{"id":661,"date":"2011-12-20T12:20:09","date_gmt":"2011-12-20T11:20:09","guid":{"rendered":"http:\/\/peter-burg.de\/?page_id=661"},"modified":"2015-05-14T13:53:57","modified_gmt":"2015-05-14T11:53:57","slug":"texte","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/peter-burg.de\/wordpress\/wadgasser-geistliche\/adalbert-stummbillig\/texte","title":{"rendered":"Texte"},"content":{"rendered":"<p>Adalbert Stummbillig zum Ahnungssinn<\/p>\n<p>In: Herold des kostbaren Blutes. Provinzialat der Missionare vom Kostbaren Blute, St.-Josephs-Kolleg, Salzburg-Aigen und Pankofen (Ndb.), 40. Jg., H. 11\/12, Juli\/August 1964, S. 14.<\/p>\n<p>&lt;Artikelanfang fehlt:&gt;<\/p>\n<p>Die Beh\u00f6rden glaubten aber nicht daran, denn die Seismographen deuteten nicht im geringsten auf ein solches Ereignis hin, das dann aber doch urpl\u00f6tzlich eintrat.<\/p>\n<p>Im t\u00fcrkischen Dorfe Sekiss Kaschyk wiederum, das durch ein Erdbeben vollst\u00e4ndig zerst\u00f6rt worden war, erhielt eine Ente nach dem Wiederaufbau der Siedlung einen Gedenkstein. Das Tier hatte n\u00e4mlich die Erdst\u00f6\u00dfe fr\u00fcher gef\u00fchlt als die Einwohner des Dorfes und mitten in der Nacht derart zu schnattern begonnen, da\u00df die Bewohner der umliegenden H\u00e4user aufwachten und &#8211; instinktiv ein Unheil ahnend &#8211; nur notd\u00fcrftig bekleidet ins Freie eilten. Wenige Augenblicke sp\u00e4ter schwankte auch schon die Erde, und die Geb\u00e4ude fielen wie Kartenh\u00e4user zusammen. Vierzig Einwohner des stark mitgenommenen Dorfes hatten dank dem warnenden Geschnatter der Ente ihr Leben retten k\u00f6nnen. In der allgemeinen Aufregung hatte man leider das arme Tier vergessen. Es kam in den Tr\u00fcmmern um, und erst nach dem Wiederaufbau des zerst\u00f6rten Dorfes setzte man ihm dann in dankbarer Erinnerung ein Denkmal.<\/p>\n<p>Vor einigen Jahren zeigten die Hunde und Katzen der argentinischen Stadt San Juan eine den Einwohnern unerkl\u00e4rliche Unruhe. Sie bellten oder miauten kl\u00e4glich, kratzten an den T\u00fcren, bis man sie ins Freie hinauslie\u00df, und verweigerten vielfach sogar die gewohnte Nahrung. Schlie\u00dflich verlie\u00dfen diese Tiere, die doch sonst in bitterer Feindschaft miteinander zu leben pflegen, gemeinsam die Stadt. Als dann die ersten Erdst\u00f6\u00dfe einsetzten und die Geb\u00e4ude von San Juan wie Kartenh\u00e4user zusammenst\u00fcrzten, befand sich kein Hund und keine Katze mehr in der dem Untergang geweihten Siedlung.<\/p>\n<p>Die bekannte Erscheinung, da\u00df Ratten ein dem Untergang geweihtes Schiff fr\u00fchzeitig verlassen, kann ebenfalls nicht erkl\u00e4rt werden, denn sie ziehen es oft viele Stunden vor der Katastrophe vor, ihre schwimmende Wohnung zu verlassen. Die Seeleute behaupten zwar, die Ratten n\u00e4hmen ein Leck oder sonst irgendeine Besch\u00e4digung des Schiffes eben schneller wahr als der Mensch. Dem widerspricht aber die Erfahrung, da\u00df die Ratten auch h\u00e4ufig solche Schiffe verlassen haben, die sp\u00e4ter auf ein Riff aufliefen oder in einem Sturm scheiterten. Es kann daher nur angenommen werden, da\u00df diese Tiere eine Art sechsten Sinn besitzen, mit dem sie das Nahen einer Naturkatastrophe vorausahnen.