{"id":163,"date":"2011-03-22T12:21:54","date_gmt":"2011-03-22T11:21:54","guid":{"rendered":"http:\/\/peter-burg.de\/?page_id=163"},"modified":"2015-05-25T01:10:37","modified_gmt":"2015-05-24T23:10:37","slug":"robert-schuman","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/peter-burg.de\/wordpress\/pierre-lorson-sj-texte\/robert-schuman","title":{"rendered":"Robert Schuman"},"content":{"rendered":"<p>Robert Schuman und Pierre Lorson:<\/p>\n<p>Pr\u00e4sentation des Beitrages \u201eEs geht darum, eine neue Kathedrale zu bauen\u201c. Robert Schuman pr\u00e4sentiert Pater Lorsons Europakonzept\u201c in der Zeitschrift f\u00fcr die Geschichte des Saarlandes, Band 61, 2013, in der Buchhandlung Pieper, Saarlouis, Gro\u00dfer Markt, am 25. April 2014.<\/p>\n<h3>Erfahrungsraum und Erwartungshorizont in den Europaentw\u00fcrfen von Robert Schuman und Pater Lorson<\/h3>\n<p>Meine Damen und Herren,<\/p>\n<p>ich bedanke mich bei den Vorstandsmitgliedern des Historischen Vereins, dass sie meinen Aufsatz in der renommierten Vereinszeitschrift publiziert haben und mir die Gelegenheit zur Pr\u00e4sentation geben. Ich werde mich in der Pr\u00e4sentation auf besonders bemerkenswerte Aspekte beschr\u00e4nken, die zum Lesen des Textes anregen m\u00f6gen. Zun\u00e4chst m\u00f6chte ich aber etwas zu meinem pers\u00f6nlichen Weg zum Thema sagen. Ankn\u00fcpfen kann ich an die Ank\u00fcndigung zu dieser Veranstaltung. Die Angabe meines Geburts- und Herkunftsortes Friedrichweiler hat mich \u00fcberrascht, lebe und arbeite ich doch seit fast vier Jahrzehnten im westf\u00e4lischen M\u00fcnster. Doch der Verweis auf das 1000-Seelendorf, einen Ortsteil in der Gemeinde Wadgassen, enth\u00e4lt in der Tat die Erkl\u00e4rung f\u00fcr die Besch\u00e4ftigung mit Pater Lorson, dem aus dem Nachbarort Differten stammenden Jesuiten. Sein Name Lorson verweist auf genealogische Wurzeln in Friedrichweiler, das manche scherzhaft \u201eLorsonville\u201c nennen. Personen namens \u201ePeter Lorson\u201c d\u00fcrfte es dort gut und gerne f\u00fcnfzig gegeben haben.<\/p>\n<p>Peter Lorson, der Jesuitenpater, verwandelte sich in seinem abenteuerlichen und h\u00f6chst bewegten Leben in einen Pierre Lorson. Er kehrte \u2013 auch in seinem Selbstverst\u00e4ndnis \u2013 zu seinen noch \u00e4lteren Wurzeln, den franz\u00f6sischen zur\u00fcck. Dabei verlor ihn sein Heimatdorf weitestgehend aus dem Blick. Mein Interesse und meine Neugier galten dem unbekannten Nachbarn, den die Erinnerungskultur im Vergleich zu der des Wadgasser Heimatdichters Johannes Kirschweng deutlich vernachl\u00e4ssigt hatte. Zum einen brachten ihn die Annahme der franz\u00f6sischen Staatsb\u00fcrgerschaft und sein kritisches Deutschlandbild in den Ruf eines Vaterlandsverr\u00e4ters, zum anderen bestanden f\u00fcr die Rezeption seiner gr\u00f6\u00dftenteils in Franz\u00f6sisch geschriebenen Schriften Sprachbarrieren. Ich gewann den Eindruck, dass ein Nachholbedarf in der Erinnerungsarbeit an Pater Lorson existierte. So entstand die Biographie des \u201eSaar-Franzosen\u201c, die vor drei Jahren erschienen ist.<\/p>\n<p>Jahrelange Recherchen gingen dieser Publikation voraus. Im Zuge dieser Recherchen gelangten unerwartet Juwelen ans Tageslicht. Dazu rechne ich Robert Schumans Vorwort zu Pater Lorsons Europabuch, das im Mittelpunkt meines Aufsatzes steht und in der Zeitschrift in deutscher \u00dcbersetzung abgedruckt ist. Die handschriftliche Fassung des Vorworts befand sich im Nachlass des Archivs der Jesuiten in Paris. Es war nicht das einzige Juwel im Nachlass. Hier befand sich des Weiteren ein als verschollen geltender, gehaltvoller Originalbrief von Thomas Mann, in dem sich der Dichter f\u00fcr eine Besprechung seines \u201eDoktor Faustus\u201c bedankt. Um den ber\u00fchmten Theologen Romano Guardini hat sich Pater Lorson durch Werk\u00fcbersetzungen ins Franz\u00f6sische verdient gemacht. Allerdings wurde seine vor dem Zweiten Weltkrieg verfasste mutige Schrift \u201eDer Christ gegen\u00fcber dem Rassismus\u201c, die unter einem Pseudonym erschienen ist, Guardini zugeschrieben. Diesen Irrtum auszur\u00e4umen, ist mir bislang nur zum Teil gelungen \u2013 in Deutschland. Von landesgeschichtlichem Interesse war die Entdeckung und Auswertung eines Artikel von Pater Lorson zu Johannes Kirschweng, die gleichfalls zu einer Publikation in der Zeitschrift f\u00fcr die Geschichte der Saargegend gef\u00fchrt hat. Ein ungehobener landesgeschichtlicher Schatz stellen schlie\u00dflich noch die Briefe von Josef Probst dar, wie Pater Lorson ein fr\u00fcher Anh\u00e4nger der Pax Christi, dessen Wirkung weit \u00fcber das Saarland hinausreichte. Ein im vorletzten Band der Zeitschrift erschienener Aufsatz von Franz Josef Sch\u00e4fer zur katholischen Friedensbewegung handelt auch von Probst.<\/p>\n<p>Nun zu Robert Schuman und Pater Lorson. Warum ist in Robert Schumans Vorwort ein Juwel zu sehen? Weil es sich um eine bis dato unentdeckte, seltene und gehaltvolle Quelle handelt. Das Vorwort befindet sich in einem wenig verbreiteten Buch, in westeurop\u00e4ischen Bibliotheken ist Pater Lorsons Europabuch elfmal, davon in Deutschland dreimal und in Frankreich viermal, in \u00dcbersee siebenmal nachgewiesen. In Literaturverzeichnissen zu Robert Schuman wird Pierre Lorson nicht als Verfasser des Buches identifiziert, man \u00fcbernimmt als Autornamen das Pseudonym Ren\u00e9 Baltus. Der Begleitbrief zum Vorwort ist noch nie gedruckt worden. Das projizierte Original haben au\u00dfer Ihnen nur ganz wenige Personen bislang gesehen.<\/p>\n<p>Das Vorwort stellt Pater Lorsons Europakonzept konzentriert auf zwei Druckseiten vor, so dass ich es als Leitfaden f\u00fcr dessen Ausf\u00fchrungen nutzen konnte. F\u00fcr meine Pr\u00e4sentation des Aufsatzes in der ZGS scheinen mir die Leitbegriffe \u201eErfahrungsraum und Erwartungshorizont\u201c, die ein ber\u00fchmter Historiker gepr\u00e4gt hat, geeignet zu sein. Die Geltung dieser Kategorien l\u00e4sst sich bei den vorgestellten Pers\u00f6nlichkeiten (Schuman und Lorson) in vorz\u00fcglicher Weise exemplifizieren. Ihre Positionen erkl\u00e4ren sich aus ihren Lebenserfahrungen, und aus diesen Erfahrungen haben sie Lehren f\u00fcr die Zukunft gezogen, insbesondere f\u00fcr die Zukunft Europas.