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Peter Burg Werke

Woche 5 Kapitel 9

Woche 5 Kapitel 9

Rechtslehre, Naturwissenschaft, Kameralismus, Ökonomie

Rechtsverständnis der Aufklärung

Im Rechtsverständnis gab es einen Bruch zwischen Hobbes auf der einen Seite und Locke und Shaftesbury auf der anderen Seite, der sich aus ihrem Menschenbild ableitete. Das von Locke und Shaftesbury vertretene Bild geht vom Menschen als einem Wesen aus, das mit der Menschheit und Gottes Kosmos von Natur aus in Einklang leben will. Ihnen stellt sich die Frage, wie man dem Menschen dazu verhilft seine Natur zum Besten der Menschheit ausleben zu können. Locke und Shaftesbury appellieren dabei an das Empfinden ihrer Leser, an das Grauen, das sie alle vor Gewalt und menschlichem Leid empfänden.

Auf der Ebene der Rechtsdiskussion verläuft zeitgleich eine Auseinandersetzung um die als mittelalterlich empfundenen Formen der Bestrafung, die bis in das ausgehende 18. Jahrhundert in ganz Europa Anwendung fanden. Gestraft wird öffentlich, zur Abschreckung und zur Sühne der verletzten Ordnung bevorzugt am Leib des Straftäters. Dessen Zerstörung und Verstümmelung folgt der Zerstörung und Verstümmelung, die dieser der Ordnung zufügte. Der Friede wird in der adäquaten Bestrafung in einer öffentlichen Darbietung wiederhergestellt.

Neben den Bestrafungen werden die Gerichtsverfahren und die Strafgründe von den Aufklärern zunehmend kritisiert: Die Hexenverfolgungen sind vor allem ein Phänomen der Reformation. Sie fordern zwischen 1550 und 1650 in den protestantischen Gebieten die höchsten Opferzahlen. Die Prozesse, die hier geführt werden, gelten als höchst kritisierbar. Es ist in ihnen letztlich unklar, ob die Taten überhaupt begangen wurden – ob es überhaupt möglich ist, Bündnisse mit dem Teufel zu schließen und zu hexen. Die Erpressung von Geständnissen unter Folter und fragwürdige Rechtfertigungsproben in Form von Gottesurteilen, bei denen die untersuchten „Hexen“ und „Hexer“ als schuldige wie unschuldige sterben, werden zum Gegenstand aufklärerischer Kritik. Juristen wie Christian Thomasius, dessen erste Vorlesung in deutscher Sprache 1687 in Leipzig großes Aufsehen erregte und der damit Vorbild für seinen jüngeren Kollegen Wolff in Halle wurde, wenden sich im ausgehenden 17. Jahrhundert, nach Abebben der Verfolgungswelle, vehement gegen die Hexenverfolgungen als Form öffentlichen Aberglaubens. Francis Hutcheson nimmt entsprechende Positionen im englischsprachigen Raum ein. Dass Hexerei möglich ist, wird am Ende bezweifelt in Beweisführungen, die ultimativ die Kirche bedrohen, da mit ihnen jeder Glaube an göttliche Interventionen hinfällig wird.

Grausame öffentliche Bestrafungen geraten im 18. Jahrhundert in die Kritik. Die Zuschauer würden hier verrohen und gerade nicht zu den feineren zivilisierteren Gefühlen angeleitet, auf die friedliche Gesellschaften angewiesen seien. Verbrecher würden nicht dadurch gebessert, dass man sie verstümmle oder hinrichte. In den 1760er Jahren setzte mit Cesare Beccaria* Dei delitti e delle pene (1764, deutsch: Von den Verbrechen und von den Strafen, 1778) die offene Diskussion der Todesstrafe als nicht mehr mit der Aufklärung vereinbare Strafform ein. Die Staaten des 19. Jahrhunderts entzogen Hinrichtungen im weiteren Verlauf der öffentlichen Wahrnehmung und begannen verstärkt auf Gefängnisstrafen als gängige Strafform zu setzen, die den Weg in die Gesellschaft zurück bahnen sollte. Resozialisierung wird seit dem 19. Jahrhundert als Errungenschaft der Aufklärung betrachtet und verstärkt als eine der Normen diskutiert, die rechtliche Fixierung und Stabilisierung finden.