<\/p>\n<p>Auch der Schriftleiter des Herolds hat selbst ein Ereignis von einem auffallenden Ahnungssinn eines Tieres erlebt.<\/p>\n<p>In seiner Heimat (Saarlouis) pflegte ein Mann des \u00f6fteren mit seinen Kameraden zu einem Plauderst\u00fcndchen im nahen Gasthaus zusamrnenzukommen. Sein Hund war nat\u00fcrlich immer gerne mitgegangen. Eines Tages aber hatte sich dieser treue Begleiter vor der T\u00fcr des Gasthauses aufs \u00e4u\u00dferste gestr\u00e4ubt, das Lokal zu betreten, was er sonst noch nie getan. Jaulen und Zerren bewegten schlie\u00dflich den Mann, das Tier nach Hause zu bringen. Kaum aber war er dorthin unterwegs, als ein f\u00fcrchterlicher Krach die Stra\u00dfe ersch\u00fctterte: das Gasthaus war eingest\u00fcrzt und hatte viele Opfer unter seinen Tr\u00fcmmern begraben. Hat der Hund die Gefahr des Einsturzes gewittert? Jedenfalls war er zum Retter seines Herrn geworden.<\/p>\n<p>14<\/p>\n<p>Adalbert Stummbillig, Exerzitienhaus Kleinholz Kufstein, in: 150 Jahre Missionare vom Kostbaren Blute, hrsg. Vom Provinzialat der Missionare vom Kostbaren Blute, St.-Josephs-Kolleg, Salzburg-Aigen &lt;1965&gt;, S. 47-50.<\/p>\n<p>Exerzitienhaus Kleinholz Kufstein<\/p>\n<p>&#8222;Tiefgang&#8220; &#8211; man redet heute so viel von Tiefgang, und doch sind wir so leichtlebig und viele so oberfl\u00e4chlich geworden. &#8222;Tiefgang&#8220; ist am ehesten die Devise eines Exerzitienhauses. Kleinholz bei Kufstein in Tirol ist unser Exerzitienhaus.<\/p>\n<p>Was will Kleinholz seinen Besuchern bieten?<\/p>\n<p>Unser Exerzitienhaus ist, wie schlie\u00dflich alle, eine Art spezielle Bildungsst\u00e4tte f\u00fcr jene, die es besonders ernst mit ihrer Lebensaufgabe nehmen; es will eine Hochschule sein f\u00fcr die brennendsten Fragen des menschlichen Lebens.-<\/p>\n<p>Die Kurse, die nun schon seit Jahrzehnten hier gehalten werden, sind haupts\u00e4chlich zweifacher Art: 1. Exerzitienkurse, 2. Schulungskurse.<\/p>\n<p>Die \u00a0E x e r z i t i e n k u r s e \u00a0werden gegeben &#8211; je nach den vier Naturst\u00e4nden &#8211; f\u00fcr M\u00e4nner, f\u00fcr Frauen, f\u00fcr Burschen oder f\u00fcr M\u00e4dchen. Dazu kommen noch Exerzitien f\u00fcr Priester, f\u00fcr Lehrpersonen, f\u00fcr Haush\u00e4lterinnen u. a. m. Eine neue Art, die sogenannten &#8222;S\u00fchneexerzitien&#8220;, wurde in Kleinholz von dem k\u00fcrzlich verstorbenen langj\u00e4hrigen Exerzitienleiter P. Carl Grie\u00dfer C. PP. S. eingef\u00fchrt. Diese erfreuten sich stets eines besonders zahlreichen Besuches.