<\/p>\n<p>F\u00fcr diese M\u00e4nner der Grenze, wie sie sich selbst charakterisieren, stellten die beiden Weltkriege Schl\u00fcsselerlebnisse dar. Peter Lorson, an dem ich diese schicksalhafte Pr\u00e4gung beispielhaft veranschauliche, trat ein Jahr nach Ausbruch des Ersten Weltkrieges, mit 17 Jahren, als Novize in den Jesuitenorden der franz\u00f6sischen Ordensprovinz Champagne ein, die eine Ausbildungsstelle im belgischen Antoing unterhielt. Der Krieg leitete bei ihm \u00e4hnlich wie bei Robert Schuman ein Abr\u00fccken vom politischen Deutschland ein. In dem abgeschiedenen Zirkel des Noviziats begann er von franz\u00f6sischen Mitsch\u00fclern umgeben seine Identit\u00e4t zu verbergen. Er firmierte mit dem Einverst\u00e4ndnis seiner Lehrer als Elsass-Lothringer. Der Zwang zum Versteckspiel und die Notl\u00fcgen bedr\u00fcckten ihn damals und sp\u00e4ter sein ganzes Leben lang.<\/p>\n<p>Peter Lorson war als Novize des Jesuitenordens auf dem Weg in ein spirituelles Leben, als ihn das innerlich ferne Vaterland in die raue Wirklichkeit hineinstie\u00df und zum Milit\u00e4rdienst einberief. Der nach seiner physischen und psychischen Verfassung wehruntaugliche Novize erlebte widerw\u00e4rtige, aber auch wohlwollende und geistig hoch stehende Kameraden und Vorgesetzte im deutschen Milit\u00e4r. Mitten im Ersten Weltkrieg konnte er sein Noviziat beenden. Ein deutscher Milit\u00e4rgeistlicher nahm die Gel\u00fcbde der Demut, der Keuschheit und des Gehorsams ab.<\/p>\n<p>Wahrscheinlich bedurfte es einige Jahre sp\u00e4ter keines gro\u00dfen Zuredens seitens der Ordensoberen \u2013 wenn \u00fcberhaupt \u2013, um Peter zu veranlassen, die franz\u00f6sische Staatsb\u00fcrgerschaft zu beantragen. Im Jahre 1927 vollzog er auch de jure den Schritt, den er de facto bereits Jahre zuvor gemacht hatte.<\/p>\n<p>Zu Beginn des Zweiten Weltkrieges wurde Pierre Lorson, wie er sich in Frankreich nannte, zum franz\u00f6sischen Milit\u00e4r eingezogen, wo er anfangs als Sanit\u00e4ter, dann als Geistlicher im Offiziersrang zum Einsatz kam. Er suchte in Vortr\u00e4gen, Ansprachen und Predigten den Widerstandsgeist der Franzosen gegen die deutschen Angreifer zu st\u00e4rken, indem er deren menschenverachtende Weltanschauung anprangerte. Nach der franz\u00f6sischen Niederlage im Blitzkrieg tauchte in S\u00fcdfrankreich unter. In Nizza verfasste er ein Buch, das f\u00fcr eine innere Erneuerung und eine Revitalisierung der Franzosen im christlich-marianischen Geiste warb und das sich der Literatur des Widerstands zuordnen l\u00e4sst.<\/p>\n<p>Das Erlebnis der beiden Weltkriege und die Nazidiktatur bildeten den Erfahrungsraum, auf dessen Hintergrund sich der Erwartungshorizont der Nachkriegsordnung ausgestaltete. \u201eEs ist der Geist, der das Werk des neuen Europa mit Leben erf\u00fcllt\u201d, erkl\u00e4rte Robert Schuman im Vorwort von Pater Lorsons Europabuch. Dass der Jesuit den Akzent auf die spirituellen Aspekte legte, fand Schumans Beifall: Institutionen reichten nicht, die Schaffung eines europ\u00e4ischen Geistes, eines Gemeinschaftssinnes sei fundamental wichtig.<\/p>\n<p>&#8222;F\u00fcr ein europ\u00e4isches Bewusstsein&#8220; pl\u00e4dierten Schuman wie Lorson, beide auf der Grundlage einer christlichen \u00dcberzeugung. Die Ermutigung der europ\u00e4ischen Einheitsbewegung durch die Kirche ergab sich f\u00fcr sie aus dem Auftrag von Christus, alle Nationen zu evangelisieren. Was sich aus dem Christentum ableiten l\u00e4sst, konnte nach ihrer \u00dcberzeugung nicht dem Moralbewusstsein widersprechen. Das war die Grundlage eines weltumfassenden pazifistischen Denkens.<\/p>\n<p>Kosmopolitische Entw\u00fcrfe stehen bei Pater Lorson neben pragmatischen Forderungen wie der eines verbindlichen Bilinguismus. In einer Begrenzung auf die Beherrschung nur einer, der nationalen Sprache sieht er ein schweres Hindernis auf dem Wege der kulturellen und spirituellen Einigung Europas. Zwei Sprachen, so meint er, sind von Kindern mit Leichtigkeit zu erlernen. Beispiele f\u00fcr das spielerische Erlernen zweier Sprachen sind f\u00fcr ihn die zahlreichen zweisprachigen V\u00f6lker. Welche Sprache sollte es sein? Pater Lorson schl\u00e4gt vor, Engl\u00e4nder lernen Franz\u00f6sisch, Franzosen Englisch, alle anderen Franz\u00f6sisch oder Englisch. Das Thema des Bilingiuismus sollte der Europarat seiner Meinung nach in sein Programm aufnehmen, anschlie\u00dfend ein Referendum in Europa stattfinden. Das w\u00fcrde der Einheit Europas und dem Frieden dienen.<\/p>\n<p>Mit der Bedeutung von Geist und Bewusstsein f\u00fcr die europ\u00e4ische Einheit befasste sich Pater Lorson bereits 1949 in einem Projekt zur Schaffung einer europ\u00e4ischen Universit\u00e4t, f\u00fcr deren Standort er \u2013 hier kommt ohne Zweifel seine saarl\u00e4ndische Herkunft zum Tragen \u2013 die eben erst gegr\u00fcndete Saarbr\u00fccker Universit\u00e4t vorschlug. In seinem Projekt f\u00fchrt er aus, alle Gr\u00fcnde zur Schaffung eines vereinten Europa, die die Politiker in der ersten Sitzung des Europarates in Stra\u00dfburg formuliert h\u00e4tten, w\u00fcrden auch f\u00fcr die Einrichtung einer europ\u00e4ischen Universit\u00e4t gelten. Diese Universit\u00e4t soll Europa, dem die Politiker und \u00d6konomen einen K\u00f6rper geben, eine Seele verleihen. Ein K\u00f6rper ohne Seele zerfalle schnell. Wenn man den K\u00f6rper k\u00fcnstlich am Leben halte, w\u00e4re er etwas Mechanisches, ein Roboter, der seine Rolle zur Befriedigung lebendiger und geistiger Wesen, um die es sich bei den Menschen handelt, nicht erf\u00fcllen k\u00f6nne. Eine europ\u00e4ische Universit\u00e4t sei eine treibende Kraft im Prozess der europ\u00e4ischen Einigung. Damit wies er der jungen Ausbildungsst\u00e4tte in Saarbr\u00fccken, das nach seinem Konzept die Hauptstadt eines selbst\u00e4ndigen Saarlandes auf der Basis eines Europa-Statuts sein sollte, eine ganz herausragende Rolle zu.