* Cesare Beccaria

Cesare Beccaria (eigtl. Bonesana; * 15. März 1738 in Mailand; † 28. November 1794 ebenda) gilt als Begründer der „Klassischen Schule der Kriminologie“. 1758 beendete er sein Studium der Rechtswissenschaft an der Universität Pavia. Berühmt wurde er durch sein 1764 erschienenes und in 22 Sprachen übersetztes Buch „Dei delitti e delle pene“ (deutsch: „Von den Verbrechen und von den Strafen“). In diesem, vom Gedankengut der Aufklärung und der utilitaristischen Ethik geprägten Werk vertrat er die These, dass der Staat nur das Maß an Strafen verhängen solle, welches zur Aufrechterhaltung der Ordnung erforderlich sei. Bei der Strafzumessung sei der Grundsatz der Verhältnismäßigkeit zu beachten. Nicht die Schwere der Strafe sei entscheidend, sondern die konsequente Anwendung der Strafgesetze. Folter und Todesstrafe lehnte Beccaria ab.

Sein Werk bildete in ganz Europa die Grundlage zu Reformen des Strafrechts. Allerdings bedeutete dies nicht, dass seine Auffassungen sogleich auf allgemeine Zustimmung gestoßen wären. Im deutschsprachigen Raum etwa war die erste, 1766 von dem Schweizer Mediziner Albrecht von Haller (1708-1777) verfasste Rezension seines Hauptwerks ein Verriss, in dem der Rezensent sich sogar für die Übernahme des englischen Strafrechts aussprach, in dem zur damaligen Zeit auch geringfügige Vergehen bereits die Todesstrafe nach sich ziehen konnten. Im selben Jahr äußerte sich auch Moses Mendelssohn, der jüdische Aufklärer,  kritisch über Beccaria, während viele seiner Sympathisanten (etwa der Jurist und Strafrechtsreformer Karl Ferdinand Hommel) zwar Beccarias Prinzip einer auf Verhältnismäßigkeit zielenden Strafzumessung unterstützten, zugleich aber an der Todesstrafe als Ultima Ratio des Strafverfahrens gegen Schwerverbrecher festhielten.

Beccaria gehört zu den Begründern der modernen Politischen Ökonomie. Von 1769 bis 1771 lehrte er Kameralwissenschaften an den Mailänder Scuole Palatine. Seine Vorlesungen, die Elementi di economia pubblica, erschienen posthum 1804.

Naturwissenschaft

Die Forschung in den Naturwissenschaften wird bis in das 18. Jahrhundert hinein selbst in Kreisen der Aufklärung immer wieder belächelt: Man sucht hier Wunder der Natur in Experimenten, die keinen weiteren wirtschaftlichen Nutzen entfalten. Utopien, die am Ende der Aufklärungsdebatte geschrieben wurden – Werke wie Louis-Sébastien Merciers L’An 2440 (1771) * – messen den Naturwissenschaften im Blick auf die Zukunft kaum Bedeutung zu. Sie spielten nicht in einer Zukunft gänzlich anderer Technologien. Der Reiz des Nachdenkens liegt in der Zukunft, in der man endlich nach den Anforderungen der Ethik lebt.

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Louis-Sébastien Merciers (* 6. Juni 1740 in Paris; † 25. April 1814 ebenda) berühmter Roman L’an deux mille quatre cent quarante. Rêve s’il en fût jamais (Das Jahre 2440. Ein Zukunftstraum 1771) markiert die Wende im utopischen Genre von der Ferne in die Zukunft. Er beschreibt die Zeitreise eines Menschen aus dem Paris des Jahres 1769 in das Paris von 2440 und verlegt somit das ideale Gemeinwesen in die Zukunft eines existierenden Raumes. Mit seinem Roman beginnt die Verzeitlichung der Utopie (Reinhart Koselleck). Das zunächst anonym erschienene Werk erlebte zahllose Neuauflagen und gilt als ein Markstein der Entstehung der Science-Fiction-Literatur. Auch für die Entwicklung der Geschichtsphilosophie ist es wichtig.

Der Raum der Naturwissenschaften im Alltag blieb bis in das späte 18. Jahrhundert hinein undefiniert. Kinder wurden im Lesen und Rechnen unterrichtet, an den Gymnasien in Latein und Altgriechisch. An den Universitäten stand die Entscheidung zwischen den drei berufsqualifizierenden Fakultäten der Theologie, der Jurisprudenz und der Medizin an. Die Naturwissenschaften wurden dagegen im philosophischen Grundstudium abgehandelt, das neben Basiswissen zur Planetenbewegung einen Unterricht in Geographie, Weltgeschichte und den Philologien (mit Spezialisierungen in Hebräisch, Altgriechisch und orientalischen Sprachen) anbot.