<\/p>\n<p>Au\u00dfer diesen Exerzitienkursen wurde auch eine Reihe von S c h u l u n g s k u r s e n \u00a0gehalten. Sie umfassen haupts\u00e4chlich die Belange des \u00f6ffentlichen, des sozialen, des beruflichen und des famili\u00e4ren Lebens. Angefangen von den Einkehrtagen f\u00fcr die schulentlassenen Buben und M\u00e4dchen, ferner den Schulungskursen f\u00fcr die Leiter der katholischen Arbeiter- oder Landjugend oder anderer Verb\u00e4nde, bis hinauf zu den Eheseminaren f\u00fcr junge Ehepaare &#8211; allen versucht man das zu geben, was ihre jeweilige Stellung von ihnen fordert. So konnte das Exerzitienhaus also gar vielen zur Gr\u00fcndung eines sozialen Wohlstandes, eines famili\u00e4ren Gl\u00fcckes oder einer pers\u00f6nlichen inneren Sicherheit beitragen. Ein Zeichen hiezu mag vielleicht sein, da\u00df j\u00e4hrlich \u00fcber 100 Ehepaare ihren Lebensbund hier im Kirchlein &#8222;Maria Hilf&#8220; schlie\u00dfen. Es d\u00fcrfte nun wohl auch von Interesse sein, die Entstehungsgeschichte von Kirche und Haus &#8222;Kleinholz&#8220; kennenzulernen.<\/p>\n<p>Die \u00e4lteste Urkunde von der Entstehung des Kirchleins sind zwei kleine Gem\u00e4lde, die heute noch in der Theresienkapelle aufbewahrt werden. Das erste zeigt Kleinholz als Wegkapellchen in den Jahren um 1590. Beim zweiten, mit der Jahreszahl 1610, ist es schon ein recht ansehnliches Gotteshaus. Beide Bilder sind wahrscheinlich von dem Maler Hilarium Duvivieux aus Paris gemalt. Es ist das \u00e4lteste Bild Tirols, das das&#8220; Kaisergebirge&#8220; darstellt.<\/p>\n<p>47<\/p>\n<p>&lt;Bild: Exerzitienhaus Kleinholz&gt;<\/p>\n<p>Da der Zustrom der Pilger zum neuen Wallfahrtskapellchen nach und nach immer gr\u00f6\u00dfer wurde, gab 1679 der Bischof von Freising (Bayern), Albrecht Sigmund, die Erlaubnis zu einem gr\u00f6\u00dferen Neubau. Nun wurde allgemein der Wunsch laut nach einem hier se\u00dfhaften Priester. Die S e r v i t e n versuchten ihr Gl\u00fcck und baten um die Bewilligung zum Bau eines anschlie\u00dfenden Kl\u00f6sterleins. Selbst der damalige Landesf\u00fcrst, Kaiser Leopold I., trat als ihr F\u00fcrsprecher ein. Dennoch blieb das Gesuch erfolglos. Zehn Jahre sp\u00e4ter erneuerten sie ihr Ansuchen. Doch die Kom-<\/p>\n<p>48<\/p>\n<p>mandanten der Festung von Kufstein erhoben Einspruch dagegen, und wiederum blieb der Wunsch nach einem Kl\u00f6sterlein unerf\u00fcllt. Schlie\u00dflich versuchten es die A u g u s t i n e r, die in Kufstein die Seelsorge innehatten. Der Kampf um die Erlaubnis wurde immer gr\u00f6\u00dfer, so da\u00df selbst die Regierung in Innsbruck an den Bischof schrieb, da\u00df &#8222;Clainholz kheine Geistliche von neten h\u00e4tte &#8230; worauf von Ihro R\u00f6misch Kayserlichen Majest\u00e4t als Landesf\u00fcrsten ao. 1685 verwilligt worden, aldorten ein Closter zu erpawen&#8220;.<\/p>\n<p>Nun brach 1703 der bayrisch-\u00f6sterreichische Krieg aus und Kleinholz wurde gro\u00dfenteils zerst\u00f6rt. Doch 1711 wurde es in seiner fr\u00fcheren Sch\u00f6nheit wiederhergestellt. Wieder war es zum Zentrum gro\u00dfer Wallfahrten geworden. Dann kam der Josephinismus und mit ihm der Sturm auf viele Kirchen und Kapellen. Auch Kleinholz sollte ihm zum Opfer fallen &#8211; es wurde zum Niederrei\u00dfen, zum Abbruch bestimmt. Doch der umliegenden Bev\u00f6lkerung gelang es, ihr liebes Wallfahrtskirchlein zu retten. Aber immer noch fehlte das gew\u00fcnschte Kl\u00f6sterlein dazu.