<\/p>\n<p>Um Pater Lorson Wirken f\u00fcr Europa einzuordnen, kann auf das Titelzitat zur\u00fcckgegriffen werden: \u201eEs geht darum, eine neue Kathederale zu bauen\u201d. Eine Kathedrale ist f\u00fcr ihn das Musterbeispiel eines Teamworks. Im Falle Europas umfasst das Team ganze V\u00f6lker, die an diesem Bau, um im Bilde zu bleiben, als Handlanger, Vorarbeiter, Bauleiter oder Architekten, also mit einer unterschiedlich gro\u00dfen Kompetenz und Verantwortung, mitarbeiten. W\u00e4hrend Robert Schuman auf der Entscheidungsebene t\u00e4tig war, geh\u00f6rte Pater Lorson zu den Vorarbeitern. Pater Lorson, der Saar-Franzose, war als Mann der zweiten Reihe Hilfsarbeiter der Geschichte. M\u00e4nnern wie ihm ist die Popularisierung der Europaidee zu verdanken. Das wusste Robert Schuman als einer der Baumeister Europas zu sch\u00e4tzen. Mit seinem Vorwort unterst\u00fctzte und honorierte er einen verdienten Aktivisten der Europa- und der Friedensbewegung, einen geb\u00fcrtigen Saarl\u00e4nder, der mit seinem Konzept zun\u00e4chst die Franzosen gewinnen wollte.<\/p>\n<p>Seine deutsche Herkunft hat aber dazu gef\u00fchrt, dass er nolens volens sein Publikum heute mehr in seiner Heimat als in der Wahlheimat findet. Seinen Wunschvorstellungen entspricht jedoch, obwohl oder weil Mann der Grenze, ein grenz\u00fcberschreitendes allumfassendes, ein universales Publikum.<\/p>\n<p>Was k\u00f6nnen Sie von der Lekt\u00fcre des Aufsatzes \u00fcber Robert Schuman und Pater Lorson erwarten? Einen Eindruck von der hoffnungsvollen und willensstarken Aufbruchsstimmung in Richtung Europa um 1950 und von der starken christlichen Pr\u00e4gung der Protagonisten, zu finden sind heute noch g\u00fcltige Denkanst\u00f6\u00dfe, darunter der Hinweis auf die heute nach wie vor eminente Bedeutung eines europ\u00e4ischen Bewu\u00dftseins.<\/p>\n<p>Aufsatz abgedruckt in der ZGS 61, 2013\/2014.<\/p>\n<h3>\u201eI\u2019l s\u2019agit de b\u00e2tir une nouvelle cath\u00e9drale\u201d<\/h3>\n<h4>Pater Lorsons Europakonzept am Leitfaden eines Vorworts von Robert Schuman<\/h4>\n<p><strong><span style=\"text-decoration: underline;\"> <\/span><\/strong><\/p>\n<p>Inhaltsverzeichnis:<\/p>\n<p><strong>Einleitung<\/strong><\/p>\n<p><strong><span style=\"text-decoration: underline;\">I. \u201eM\u00e4nner der Grenze\u201c<\/span><\/strong><\/p>\n<p>\u201cRen\u00e9 Baltus, qui, lui aussi, est un homme de la fronti\u00e8re, particuli\u00e8rement ouvert \u00e0 ces probl\u00e8mes\u201d (Schuman).<\/p>\n<p><strong><span style=\"text-decoration: underline;\">II. <\/span><\/strong><strong><span style=\"text-decoration: underline;\">Zeitdiagnose<\/span><\/strong><\/p>\n<p>\u201eL\u2019Europe est \u00e0 l\u2019ordre du jour\u201d (Schuman).<\/p>\n<p><strong><span style=\"text-decoration: underline;\">III. Geschichtliche Grundlagen<\/span><\/strong><\/p>\n<p>\u201cL\u2019Europe n\u2019est pas une d\u00e9couverte; depuis des si\u00e8cles, elle a exist\u00e9\u201d (Schuman).<\/p>\n<p><strong><span style=\"text-decoration: underline;\">IV. Programmatik<\/span><\/strong><\/p>\n<p>\u201eC\u2019est l\u2019esprit qui fera vivre l\u2019\u0153uvre de la nouvelle Europe\u201d (Schuman).<\/p>\n<ol>\n<li>Ziele f\u00fcr Europa<\/li>\n<li>Maximen der europ\u00e4ischen Einheit<\/li>\n<li>Modalit\u00e4ten<\/li>\n<li>Hindernisse<\/li>\n<li>Mittel und Methoden<\/li>\n<li>Verfassung und B\u00fcrgerrecht<\/li>\n<\/ol>\n<p><strong><span style=\"text-decoration: underline;\">V. Realisation<\/span><\/strong><\/p>\n<p>\u201cIl met l\u2019accent surtout sur les aspects spirituels, sans n\u00e9gliger ni les t\u00e2ches concretes ni les realisations ou les projets en cours\u201d (Schuman).<\/p>\n<ol>\n<li>\u201eNaissance de l\u2019Europe \u00e0 Strasbourg?\u201c[1]<\/li>\n<li>\u201eEuropa des Vatikans?\u201c[2]<\/li>\n<li>Das Projekt einer Europ\u00e4ischen Politischen Gemeinschaft<\/li>\n<li>\u201eDroits de l\u2019Homme\u201c im Europarat[3]<\/li>\n<\/ol>\n<p><strong>Res\u00fcmee<\/strong><\/p>\n<p><strong>Druck des Aufsatzes in: Zeitschrift f\u00fcr die Geschichte der Saargegend, Ausgabe 61, 2013, Saarbr\u00fccken 2014, S. 103-152.<\/strong><\/p>\n<p><strong><br \/>\n<\/strong><\/p>\n<hr size=\"1\" \/>\n<div>\n<p>[1] Pierre Lorson, Naissance de l\u2019Europe \u00e0 Strasbourg? La premi\u00e8re session du Conseil de l\u2019Europe, in: \u00c9tudes 1949, Bd. 263, S. 240-251.<\/p>\n<\/div>\n<p>[2] Paulinus 1952, Nr. 41, 12.10.1952, S. 9f.: Brief aus Stra\u00dfburg. Die ersten Gehversuche Europas \u2013 \u201eEuropa des Vatikans?\u201c \u2013 Kardinal Tisserant in der Beratenden Versammlung.<\/p>\n<p>[3] \u00c9tudes 1953, Bd. 279, S. 254-256: Droits de l\u2019Homme et bilinguisme \u00e0 Strasbourg.<\/p>\n<h4>Anhang zum Aufsatz im franz\u00f6sischen Originaltext<\/h4>\n<p><strong style=\"mso-bidi-font-weight: normal;\"><em style=\"mso-bidi-font-style: normal;\"><span style=\"text-decoration: underline;\"><span style=\"mso-ansi-language: FR;\" lang=\"FR\">Brief Robert Schumans<\/span><\/span><\/em><\/strong><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-left: 2.0cm; line-height: 150%;\"><span style=\"mso-ansi-language: FR;\" lang=\"FR\"> <\/span><\/p>\n<p><span style=\"mso-ansi-language: FR;\" lang=\"FR\"> Assembl\u00e9e Nationale<a style=\"mso-footnote-id: ftn1;\" title=\"Fu\u00dfnote 1\" name=\"_ftnref1\" href=\"#_ftn1\"><span class=\"MsoFootnoteReference\"><span style=\"mso-special-character: footnote;\"><span class=\"MsoFootnoteReference\"><span style=\"font-size: 12.0pt; font-family: &amp;amp;amp; mso-fareast-font-family: &amp;amp;amp; mso-ansi-language: FR; mso-fareast-language: DE; mso-bidi-language: AR-SA;\" lang=\"FR\">[1]<\/span><\/span><\/span><\/span><\/a><\/span><\/p>\n<p><span style=\"mso-ansi-language: FR;\" lang=\"FR\"><span style=\"mso-spacerun: yes;\"> <\/span>Paris, le 7 Nov. 53<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-left: 2.0cm; line-height: 150%;\"><span style=\"mso-ansi-language: FR;\" lang=\"FR\"> <\/span><\/p>\n<p><span style=\"mso-ansi-language: FR;\" lang=\"FR\"> Mon R\u00e9v. P\u00e8re,<\/span><span style=\"mso-ansi-language: FR;\" lang=\"FR\"> <\/span><\/p>\n<div>\n<p><span style=\"mso-ansi-language: FR;\" lang=\"FR\">ci-joint la petite pr\u00e9face promise. J\u2019esp\u00e8re qu\u2019elle ne vous d\u00e9cevra pas trop.<\/span><span style=\"mso-ansi-language: FR;\" lang=\"FR\"> <\/span><span style=\"mso-ansi-language: FR;\" lang=\"FR\"> <\/span><span style=\"mso-ansi-language: FR;\" lang=\"FR\"> <\/span><\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><span style=\"mso-ansi-language: FR;\" lang=\"FR\">Votre ouvrage, malgr\u00e9 l\u2019abondance croissante de cette litt\u00e9rature europ\u00e9enne, sera le bien-venu.