","url":"https:\/\/peter-burg.de\/wordpress\/wadgasser-geistliche\/peter-lafontaine\/predigten","name":"Predigten - Peter Burg Werke","description":"Herr, unser Gott! Vom Pilgerweg unseres Lebens aus schauen wir auf zu dir. Wir m\u00f6chten dir unsere Gebete darbringen f\u00fcr alle \u00e4lteren Menschen:","inLanguage":"de-DE","isPartOf":{"@id":"https:\/\/peter-burg.de\/wordpress\/#website"},"breadcrumb":{"@id":"https:\/\/peter-burg.de\/wordpress\/wadgasser-geistliche\/peter-lafontaine\/predigten#breadcrumblist"},"datePublished":"2012-03-28T07:01:38+02:00","dateModified":"2015-05-14T13:55:23+02:00"},{"@type":"WebSite","@id":"https:\/\/peter-burg.de\/wordpress\/#website","url":"https:\/\/peter-burg.de\/wordpress\/","name":"Peter Burg Werke","inLanguage":"de-DE","publisher":{"@id":"https:\/\/peter-burg.de\/wordpress\/#organization"}}]},"og:locale":"de_DE","og:site_name":"Peter Burg Werke -","og:type":"article","og:title":"Predigten - Peter Burg Werke","og:description":"Herr, unser Gott! Vom Pilgerweg unseres Lebens aus schauen wir auf zu dir. Wir m\u00f6chten dir unsere Gebete darbringen f\u00fcr alle \u00e4lteren Menschen:","og:url":"https:\/\/peter-burg.de\/wordpress\/wadgasser-geistliche\/peter-lafontaine\/predigten","article:published_time":"2012-03-28T06:01:38+00:00","article:modified_time":"2015-05-14T11:55:23+00:00","twitter:card":"summary_large_image","twitter:title":"Predigten - Peter Burg Werke","twitter:description":"Herr, unser Gott! Vom Pilgerweg unseres Lebens aus schauen wir auf zu dir. Wir m\u00f6chten dir unsere Gebete darbringen f\u00fcr alle \u00e4lteren Menschen:"},"aioseo_meta_data":{"post_id":"875","title":"","description":"Herr, unser Gott! Vom Pilgerweg unseres Lebens aus schauen wir auf zu dir. Wir m\u00f6chten dir unsere Gebete darbringen f\u00fcr alle \u00e4lteren Menschen:","keywords":[{"label":"Lafontaine","value":"Lafontaine"},{"label":"Saarland","value":"Saarland"},{"label":"Wadgassen","value":"Wadgassen"},{"label":"Predigten","value":"Predigten"}],"keyphrases":null,"focus_keyword":null,"additional_keywords":null,"truseo_locale":null,"primary_term":null,"canonical_url":null,"og_title":null,"og_description":null,"og_object_type":"default","og_image_type":"default","og_image_custom_url":null,"og_image_custom_fields":null,"og_image_url":null,"og_image_width":null,"og_image_height":null,"og_video":null,"og_custom_url":null,"og_article_section":null,"og_article_tags":null,"twitter_use_og":false,"twitter_card":"default","twitter_image_type":"default","twitter_image_custom_url":null,"twitter_image_custom_fields":null,"twitter_image_url":null,"twitter_title":null,"twitter_description":null,"schema_type":"default","schema_type_options":null,"schema":{"blockGraphs":[],"customGraphs":[],"default":{"data":{"Article":[],"Course":[],"Dataset":[],"FAQPage":[],"Movie":[],"Person":[],"Product":[],"ProductReview":[],"Car":[],"Recipe":[],"Service":[],"SoftwareApplication":[],"WebPage":[]},"graphName":"WebPage","isEnabled":true},"graphs":[]},"pillar_content":false,"robots_default":true,"robots_noindex":false,"robots_noarchive":false,"robots_nosnippet":false,"robots_nofollow":false,"robots_noimageindex":false,"robots_noodp":false,"robots_notranslate":false,"robots_max_snippet":null,"robots_max_videopreview":null,"robots_max_imagepreview":"large","priority":null,"frequency":null,"local_seo":null,"limit_modified_date":false,"ai":null,"breadcrumb_settings":null,"seo_analyzer_scan_date":null,"created":"2026-09-28 23:43:37","updated":"2026-09-28 23:43:37"},"aioseo_breadcrumb":"<div class=\"aioseo-breadcrumbs\"><span class=\"aioseo-breadcrumb\">\n\t\t\t<a href=\"https:\/\/peter-burg.de\/wordpress\/\" title=\"Home\">Home<\/a>\n\t\t<\/span><span class=\"aioseo-breadcrumb-separator\">\u00bb<\/span><span class=\"aioseo-breadcrumb\">\n\t\t\t<a href=\"https:\/\/peter-burg.de\/wordpress\/wadgasser-geistliche\" title=\"Wadgasser Geistliche\">Wadgasser Geistliche<\/a>\n\t\t<\/span><span class=\"aioseo-breadcrumb-separator\">\u00bb<\/span><span class=\"aioseo-breadcrumb\">\n\t\t\t<a href=\"https:\/\/peter-burg.de\/wordpress\/wadgasser-geistliche\/peter-lafontaine\" title=\"Peter Lafontaine\">Peter Lafontaine<\/a>\n\t\t<\/span><span class=\"aioseo-breadcrumb-separator\">\u00bb<\/span><span class=\"aioseo-breadcrumb\">\n\t\t\tPredigten\n\t\t<\/span><\/div>","aioseo_breadcrumb_json":[{"label":"Home","link":"https:\/\/peter-burg.de\/wordpress\/"},{"label":"Wadgasser Geistliche","link":"https:\/\/peter-burg.de\/wordpress\/wadgasser-geistliche"},{"label":"Peter Lafontaine","link":"https:\/\/peter-burg.de\/wordpress\/wadgasser-geistliche\/peter-lafontaine"},{"label":"Predigten","link":"https:\/\/peter-burg.de\/wordpress\/wadgasser-geistliche\/peter-lafontaine\/predigten"}],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/peter-burg.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/875","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/peter-burg.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/peter-burg.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/peter-burg.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/peter-burg.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=875"}],"version-history":[{"count":6,"href":"https:\/\/peter-burg.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/875\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":2510,"href":"https:\/\/peter-burg.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/875\/revisions\/2510"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/peter-burg.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/868"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/peter-burg.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=875"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}