<\/p>\n<p>Doch was durch Jahrhunderte nicht gelang, das zu erreichen hat Gott die \u00a0\u00a0\u00a0M i s s i o n a r e \u00a0\u00a0v o m \u00a0\u00a0\u00a0K o s t b a r e n\u00a0 \u00a0B l u t e\u00a0 \u00a0ausersehen. Am 14. Juli 1922 baten diese in einem Gesuch an den Erzbischof von Salzburg um die Erlaubnis zur Errichtung eines Klosters in Kleinholz. Dem Gesuch wurde sogleich stattgegeben. Und so konnte schon im Sommer 1923 der Bau f\u00fcr die Patres und f\u00fcnf Jahre sp\u00e4ter der dazwischen liegende Teil, das Exerzitienhaus, vollendet und feierlich eingeweiht werden. Das lang ersehnte und heftig umstrittene Ziel war endlich doch erreicht. Somit entstand eine neue Bl\u00fctezeit nicht nur f\u00fcr das altehrw\u00fcrdige WallfahrtskirchIein &#8222;Maria Hilf&#8220;, sondern vor allem begann zugleich durch das neue stattliche Exerzitienhaus eine neue \u00c4ra zu tieferer Religiosit\u00e4t und zu christlicher Schulung unz\u00e4hliger Menschen aus Tirol und Bayern und dem ganzen deutschen Sprachgebiet. Der Erbauer, P. Emil Kofler C. PP. S., selber ein Tiroler, hatte diesem marianischen Kloster den Namen &#8222;K\u00f6nigin der Berge&#8220; gegeben. Der Bauplan war von Prof. Clemens Holzmeister, dem ber\u00fchmtesten Architekten \u00d6sterreichs, entworfen worden.<\/p>\n<p>Das Exerzitienhaus bietet Platz bis zu 50 Exerzitanten. K\u00fcche und Bedienung wird von Ordensschwestern besorgt. Ein gro\u00dfer Park und Garten gew\u00e4hren Erholung in frischer Alpenluft. An zwei Orten, in der Kirche und in der Kapelle, wird st\u00e4ndig das Allerheiligste aufbewahrt. F\u00fcr Priesterexerzitien stehen viele Alt\u00e4re zur Ver-.<\/p>\n<p>49<\/p>\n<p>f\u00fcgung. &#8211; Jeder Besucher empfindet hier vor allem die wohltuende Ruhe, denn das Haus liegt, obwohl zur Stadt geh\u00f6rig (12 Minuten vom Bahnhof Kufstein) dennoch in l\u00e4ndlicher Umgebung.<\/p>\n<p>So ist also das Exerzitienhaus Kleinholz ein Ruheplatz f\u00fcr den Leib und ein wichtiger Arbeitsplatz f\u00fcr unsere Seele.<\/p>\n<p>M\u00f6ge die Muttergottes von Kleinholz ihrer Kirche und ihrem Kloster auch weiterhin eine treusorgende &#8222;Maria Hilf&#8220; bleiben!<\/p>\n<p>P. Adalbert Stummbillig<\/p>\n<p>Herold des kostbaren Blutes. Provinzialat der Missionare vom Kostbaren Blute, St.-Josephs-Kolleg, Salzburg-Aigen und Pankofen (Ndb.)<\/p>\n<p>Adalbert Stummbillig, Zeitschrift &#8222;Herold des Kostbaren Blutes&#8220;, in: 150 Jahre Missionare vom Kostbaren Blute, hrsg. Vom Provinzialat der Missionare vom Kostbaren Blute, St.-Josephs-Kolleg, Salzburg-Aigen &lt;1965&gt;, S. 54-56.<\/p>\n<p>Zeitschrift \u201eHerold des Kostbaren Blutes\u201c<\/p>\n<p>\u201eDie Presse ist die erste Macht der Welt.\u201c (Pius XI.)