<\/span><span style=\"mso-ansi-language: FR;\" lang=\"FR\"> <\/span><\/p>\n<\/div>\n<p><span style=\"mso-ansi-language: FR;\" lang=\"FR\">Respectueusement votre<\/span><\/p>\n<p><span style=\"mso-ansi-language: FR;\" lang=\"FR\">Schuman<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-left: 2.0cm; line-height: 150%;\"><span style=\"mso-ansi-language: FR;\" lang=\"FR\"> <\/span><\/p>\n<p><span style=\"mso-ansi-language: FR;\" lang=\"FR\">J\u2019ai constat\u00e9 dans des conversations priv\u00e9es que votre arrangement est d\u00e9j\u00e0 perc\u00e9 \u2013 non sp\u00e9cialement \u00e0 propos de cet ouvrage encore ignor\u00e9.<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-left: 2.0cm; line-height: 150%;\"><span style=\"mso-ansi-language: FR;\" lang=\"FR\"> <\/span><\/p>\n<p><strong style=\"mso-bidi-font-weight: normal;\"><em style=\"mso-bidi-font-style: normal;\"><span style=\"text-decoration: underline;\"><span style=\"mso-ansi-language: FR;\" lang=\"FR\">Vorwort Robert Schumans<\/span><\/span><\/em><\/strong><a style=\"mso-footnote-id: ftn2;\" title=\"Fu\u00dfnote 2\" name=\"_ftnref2\" href=\"#_ftn2\"><span class=\"MsoFootnoteReference\"><strong style=\"mso-bidi-font-weight: normal;\"><em style=\"mso-bidi-font-style: normal;\"><span style=\"mso-ansi-language: FR;\" lang=\"FR\"><span style=\"mso-special-character: footnote;\"><span class=\"MsoFootnoteReference\"><strong style=\"mso-bidi-font-weight: normal;\"><span style=\"font-size: 12.0pt; font-family: &amp;amp;amp; mso-fareast-font-family: &amp;amp;amp; mso-ansi-language: FR; mso-fareast-language: DE; mso-bidi-language: AR-SA;\" lang=\"FR\">[2]<\/span><\/strong><\/span><\/span><\/span><\/em><\/strong><\/span><\/a><strong style=\"mso-bidi-font-weight: normal;\"><em style=\"mso-bidi-font-style: normal;\"><span style=\"text-decoration: underline;\"><span style=\"mso-ansi-language: FR;\" lang=\"FR\"> <\/span><\/span><\/em><\/strong><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-left: 2.0cm; line-height: 150%;\"><span style=\"mso-ansi-language: FR;\" lang=\"FR\"> <\/span><\/p>\n<p><span style=\"mso-ansi-language: FR;\" lang=\"FR\">De l\u2019Europe d\u2019hier \u00e0 l\u2019Europe de demain<a style=\"mso-footnote-id: ftn3;\" title=\"Fu\u00dfnote 3\" name=\"_ftnref3\" href=\"#_ftn3\"><span class=\"MsoFootnoteReference\"><span style=\"mso-special-character: footnote;\"><span class=\"MsoFootnoteReference\"><span style=\"font-size: 12.0pt; font-family: &amp;amp;amp; mso-fareast-font-family: &amp;amp;amp; mso-ansi-language: FR; mso-fareast-language: DE; mso-bidi-language: AR-SA;\" lang=\"FR\">[3]<\/span><\/span><\/span><\/span><\/a><\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-left: 2.0cm; line-height: 150%;\"><span style=\"mso-ansi-language: FR;\" lang=\"FR\"> <\/span><\/p>\n<p><span style=\"mso-ansi-language: FR;\" lang=\"FR\">Pr\u00e9face<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-left: 2.0cm; line-height: 150%;\"><span style=\"mso-ansi-language: FR;\" lang=\"FR\"> <\/span><\/p>\n<p><span style=\"mso-ansi-language: FR;\" lang=\"FR\">S.7 L\u2019Europe est \u00e0 l\u2019ordre du jour; tout le monde en parle, pour ou contre, ou dubitativement. On voudrait &lt;en<\/span><a style=\"mso-footnote-id: ftn4;\" title=\"Fu\u00dfnote 4\" name=\"_ftnref4\" href=\"#_ftn4\"><span class=\"MsoFootnoteReference\"><span style=\"mso-ansi-language: EN-GB;\" lang=\"EN-GB\"><span style=\"mso-special-character: footnote;\"><span class=\"MsoFootnoteReference\"><span style=\"font-size: 12.0pt; font-family: &amp;amp;amp; mso-fareast-font-family: &amp;amp;amp; mso-ansi-language: EN-GB; mso-fareast-language: DE; mso-bidi-language: AR-SA;\" lang=\"EN-GB\">[4]<\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/a><span style=\"mso-ansi-language: FR;\" lang=\"FR\">&gt; savoir le pourquoi et le comment; on en mesure l\u2019importance, et c\u2019est l\u00e0 d\u00e9ja un r\u00e9sultat consid\u00e9rable, \u00e0 une \u00e9poque o\u00f9 le penchant general est plut\u00f4t \u00e0 l\u2019indiff\u00e9rence, au laisser-aller.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"mso-ansi-language: EN-GB;\" lang=\"EN-GB\">Le pr\u00e9sent ouvrage donne une r\u00e9ponse \u00e0 la plupart de ces questions, moins sur le plan de la technique&lt;,juridique ou \u00e9conomique&gt;<a style=\"mso-footnote-id: ftn5;\" title=\"Fu\u00dfnote 5\" name=\"_ftnref5\" href=\"#_ftn5\"><span class=\"MsoFootnoteReference\"><span style=\"mso-special-character: footnote;\"><span class=\"MsoFootnoteReference\"><span style=\"font-size: 12.0pt; font-family: &amp;amp;amp; mso-fareast-font-family: &amp;amp;amp; mso-ansi-language: EN-GB; mso-fareast-language: DE; mso-bidi-language: AR-SA;\" lang=\"EN-GB\">[5]<\/span><\/span><\/span><\/span><\/a> \u2013 ce n\u2019est pas son r\u00f4le \u2013 que sur celui des principes en m\u00eame temps que de la psychologie. L\u2019Europe n\u2019existera que par l\u2019adh\u00e9sion des peuples; elle ne sera pas la cr\u00e9ation artificielle d\u2019une id\u00e9ologie.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"mso-ansi-language: EN-GB;\" lang=\"EN-GB\">L\u2019Europe n\u2019est pas un clich\u00e9 commode, dont les contours sont d\u2019autant plus vagues qu\u2019on s\u2019en sert davantage. Elle ne doit pas nous masquer les difficult\u00e9s r\u00e9elles, mais elle nous aidera \u00e0 les surmonter si nous avons de la t\u00e9nacit\u00e9 et de la clair-voyance \u00e0 la fois.