Die Naturwissenschaften gediehen in dieser Lage im ersten Schritt als Teilbereich philosophischer Erkenntnistheorie – als Naturerkenntnis – unter privaten Interessen und wurden nicht mehr durch die Inquisition behindert. So galten noch zur Zeit Isaac Newtons biblische Wahrheit und Naturerkenntnis als durchaus vereinbar miteinander, wenn man bereit war, einige Aussagen der Bibel als Metaphern zu verstehen. Umgekehrt milderte die Kirche ihre ablehnende Position zu vielen Fragen der Wissenschaften (wie zu den astronomischen Erkenntnissen Galileis und seiner Nachfolger). Philosophen wie René Descartes unterfütterten ihre Aussagen zunehmend mit Erkenntnissen der Naturwissenschaften. Die neuen Wissenschaften gediehen zweitens an wenigen planetarischen Observatorien und in alchemistischen Laboratorien, die von interessierten Landesherren finanziert wurden. Sie gediehen drittens in der Medizin in Anatomieklassen, die zunehmend an Universitäten eingerichtet wurden. Landesherren und Universitäten unterhielten „Wunderkammern“ mit unterschiedlicher Offenheit für Raritäten aus der Natur: Seltene Steine, Fossilien, ausgestopfte Tiere, aufsehenerregende „Monstrositäten“, Missgeburten wurden hier gesammelt. Menagerien sammelten in ähnlicher Absicht die Lebewesen. Systematische Forschung im modernen Sinne blieb unterentwickelt. Die öffentlichen Sammlungen standen oft unter einem Interesse an Wunderbefunden, die als göttliche Zeichen gewertet und geschätzt wurden.

Eine Koppelung zwischen naturwissenschaftlicher Erkenntnis und der Arbeit am technologischen Fortschritt bestand nicht. Naturwissenschaftliche Akademien, die ein staatliches Forschungsinteresse in Gang setzten, wurden erst im 17. Jahrhundert gebildet. 1635 wurde die Académie française gegründet. Ihr naturwissenschaftliches Projekt erhielt sie 1666 mit der Académie des sciences, sechs Jahre nachdem in London die Royal Society ihre Arbeit aufgenommen hatte, die rasch zur führenden europäischen Institution frühneuzeitlicher naturwissenschaftlicher Forschung aufstieg. Das korrespondierende deutsche Akademieprojekt entwickelte sich aus der 1652 in Schweinfurt gegründete Academia Naturae Curiosorum, deren Namen noch auf das Interesse am Wunderbaren verweist. Die Preußische Akademie der Wissenschaften nahm ihre Arbeit 1700 auf, die Russische Akademie der Wissenschaften 1724 in Sankt Petersburg.

In größerer Breite blieben die Naturwissenschaften bis in die 1770er Jahre hinein ein Feld privater Interessen. Forscher wie Antoine Laurent de Lavoisier (Chemiker, Rechtsanwalt, Ökonom) mussten sich privat finanzieren. In der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts entwickelte sich hier eine eigene Mode, spektakuläre Experimente, insbesondere mit Elektrizität, in Privatkreisen als aufsehenerregende gesellschaftliche Unterhaltung zu inszenieren. Erst die staatlichen Interessen, die sich in den 1770er und 1780er Jahren an Erfindungen mehrten, mit denen sich ihre Territorien wirtschaftlich entwickeln ließen, veränderten die Position der Naturwissenschaften. In den Naturwissenschaften selbst bereitet sich der Schritt ab Mitte des 17. Jahrhunderts vor. Die Suche nach Curiosa, nach den Zeichen von Wundern wird in Kreisen der hier Forschenden im späten 17. Jahrhundert zunehmend suspekt. Interessanter als Werke, die von Gott oder vom Teufel zeugen könnten, werden Beobachtungen, die sich in Experimenten wiederholen lassen. Aus ihnen lassen sich Naturgesetze ableiten, die sich am Ende für neue Erfindungen nutzen lassen.

Am Ende der Phase der Aufklärung wurde zunehmend deutlich, dass die Naturwissenschaften und eine intellektuelle Religion nicht einfach widerspruchsfrei koexistieren konnten; beide mussten sich künftig in Abgrenzung voneinander definieren.