<\/p>\n<p>Die Rotationsmaschine ist zur Beherrscherin der Welt geworden. Sie druckt das Geld &#8211; sie beeindruckt und lenkt das \u00f6ffentliche Denken und Handeln, sei es in Bild oder in Buchstaben. Darf darum das katholische Ideengut, oder noch deutlicher gesagt, das Wort Gottes von diesem Machtmittel ausgeschlossen sein?<\/p>\n<p>Dem Befehl: &#8222;Lehret alle V\u00f6lker!&#8220; will auch der &#8222;Herold&#8220; in seinen Grenzen und M\u00f6glichkeiten dienen. Mag er im gro\u00dfen Bl\u00e4tterwald auch nur ein bescheidenes B\u00e4umlein sein, so \u00fcberfl\u00fcgelt er schlie\u00dflich doch in seiner Zielsetzung und seinem inneren Wert die Millionenauflagen von Schmutz und Schund &#8211; denn mit den Zielen w\u00e4chst das Sein. Darum d\u00fcrfen und m\u00fcssen wir Unbekannte vom Herold an unsere Sendung glauben.<\/p>\n<p>Was ist nun die Sendung, der Auftrag des Herold?<\/p>\n<p>Im 1. Heft des 1. Jahrganges schreibt der Gr\u00fcnder des Herold, P. Emil Kofler: \u00a0&#8222;Warum diese Zeitschrift? &#8211; Der heilige Caspar del Bufalo war ein besonderer Verehrer des Kostbaren Blutes. Im gleichen Geiste will auch diese Zeitschrift wirken. Ihr Haupt- und Endziel soll die Heiligung der Seelen sein, ihr besonderes Mittel hierzu die Pflege der Andacht zum Kostbaren Blute.&#8220; &#8211; Mit diesen Worten ist das Hauptziel des Herold angedeutet. Darum haben wir uns bem\u00fcht, mit jedem Heft dem Kostbaren Blute zu dienen, angefangen von den Abla\u00dfgebeten, die wir zum Gemeingut unserer Leser zu machen suchten, bis zu den gr\u00f6\u00dferen Berichten, Artikeln und Aufs\u00e4tzen. Die Julinummer steht allj\u00e4hrlich ganz unter dem Thema des Kostbaren Blutes.<\/p>\n<p>Ein weiterer Zweck unserer Zeitschrift ist das immer weitere Bekanntmachen unserer Kongregation. &#8222;Propaganda&#8220; nennt es die Moderne, und sie kennt dessen Zug- und Schlagkraft aus hundertf\u00e4ltiger Erfahrung und Statistik. Wohl die meisten religi\u00f6sen Genossenschaften haben ihre eigene Zeitschrift, die von der T\u00e4tigkeit ihrer Mitglieder berichtet und den Kontakt mit deren Bekannten und Unbekannten aufnimmt und erh\u00e4lt. Wer sich f\u00fcr die Missionare vom Kostbaren Blute zu interessieren w\u00fcnscht, dem wirst du vielleicht als erstes einen Herold in die Hand dr\u00fccken. Ja, &#8222;Propaganda ist das halbe Leben&#8220; &#8211; auch im religi\u00f6sen Forum und in ihrer aktiven Publizit\u00e4t.<\/p>\n<p>Die Deutsche Provinz C. PP. S. hat mit der \u00dcbernahme der Urwaldmission am Xingu einen mutigen und gewagten Schritt getan. Doch das Wort &#8222;Indianermission&#8220; z\u00fcndet<\/p>\n<p>54<\/p>\n<p>bei jung und alt zu h\u00f6chstem Interesse. Wenn auch schon etliche kleinere und gr\u00f6\u00dfere Schriften \u00fcber Xingu und Amazonas von unseren Patres ver\u00f6ffentlicht worden sind, so ist doch der &#8222;best\u00e4ndige Tropfen&#8220; schlie\u00dflich nur unser &#8222;Herold&#8220;, der in den regelm\u00e4\u00dfigen Berichten &#8222;Brasilienmission&#8220; dem riskanten und brisanten Leben &#8222;von dr\u00fcben&#8220; ein wirklicher Herold ist, und dies in Wort und Bild.