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"mso-ansi-language: EN-GB;\" lang=\"EN-GB\">L\u2019Europe n\u2019est pas une panac\u00e9e, un \u00e9lixir universel. Les rem\u00e8des les plus sensationnels ne sont valables que s\u2019ils sont appliqu\u00e9s avec mesure et discernement; ils ne nous dispensent &lt;jamais&gt;<a style=\"mso-footnote-id: ftn6;\" title=\"Fu\u00dfnote 6\" name=\"_ftnref6\" href=\"#_ftn6\"><span class=\"MsoFootnoteReference\"><span style=\"mso-special-character: footnote;\"><span class=\"MsoFootnoteReference\"><span style=\"font-size: 12.0pt; font-family: &amp;amp;amp; mso-fareast-font-family: &amp;amp;amp; mso-ansi-language: EN-GB; mso-fareast-language: DE; mso-bidi-language: AR-SA;\" lang=\"EN-GB\">[6]<\/span><\/span><\/span><\/span><\/a> \/page 2\/ de recourir aux<a style=\"mso-footnote-id: ftn7;\" title=\"Fu\u00dfnote 7\" name=\"_ftnref7\" href=\"#_ftn7\"><span class=\"MsoFootnoteReference\"><span style=\"mso-special-character: footnote;\"><span class=\"MsoFootnoteReference\"><span style=\"font-size: 12.0pt; font-family: &amp;amp;amp; mso-fareast-font-family: &amp;amp;amp; mso-ansi-language: EN-GB; mso-fareast-language: DE; mso-bidi-language: AR-SA;\" lang=\"EN-GB\">[7]<\/span><\/span><\/span><\/span><\/a> proc\u00e9d\u00e9s traditionnellement \u00e9prouv\u00e9s. Aucun ne suffit \u00e0 lui-m\u00eame, n\u2019est une fin en soi. Nous voulons l\u2019Europe comme un moyen d\u2019\u00e9liminer les hostilit\u00e9s malsaines et de faciliter le libre \u00e9panouissement de ses \u00e9nergies, au profit de l\u2019organisme social. <a style=\"mso-footnote-id: ftn8;\" title=\"Fu\u00dfnote 8\" name=\"_ftnref8\" href=\"#_ftn8\"><span class=\"MsoFootnoteReference\"><span style=\"mso-special-character: footnote;\"><span class=\"MsoFootnoteReference\"><span style=\"font-size: 12.0pt; font-family: &amp;amp;amp; mso-fareast-font-family: &amp;amp;amp; mso-ansi-language: EN-GB; mso-fareast-language: DE; mso-bidi-language: AR-SA;\" lang=\"EN-GB\">[8]<\/span><\/span><\/span><\/span><\/a>&lt;Si&gt; L\u2019Europe n\u2019est pas le rem\u00e8de \u00e0 tout; elle ne nous dispensera pas des efforts individuels et collectifs, ni ne nous pr\u00e9servera des risques et des sacrifices. Elle nous fera sortir des d\u00e9fil\u00e9s dangereux en nous ouvrant des voies plus larges vers un horizon lumineux; il faudra construire une cit\u00e9 nouvelle, sur des plans plus vastes.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"mso-ansi-language: EN-GB;\" lang=\"EN-GB\">L\u2019Europe n\u2019est pas une d\u00e9couverte; depuis des si\u00e8cles, elle a exist\u00e9 non seulement comme r\u00e9alit\u00e9 g\u00e9ographique, mais comme entit\u00e9 spirituelle. A certaines \u00e9poques, gr\u00e2ce \u00e0 un christianisme homog\u00e8ne, elle a \u00e9t\u00e9 une unit\u00e9 plus consciente et plus agissante qu\u2019aujourd\u2019hui. Mais l\u2019Europe n\u2019est pas \u201cderri\u00e8re nous\u201d, comme on l\u2019a dit, une \u00e9tape temporaire et d\u00e9pass\u00e9e, un simple souvenir, une momie qu\u2019on ne ressuscite pas<a style=\"mso-footnote-id: ftn9;\" title=\"Fu\u00dfnote 9\" name=\"_ftnref9\" href=\"#_ftn9\"><span class=\"MsoFootnoteReference\"><span style=\"mso-special-character: footnote;\"><span class=\"MsoFootnoteReference\"><span style=\"font-size: 12.0pt; font-family: &amp;amp;amp; mso-fareast-font-family: &amp;amp;amp; mso-ansi-language: EN-GB; mso-fareast-language: DE; mso-bidi-language: AR-SA;\" lang=\"EN-GB\">[9]<\/span><\/span><\/span><\/span><\/a>. L\u2019Europe reste vivante, bien que d\u00e9chir\u00e9e et mutil\u00e9e.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"mso-ansi-language: EN-GB;\" lang=\"EN-GB\">\/page 3\/ Elle est permanente. Hier comme demain elle demeure; elle doit avoir conscience d\u2019elle-m\u00eame et du r\u00f4le qui lui est propre. <\/span>Sa mission n\u2019a rien d\u2019artificiel; elle se d\u00e9finit par des t\u00e2ches concr\u00e8tes qui r\u00e9pondent \u00e0 des besoins pressants.<\/p>\n<div>\n<p>Le probl\u00e8me europ\u00e9en, le voici: les pays europ\u00e9ens, ravag\u00e9s mat\u00e9riellement et moralement, appauvris, divis\u00e9s par les haines et les rivalit\u00e9s, pourront-ils se sauver d\u2019une d\u00e9ch\u00e9ance d\u00e9finitive s\u2019ils sont isol\u00e9s ou s\u2019ils s\u2019allient les uns contre les autres? Nous disons au contraire que ces anciennes m\u00e9thodes, inspir\u00e9es par l\u2019exclusivisme nationaliste, sont vou\u00e9es \u00e0 l\u2019\u00e9chec; que dans notre extr\u00eame et commune d\u00e9tresse il n\u2019y a qu\u2019une voie de salut: en finir avec une politique qui partout ne voit que des antagonismes irr\u00e9m\u00e9diables, des motifs de peur et de m\u00e9fiance. Agir en Europ\u00e9en, c\u2019est d\u00e9gager patiemment les liens qui unissent et les int\u00e9r\u00eats qui convergent, par-dessus la diversit\u00e9 des conceptions et des temp\u00e9raments.<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><span style=\"mso-ansi-language: EN-GB;\" lang=\"EN-GB\">L\u2019Europe sera ainsi une \u0153uvre de bonne volont\u00e9 et de bonne foi, bas\u00e9e sur \/page 4\/ la conviction que chacun a tout \u00e0 gagner dans une coop\u00e9ration raisonnable et raisonn\u00e9e; que, par contre, l\u2019isolement, m\u00e9connaissant l\u2019interd\u00e9pendance croissante des peoples, est une cause de faiblesse et d\u2019ins\u00e9curit\u00e9. Les partisans de l\u2019Europe ne songent pas \u00e0 r\u00e9pudier les valeurs nationales; ils les cultivent, au contraire, mais au lieu de les opposer entre elles, ils veulent en faire apport \u00e0 l\u2019ensemble.<\/span><\/p>\n<\/div>\n<p><span style=\"mso-ansi-language: EN-GB;\" lang=\"EN-GB\">Ren\u00e9 Baltus qui, lui aussi, est un homme de la fronti\u00e8re, particuli\u00e8rement ouvert \u00e0 ces probl\u00e8mes, a assembl\u00e9, dans une \u00e9tude historique, philosophique, politique et religieuse, les \u00e9l\u00e9ments d\u2019une telle construction europ\u00e9enne. Il met l\u2019accent surtout sur les aspects spirituels, sans n\u00e9gliger ni les t\u00e2ches concr\u00e8tes ni les r\u00e9alisations ou &lt;les&gt;<a style=\"mso-footnote-id: ftn10;\" title=\"Fu\u00dfnote 10\" name=\"_ftnref10\" href=\"#_ftn10\"><span class=\"MsoFootnoteReference\"><span style=\"mso-special-character: footnote;\"><span class=\"MsoFootnoteReference\"><span style=\"font-size: 12.0pt; font-family: &amp;amp;amp; mso-fareast-font-family: &amp;amp;amp; mso-ansi-language: EN-GB; mso-fareast-language: DE; mso-bidi-language: AR-SA;\" lang=\"EN-GB\">[10]<\/span><\/span><\/span><\/span><\/a> projets en cours. Ce serait une erreur grave de penser qu\u2019il suffirait de cr\u00e9er et d\u2019aligner les institutions supranationales. Il fallait commencer par l\u00e0; mais sans l\u2019esprit europ\u00e9en, sans le sens g\u00e9n\u00e9ralis\u00e9 de la communaut\u00e9, il n\u2019y aurait qu\u2019une fa\u00e7ade trompeuse. Une fois de plus, c\u2019est l\u2019esprit qui fera vivre l\u2019\u0153uvre de la nouvelle Europe, comme il a marqu\u00e9 l\u2019ancienne de saint Bernard.