Erkenntnistheorie

Im Rückblick entfalteten die Naturwissenschaften der frühen Neuzeit ihren größten Einfluss auf dem Gebiet der Erkenntnistheorie. So ergaben sich die Voraussetzungen zu einer tiefgreifenden Umstrukturierung der Wissenschaften. Die zwei gegnerischen Lager, die die heutige Philosophiegeschichte zwischen Rationalisten und Empiristen aufmacht, sind eher eine rückwirkende Projektion, bei der der Konflikt, der im 19. Jahrhundert zwischen dem deutschen Idealismus und dem englischen Empirismus beziehungsweise dem neuen Materialismus ausgetragen wird, eine Vorgeschichte erhält.

Rationalisten und Empiristen vereint im Rückblick die Entscheidung, Wissen von der Bibel und allen schriftlichen Überlieferungen loszulösen und einem ausschließlich vernunftbasierten Diskurs auszusetzen. Dem liegt die Theorie zugrunde, dass es keinen Konflikt zwischen einer auf Sinnesdaten gestützten Erkenntnis und vernünftigem Nachdenken geben könne. Versuche, das rationale, vernünftige Nachdenken und eine auf Sinnesdaten gestützte Forschung erkenntnistheoretisch zu harmonisieren, durchlaufen das 18. Jahrhundert. Kants Formel: „Gedanken ohne Inhalt sind leer, Anschauungen ohne Begriffe sind blind.“  ist charakteristisch für diese Versuche. Der erkenntnistheoretische Beitrag der Aufklärungsdebatte gewann mit der Wende ins 19. Jahrhundert und der Säkularisation an Bedeutung. Nationalstaaten, die die Naturwissenschaften zu den modernen Wissenschaften par excellence erhoben, trennten sich am Ende endgültig vom alten Wissenschaftsgefüge, in dem die Theologie die oberste Autorität war.

Ökonomie und neue Fakultäten

Zwei Entwicklungen sprengten in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts das Gefüge der Wissenschaften mit seinen vier Fakultäten. Erstens mussten moderne praktische Wissenschaften rund um die Ökonomie in den Lehrbetrieb integriert werden. Zweitens gewann die Öffentlichkeit in der Belletristik mit den 1750er Jahren einen neuen zentralen Debattengegenstand, auf den sich die Geisteswissenschaften am Ende neu ausrichteten.

Auf dem Buchmarkt hatten Autoren wie Julius Bernhard von Rohr* und Paul Jacob Marperger** den Schritt in die Wissenschaft getan, die sich der Zivilisation in ihren Technologien und deren praktischen Organisationsformen zuwandte. Marperger veröffentlichte Handbücher zum bargeldlosen Zahlungsverkehr, den Handelsmessen, der Kunst der privaten Keller- und Küchenführung. Rohr publizierte eine Compendieuse Haushaltungs-Bibliothek (1716), eine Einleitung zur Staatsklugheit (1718), einen Nöthigen und nützlichen Vorrath von allerhand auserlesenen Contracten, Verträgen, Recessen, Bestallungen […], Die sowol bey der Hauß-Wirthschafft Ueberhaupt Als insonderheit bey dem Acker-Bau, der Vieh-Zucht, Jagd- und Forst-Sachen, Wasser und Fischereyen, Bierbrauen, Weinbau, Bergwercken […] vorzufallen pflegen (1719). Das Faszinierende an diesen Büchern war die neue Offenheit für das Alltagswissen.

* Julius Bernhard von Rohr (* 28. März 1688 in Elsterwerda; † 18. April 1742 in Leipzig) war sächsischer Kameralist, Naturwissenschaftler in der Frühzeit der Aufklärung und als Schriftsteller einer der bekanntesten Autoren der deutschen Hausväterliteratur.

Als Hausväterliteratur wird eine Literaturgattung bezeichnet, welche die Ökonomik, d. h. die Lehre vom Haus, „mit einer eingehenden Darstellung der Landwirtschaft“ verbindet. Sie richtete sich insbesondere im deutschen Sprachraum vom 16. bis zum 18. Jahrhundert an die gebildeten Besitzer von Landgütern, vor allem Adlige. Neben seinen kameralistischen und naturwissenschaftlichen Veröffentlichungen machte sich Rohr vor allem mit seinen beiden zeitgenössischen Reiseführern für den Ober- und Unterharz einen bleibenden Namen.