<\/p>\n<p>Der Herold soll aber auch einen dokumentarischen Wert besitzen. Er ist die Chronik vom Werden und Wirken unserer Provinz, die doch die j\u00fcngste unserer Kongregation ist. Wenn ein kommender Chronist das Leben unserer Kongregation schreiben will, wird er besonders auf den Herold zur\u00fcckgreifen. Solche &#8222;Lebensberichte&#8220; erschienen schon in den ersten Jahren der Provinz, damals noch unter der \u00dcberschrift &#8222;Aus dem Tagebuch eines Z\u00f6glings&#8220;, heute teilweise unter dem Titel &#8220; &#8230; und dann wurde ich Missionar vom Kostbaren Blute&#8220;. Der Herold ist also gleichsam der Lauffilm unserer Gemeinschaft.<\/p>\n<p>Die Chronik darf nat\u00fcrlich nur einen kleinen Teil der Spalten ausmachen. Aufgabe einer religi\u00f6sen Zeitschrift ist schlie\u00dflich die Verk\u00fcndung des Wortes Gottes. Darum ist die Tendenz unserer meisten Artikel die Ausrichtung auf Gott. Seien es nun Artikel, deren offener tragender Tenor Gott oder die Kirche ist, oder sei dies nur in der Quintessenz aufscheinend.<\/p>\n<p>Einen breiten Raum f\u00fcllen nat\u00fcrlich der belehrende und besonders der unterhaltende Teil aus, die ja versuchen, &#8222;jedem das Seine zu geben&#8220;. Interessantes, in popul\u00e4rer Form geboten, sichert dem Herold sein verdientes Niveau.<\/p>\n<p>Einer der sch\u00f6nsten Existenzgr\u00fcnde des Herold d\u00fcrfte wohl sein, freundschaftliche Verbindung zwischen uns Missionaren und den Tausenden von bekannten und unbekannten Lesern zu kn\u00fcpfen &#8211; den Freunden ein st\u00e4ndiger Gru\u00df, den Fremden ein wohlwollendes Wort. Es hat sich gezeigt, da\u00df zuweilen zwischen Heroldlesern und Missionaren ein freundschaftliches &#8222;Du&#8220; sich angekn\u00fcpft hat, da\u00df es dadurch nicht nur zu einem materiellen Helfen, sondern auch zur Ermunterung f\u00fcr jene auf einsamen Posten gekommen ist. Die Gebete und Opfer, die sich anschlossen, kennt nat\u00fcrlich Gott allein.<\/p>\n<p>Mit diesen wenigen Strichen glauben wir die Wesensaufgabe unserer Zeitschrift gekennzeichnet zu haben. 1925 (Juli) gegr\u00fcndet, darf der Herold also in diesem Jahr sein 40. Lebensjubil\u00e4um begehen. Seine 15 Schriftleiter haben versucht, ihren Lesern das Beste zu bieten. Ob es wohl immer gegl\u00fcckt ist? Die vielen anerken-<\/p>\n<p>55<\/p>\n<p>nenden Dankesschreiben und die jahrzehntelange Treue lassen ein g\u00fcnstiges Urteil zu.<\/p>\n<p>So lautet also unser einfacher und um so herzlicher Jubil\u00e4umswunsch: Gott segne Leser und Schreiber!<\/p>\n<p>Schriftleiter P. Adalbert Stummbillig<\/p>\n<p><a title=\"Texte von und zum Missionar\" href=\"https:\/\/peter-burg.de\/wordpress\/wadgasser-geistliche\/adalbert-stummbillig\" target=\"_self\">Mehr zu Adalbert Stummbillig<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Adalbert Stummbillig zum Ahnungssinn In: Herold des kostbaren Blutes. Provinzialat der Missionare vom Kostbaren Blute, St.-Josephs-Kolleg, Salzburg-Aigen und Pankofen (Ndb.), 40. 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