<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-left: 2.0cm; line-height: 150%;\"><span style=\"mso-ansi-language: EN-GB;\" lang=\"EN-GB\"> <\/span><\/p>\n<p>Robert Schuman<\/p>\n<p>&lt;Fundort: Archives des J\u00e9uites, Vanves bei Paris&gt;<\/p>\n<p style=\"mso-element: footnote-list;\">\n<hr size=\"1\" \/>\n<div id=\"ftn1\" style=\"mso-element: footnote;\">\n<p class=\"MsoFootnoteText\" style=\"margin-left: 2.0cm;\"><a style=\"mso-footnote-id: ftn1;\" name=\"_ftn1\" href=\"#_ftnref1\"><span class=\"MsoFootnoteReference\"><span style=\"mso-special-character: footnote;\"><span class=\"MsoFootnoteReference\"><span style=\"font-size: 10.0pt; font-family: &amp;amp;amp; mso-fareast-font-family: &amp;amp;amp; mso-ansi-language: DE; mso-fareast-language: DE; mso-bidi-language: AR-SA;\">[1]<\/span><\/span><\/span><\/span><\/a> Absender im Briefvordruck.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"ftn2\" style=\"mso-element: footnote;\">\n<p class=\"MsoFootnoteText\" style=\"margin-left: 2.0cm;\"><a style=\"mso-footnote-id: ftn2;\" name=\"_ftn2\" href=\"#_ftnref2\"><span class=\"MsoFootnoteReference\"><span style=\"mso-special-character: footnote;\"><span class=\"MsoFootnoteReference\"><span style=\"font-size: 10.0pt; font-family: &amp;amp;amp; mso-fareast-font-family: &amp;amp;amp; mso-ansi-language: DE; mso-fareast-language: DE; mso-bidi-language: AR-SA;\">[2]<\/span><\/span><\/span><\/span><\/a> Vorwort zu: &lt;Pierre Lorson unter Verwendung eines Pseudonyms&gt; <span style=\"mso-ansi-language: FR;\" lang=\"FR\">Ren\u00e9 Baltus, De la vieille \u00e0 la nouvelle Europe (&#8222;Le Poids du Jour&#8220;), Paris 1953, S., 7f.<\/span><\/p>\n<\/div>\n<div id=\"ftn3\" style=\"mso-element: footnote;\">\n<p class=\"MsoFootnoteText\" style=\"margin-left: 2.0cm;\"><a style=\"mso-footnote-id: ftn3;\" name=\"_ftn3\" href=\"#_ftnref3\"><span class=\"MsoFootnoteReference\"><span style=\"mso-special-character: footnote;\"><span class=\"MsoFootnoteReference\"><span style=\"font-size: 10.0pt; font-family: &amp;amp;amp; mso-fareast-font-family: &amp;amp;amp; mso-ansi-language: DE; mso-fareast-language: DE; mso-bidi-language: AR-SA;\">[3]<\/span><\/span><\/span><\/span><\/a> Gedruckte \u00dcberschrift.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"ftn4\" style=\"mso-element: footnote;\">\n<p class=\"MsoFootnoteText\" style=\"margin-left: 2.0cm;\"><a style=\"mso-footnote-id: ftn4;\" name=\"_ftn4\" href=\"#_ftnref4\"><span class=\"MsoFootnoteReference\"><span style=\"mso-special-character: footnote;\"><span class=\"MsoFootnoteReference\"><span style=\"font-size: 10.0pt; font-family: &amp;amp;amp; mso-fareast-font-family: &amp;amp;amp; mso-ansi-language: DE; mso-fareast-language: DE; mso-bidi-language: AR-SA;\">[4]<\/span><\/span><\/span><\/span><\/a> En im gedruckten Test zugef\u00fcgt.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"ftn5\" style=\"mso-element: footnote;\">\n<p class=\"MsoFootnoteText\" style=\"margin-left: 2.0cm;\"><a style=\"mso-footnote-id: ftn5;\" name=\"_ftn5\" href=\"#_ftnref5\"><span class=\"MsoFootnoteReference\"><span style=\"mso-special-character: footnote;\"><span class=\"MsoFootnoteReference\"><span style=\"font-size: 10.0pt; font-family: &amp;amp;amp; mso-fareast-font-family: &amp;amp;amp; mso-ansi-language: DE; mso-fareast-language: DE; mso-bidi-language: AR-SA;\">[5]<\/span><\/span><\/span><\/span><\/a> In der Druckfassung wird \u201ejuridique ou \u00e9conomique\u201c weggelassen.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"ftn6\" style=\"mso-element: footnote;\">\n<p class=\"MsoFootnoteText\" style=\"margin-left: 2.0cm;\"><a style=\"mso-footnote-id: ftn6;\" name=\"_ftn6\" href=\"#_ftnref6\"><span class=\"MsoFootnoteReference\"><span style=\"mso-special-character: footnote;\"><span class=\"MsoFootnoteReference\"><span style=\"font-size: 10.0pt; font-family: &amp;amp;amp; mso-fareast-font-family: &amp;amp;amp; mso-ansi-language: DE; mso-fareast-language: DE; mso-bidi-language: AR-SA;\">[6]<\/span><\/span><\/span><\/span><\/a> Jamais in der Druckfassung erg\u00e4nzt.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"ftn7\" style=\"mso-element: footnote;\">\n<p class=\"MsoFootnoteText\" style=\"margin-left: 2.0cm;\"><a style=\"mso-footnote-id: ftn7;\" name=\"_ftn7\" href=\"#_ftnref7\"><span class=\"MsoFootnoteReference\"><span style=\"mso-special-character: footnote;\"><span class=\"MsoFootnoteReference\"><span style=\"font-size: 10.0pt; font-family: &amp;amp;amp; mso-fareast-font-family: &amp;amp;amp; mso-ansi-language: DE; mso-fareast-language: DE; mso-bidi-language: AR-SA;\">[7]<\/span><\/span><\/span><\/span><\/a> Im Druck Berichtigung zu \u00e0 des.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"ftn8\" style=\"mso-element: footnote;\">\n<p class=\"MsoFootnoteText\" style=\"margin-left: 2.0cm;\"><a style=\"mso-footnote-id: ftn8;\" name=\"_ftn8\" href=\"#_ftnref8\"><span class=\"MsoFootnoteReference\"><span style=\"mso-special-character: footnote;\"><span class=\"MsoFootnoteReference\"><span style=\"font-size: 10.0pt; font-family: &amp;amp;amp; mso-fareast-font-family: &amp;amp;amp; mso-ansi-language: DE; mso-fareast-language: DE; mso-bidi-language: AR-SA;\">[8]<\/span><\/span><\/span><\/span><\/a> Fehlt im Druck, Beginn mit L&#8216; Europe, nach tout ein Komma.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"ftn9\" style=\"mso-element: footnote;\">\n<p class=\"MsoFootnoteText\" style=\"margin-left: 2.0cm;\"><a style=\"mso-footnote-id: ftn9;\" name=\"_ftn9\" href=\"#_ftnref9\"><span class=\"MsoFootnoteReference\"><span style=\"mso-special-character: footnote;\"><span class=\"MsoFootnoteReference\"><span style=\"font-size: 10.0pt; font-family: &amp;amp;amp; mso-fareast-font-family: &amp;amp;amp; mso-ansi-language: DE; mso-fareast-language: DE; mso-bidi-language: AR-SA;\">[9]<\/span><\/span><\/span><\/span><\/a> In der Druckfassung \u201eplus\u201c.<\/p>\n<\/div>\n<p id=\"ftn10\" style=\"mso-element: footnote;\">\n<p class=\"MsoFootnoteText\" style=\"margin-left: 2.0cm;\"><a style=\"mso-footnote-id: ftn10;\" name=\"_ftn10\" href=\"#_ftnref10\"><span class=\"MsoFootnoteReference\"><span style=\"mso-special-character: footnote;\"><span class=\"MsoFootnoteReference\"><span style=\"font-size: 10.0pt; font-family: &amp;amp;amp; mso-fareast-font-family: &amp;amp;amp; mso-ansi-language: DE; mso-fareast-language: DE; mso-bidi-language: AR-SA;\">[10]<\/span><\/span><\/span><\/span><\/a> \u201eles\u201c fehlt im handschriftlichen Text.<\/p>\n<p class=\"MsoFootnoteText\" style=\"margin-left: 2.0cm;\">\n<p class=\"MsoFootnoteText\" style=\"margin-left: 2.0cm;\">\n<p class=\"MsoFootnoteText\" style=\"margin-left: 2.0cm;\"><!--[if !mso]><span class=\"mceItemObject\"   classid=\"clsid:38481807-CA0E-42D2-BF39-B33AF135CC4D\" id=ieooui><\/span>\n<mce:style><!  st1\\:*{behavior:url(#ieooui) } --><\/p>\n<p><!--[if gte mso 10]>\n<mce:style><!   \/* Style Definitions *\/  table.MsoNormalTable \t{mso-style-name:\"Normale Tabelle\"; \tmso-tstyle-rowband-size:0; \tmso-tstyle-colband-size:0; \tmso-style-noshow:yes; \tmso-style-priority:99; \tmso-style-parent:\"\"; \tmso-padding-alt:0cm 5.4pt 0cm 5.4pt; \tmso-para-margin:0cm; \tmso-para-margin-bottom:.0001pt; \tmso-pagination:widow-orphan; \tfont-size:10.0pt; \tfont-family:\"Times New Roman\",\"serif\";} --><\/p>\n<p id=\"ftn10\" style=\"mso-element: footnote;\">La Croix 20.\/21. 8. 1950:<\/p>\n<p style=\"mso-element: footnote;\"><span style=\"text-decoration: underline;\"><strong>Ren\u00e9 Baltus, A l\u2019Assembl\u00e9e de Strasbourg. Le Plan Schuman et l\u2019Europe.<\/strong><\/span><\/p>\n<p style=\"mso-element: footnote;\">Si notre dernier article avait fait croire \u00e0 nos lecteurs que nous croyons inutile l\u2019exp\u00e9rience de Strasbourg, nous serions d\u00e9sol\u00e9s. Nous avons soulign\u00e9 les contradictions qui sont inh\u00e9rentes \u00e0 l\u2019institution et ce qu\u2019il y a de fictif dans l\u2019effort fait par ses members pour unifier l\u2019Europe. Mais c\u2019est pour les aider \u00e0 obtenir un statut plus efficace.<\/p>\n<p style=\"mso-element: footnote;\"><strong>Le Conseil de l\u2019Europe reste utile<\/strong><\/p>\n<p style=\"mso-element: footnote;\">Tel quel, le Conseil de l\u2019Europe reste utile. Son caract\u00e8re consultatif ne manqu\u00e9 pas de port\u00e9e. Dans les grandes maladies, on consulte des sp\u00e9cialistes pour obtenir un diagnostic plus s\u00fbr et hater la gu\u00e9rison du malade. C\u2019est le role des d\u00e9l\u00e9gu\u00e9s strasbourgeois par rapport \u00e0 cette grande malade qu\u2019est Europe. Chaque sp\u00e9cialiste apporte ses observations et ses suggestions. A ceux qui portent les derni\u00e8res responsabilit\u00e9s d\u2019utiliser ces donn\u00e9es. Ils seraient bien sots de ne pas le faire.<\/p>\n<p style=\"mso-element: footnote;\">Les discours et rapports qui deferient sur les auditeurs, \u00e0 Strasbourg, depuis deux semaines, constituent un tour d\u2019Europe des plus utiles. Ils montrent les incidences europ\u00e9ennes de certains probl\u00e8mes. Tout cela est instructif, pittoresque, humain, parfois dramatique.<\/p>\n<div style=\"mso-element: footnote;\">\n<p>Nous voulons faire profiter nos lecteurs de ces richesses. Nous ne croyons pas bonne dans l\u2019esp\u00e8ce la m\u00e9thode analytique et chronologique. Beaucoup d\u2019orateurs se r\u00e9p\u00e8tent. Le president, pour varier le menu, a mis \u00e0 l\u2019ordre du jour des sujets diff\u00e9rents pour le matin et le soir. R\u00e9sumer jour par jour les discourse serait donc une m\u00e9thode fastidieuse et paresseuse. Nous grouperons nos reflexions par themes, allant aux choses plut\u00f4t qu\u2019aux personnes. Nos lecteurs feront quand meme le tour d\u2019horizon auquel ils ont droit. Pour aujourd\u2019hui, nous leur dirons comment nos Europ\u00e9ens ont accueilli le plan Schuman, ce pool du charbon et de l\u2019acier, don\u2019t la realisation est pouss\u00e9e par ailleurs, mais qui int\u00e9resse au premier chef l\u2019Europe.<\/p>\n<\/div>\n<p id=\"ftn10\" style=\"mso-element: footnote;\">\n<p style=\"mso-element: footnote;\"><strong>Rejet du plan dans sa forme actuelle<\/strong><\/p>\n<p style=\"mso-element: footnote;\">L\u2019auteur du plan est venu en personne l\u2019exposer \u00e0 l\u2019Assembl\u00e9e. Il l\u2019a fait avec cette mani\u00e8re simple, d\u00e9pouill\u00e8e, directe, claire, substantielle, qui est la sienne, mais aussi avec modestie et fermet\u00e9 ensemble, avec un m\u00e9lange s\u00e9duisant de r\u00e9alisme et d\u2019id\u00e9alisme. Notre ministre des Affaires \u00e9trang\u00e8res a eu un tr\u00e8s grand success personnel \u00e0 l\u2019Assembl\u00e9e et sans aucune ombre au tableau.<\/p>\n<p style=\"mso-element: footnote;\">Ce n\u2019est pas \u00e0 dire que, dans le long d\u00e9bat qui suivit et auquel il n\u2019assista pas, tous les orateurs se soient rallies \u00e0 son id\u00e9e.<\/p>\n<p style=\"mso-element: footnote;\">RENE BALTUS.<\/p>\n<p style=\"mso-element: footnote;\">(Voir la suite page 2.)<\/p>\n<p style=\"mso-element: footnote;\">(Suite de la premi\u00e8re page.)<\/p>\n<p style=\"mso-element: footnote;\">Il y en a qui recusant le plan dans sa forme actuelle. Ce sont surtout les Anglais, aussi bien conservateurs que travaillistes et lib\u00e9raux. Les premiers ont pr\u00e9sent\u00e9 un plan nouveau, dont on ne peut retenir que des details. Les Scandinaves, qui semblent manquer un peu de libert\u00e9, tant \u00e0 cause de leurs relations avec l\u2019Angleterre qu\u2019au cause de la proximit\u00e9 de la Russie, se sont prudemment abstenus de parler, ou bien ont orchestr\u00e9 les arguments n\u00e9gatifs des Britanniques. Quels sont-ils, ces arguments? D\u2019abord, les d\u00e9l\u00e9gu\u00e9s anglais pensent que leur gouvernement ne peut pas demander \u00e0 son people les sacrifices qui seront sans doute necessaries pendant un temps pour assurer la mise en marche du plan. Il n\u2019y a pas de ch\u00f4mage en Angleterre. On ne veut pas risquer de l\u2019y introduire, f\u00fbt-ce dans une mesure modeste, pour diminuer celui d\u2019Allemagne et d\u2019Italie, qui est terrible. En second lieu, les Anglais refusent de courir le risqu\u00e9 de d\u00e9sorganiser leur industrie de base, \u00e0 laquelle est suspendue toute la vie nationale. Car le plan Schuman comporte des risques certains. Son success n\u2019est pas m\u00e9taphysiquement certain. Les Anglais dissent: il vaut mieux un moineau dans la main que deux moineaux sur le toit. En troisi\u00e8me lieu, le temperament pragmatique des Anglais r\u00e9pugne \u00e0 s\u2019engager \u00e0 l\u2019avance sur un plan soigneusement \u00e9labor\u00e9 et rationnel. Ils croient aux faits plus qu\u2019aux principes. Ils aimeraient mieux une collaboration precise et occasionnelle qu\u2019une alienation definitive de leur syst\u00e8me national. Les travaillistes craignent surtout que le pool ne d\u00e9g\u00e9n\u00e8re automatiquement en cartel et ne tienne pas assez compte des int\u00e9r\u00eats ouvriers. Mais c\u2019est l\u2019id\u00e9e de confier \u00e0 une autorit\u00e9 supranationale, ou plut\u00f4t non britannique, leur industrie principale qui r\u00e9pugne aux Anglais invinciblement. Orgueil national, irremediable insuralisme, traditionnalisme fig\u00e9, tutiorisme mesquin, manque d\u2019esprit d\u2019aventure? Il y a peut-\u00eatre un peu de tout cela. Il faut avouer que cette attitude n\u2019est pas tr\u00e8s europ\u00e9nne. Remarquons cependant que les Anglais t\u00e9moignent de la sympathie au plan et d\u00e9clarent qu\u2019ils y collaboreront, d\u00e8s qu\u2019il aura d\u00e9montr\u00e9 sa viabilit\u00e9.<\/p>\n<p style=\"mso-element: footnote;\"><strong>Craintes et l\u00e9gitimes garanties<\/strong><\/p>\n<p style=\"mso-element: footnote;\">Certains d\u00e9l\u00e9gu\u00e9s, tout en acceptant le p l a n en principe, ont exprim\u00e9 certaines craintes et demand\u00e9 de l\u00e9gitimes garanties. La Belgique, don\u2019t les charbonnages sont socialement importants, mais d\u2019une qualit\u00e9 mediocre, a peur de voir fermer ses puits si l\u2019on unifie les marches, ce qui r\u00e9duirait au ch\u00f4mage 50 000 mineurs. La solution demand\u00e9e est un fonds de p\u00e9r\u00e9quation, d\u2019ailleurs pr\u00e9vu dans le plan. Les Luxembourgeois, qu ont une sid\u00e9rurgie prosp\u00e8re et une legislation sociale qui est en fl\u00e8che, se demandent s\u2019ils pourront maintenir ce niveau en cas d\u2019unification des march\u00e9s. Ils demandent justement que l\u2019\u00e9galisation se fasse par le haut et non par le bas. Les socialistes allemandes insistent pour que l\u2019on cherche \u00e0 atteindre non le minimum, mais le maximum de la production, afin de r\u00e9sorber le ch\u00f4mage et d\u2019assurer le bien-\u00eatre des ouvriers; qu\u2019il ait l\u2019\u00e9galit\u00e9 des conditions au d\u00e9part pour les diff\u00e9rents pays, y compris l\u2019Allemagne, dont la production d\u2019acier est contingent\u00e9e \u00e0 pr\u00e9sent par les puissances d\u2019occupation; enfin, que les travailleurs soient repr\u00e9sent\u00e9s au sein des organismes du plan.<\/p>\n<p style=\"mso-element: footnote;\"><strong>Ralliement sans r\u00e9serve<\/strong><\/p>\n<p style=\"mso-element: footnote;\">Mais la plupart des orateurs qui se sont exprim\u00e9s sur le plan Schuman s\u2019y sont rallies sans reserve. Fran\u00e7ais, Hollandais, Belges, Italiens, Allemands surtout sont enthousiastes. MM. Andr\u00e9 Philip et Maurice Schumann, sp\u00e9cialistes de la mati\u00e8re et remarquables controversistes, ont pulv\u00e9ris\u00e9 toutes les objections et donn\u00e9 tous les apaisements d\u00e9sirables. Ils ont d\u00e9montr\u00e9 que le pool n\u2019est pas et ne peut pas devenir un cartel, que les employ\u00e9s y seront aussi bien repr\u00e9sent\u00e9s que les employeurs, les consommateurs aussi bien que les producteurs; qu\u2019il s\u2019agit d\u2019assurer pr\u00e9cis\u00e9ment le plein employ \u00e0 tous les ouvriers europ\u00e9ens et de relever le niveau social. On a soulign\u00e9 aussi que l\u2019autorit\u00e9 supranationale qui r\u00e9gira le pool et qui donne tant de soucis aux Anglais sera contr\u00f4l\u00e9e d\u00e9mocratiquement, tout en restant assez ind\u00e9pendante pour \u00e9chapper aux remous politiques.<\/p>\n<p style=\"mso-element: footnote;\">Les m\u00eames orateurs ont relev\u00e9 avec force et dans d\u2019heureuses formules les avantages immenses du plan: mettre un point final \u00e0 la rivalit\u00e9 franco-allemande, qui a co\u00fbt\u00e9 tant de sang; faire entrer les travaux sur l\u2019unification de l\u2019Europe dans la phase des realisations; lutter contre la mis\u00e8re sociale, meilleur atout du communisme; render l\u2019Europe capable, grace \u00e0 sa prosp\u00e9rit\u00e9 \u00e9conomique et son unit\u00e9, de resister \u00e0 une aggression \u00e9ventuelle; enfin, lui fournir les moyens de sauver sa vieille civilisation et de continuer \u00e0 donner au monde, comme par le pass\u00e9, la lumi\u00e8re spirituelle dont il a besoin.<\/p>\n<p style=\"mso-element: footnote;\">Les orateurs n\u2019ont pas cach\u00e9 que le plan Schuman comporte des risques et demandera aux peoples des sacrifices, surtout pendant sa mise en train. Mais tout cela a \u00e9t\u00e9 pr\u00e9vu et r\u00e9duit au minimum. A l\u2019usage, le combinat du charbon et de l\u2019acier se perfectionnera et deviendra sans doute peu \u00e0 peu le minist\u00e8re de l\u2019Economie dans une Europe f\u00e9d\u00e9rale.<\/p>\n<p style=\"mso-element: footnote;\"><strong>Trois motions favorables<\/strong><\/p>\n<p style=\"mso-element: footnote;\">Ce tr\u00e8s beau d\u00e9bat, auquel une bonne vingtaine d\u2019orateurs ont pris part, s\u2019est termin\u00e9 par trois motions favorables au plan Schuman. Elles ont \u00e9t\u00e9 transmises \u00e0 la Commission \u00e9conomique, qui les mettra au point. Il n\u2019y a pas de doute qu\u2019elles passeront \u00e0 une belle majorit\u00e9. Si elles ne passaient pas, il n\u2019y aurait pas lieu de nous frapper. M. Schuman continue de toute mani\u00e8re ses n\u00e9gociations et leur donnera avant peu une conclusion.<\/p>\n<p style=\"mso-element: footnote;\">Mais les d\u00e9veloppements oratoires de Strasbourg lui inspireront confiance et permettront plus d\u2019une amelioration. La consultation de nos Hippocrates europ\u00e9ens n\u2019aura pas \u00e9t\u00e9 inutile.<\/p>\n<p style=\"mso-element: footnote;\">RENE BALTUS.<\/p>\n<p style=\"mso-element: footnote;\"><strong><a title=\"Weitere Informationen zum Jesuiten \" href=\"https:\/\/peter-burg.de\/wordpress\/pierre-lorson-sj-texte\" target=\"_self\">Mehr zum Pater Peter Lorson<\/a><\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Robert Schuman und Pierre Lorson: Pr\u00e4sentation des Beitrages \u201eEs geht darum, eine neue Kathedrale zu bauen\u201c. 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