Der Kameralismus ist als deutsche Variante des Merkantilismus, der herrschenden Wirtschaftspolitik im Zeitalter des Absolutismus bekannt. Das vorrangige Ziel des Kameralismus war der Wiederaufbau des durch den Dreißigjährigen Krieg (1618 bis 1648) zerstörten Landes. Mit der Kameralistik wollte man die Wirtschaft durch staatliche Aktionen so beeinflussen, dass der Wohlstand einer Nation gemehrt würde. Sie fand ihre Begründung in der theoretischen Konzeption der Kameralwissenschaft (Staatswirtschaftslehre). Bedeutende Kameralisten waren Veit Ludwig von Seckendorff, nach ihm Johann Heinrich Gottlob von Justi und Joseph von Sonnenfels. Der erste Lehrstuhl für Kameralistik wurde 1727 an der Friedrichs-Universität Halle errichtet.

1 Veit Ludwig von Seckendorff (* 20. Dezember 1626 in Herzogenaurach; † 18. Dezember 1692 in Halle (Saale)) gilt als Hauptvertreter des älteren deutschen Kameralismus.

Seckendorff ging es um den Ausbau der Infrastruktur und des Gewerbes durch Gründung neuer Manufakturen, teilweise seitens des Staates. Die direkte Intervention des Staates und die untergeordnete Bedeutung eines freien Unternehmertums ist ein wesentliches Merkmal des Kameralismus. Dies lag in der theoretischen Konzeption der Kameralwissenschaft (Staatswirtschaftslehre) begründet. Nach dieser war der wesentliche Zweck eines Staates, durch eine fähige Zentralverwaltung das Wohl aller Bürger zu garantieren. Um dies leisten zu können, bedurfte es gut ausgebildeter Beamter, die Kameral- oder Rechtswissenschaften studiert hatten und mit ihrer geschulten Vernunft, klaren Methoden und unter Kenntnis der herrschenden Regeln den Staat, die Wirtschaft, das Rechtssystem und den Alltag der Bürger zweckmäßig zu organisieren in der Lage waren.

2 Johann Heinrich Gottlob Justi, der sich auch Anaxagoras vom Occident nannte, (* 1720 in Brücken; † 21. Juli 1771 in Küstrin) war ein deutscher politisch-ökonomischer Denker und Kameralist des 18. Jahrhunderts.

Justis umfangreiches Œuvre besteht aus über 50 eigenständigen Publikationen, die sich mit philosophischen, literarischen, technologischen, geologischen, chemischen, physischen, politischen und ökonomischen Sachverhalten auseinandersetzen. Da Justi viele Jahre seines Lebens keine feste akademische oder staatliche Stelle innehatte, versuchte er, pro Jahr mit mindestens je zwei Neuerscheinungen auf den Buchmessen in Leipzig und Frankfurt vertreten zu sein. Dies erklärt den Textbuchcharakter sowie die zahlreichen Parallelen (und zum Teil wörtlichen Wiederholungen) in seinen Schriften.

Justis zentrales Anliegen war es, die größeren Territorien des Heiligen Römischen Reiches dahingehend zu reformieren, dass sie politisch, militärisch und wirtschaftlich mit den Großmächten England und Frankreich mithalten konnten. Vor dem Hintergrund des europäischen Mächteringens im Siebenjährigen Krieg arbeitete Justi in seinen politischen und ökonomischen Hauptwerken eine Vielzahl von Vorschlägen heraus, wie der wirtschaftliche Entwicklungsstand eines Landes rasch und dauerhaft angehoben werden könnte. Dabei griff Justi auf die Ideen französischer Denker wie Fénelon, Saint-Pierre, d’Argenson und Montesquieu zurück.

In seinen politischen Schriften argumentiert Justi, dass ein Land wirtschaftlichen Erfolg nur unter einer moderaten Regierung erlangen könne, die die Unantastbarkeit von Privateigentum garantiere. Despotismus, so Justi, führe zwangsläufig zur Verarmung und militärischen Schwächung eines Landes. Obwohl Justi unter dem Einfluss Montesquieus die Vor- und Nachteile verschiedener Regierungsformen ausgiebig diskutiert, erachtet er eine durch zahlreiche Reformmaßnahmen modernisierte Monarchie als die einzig plausible Regierungsform, da nur sie weitreichende wirtschaftliche Reformen zentral koordinieren und durchsetzen könne.

Die einzelnen wirtschaftlichen Reformen sind der Hauptgegenstand von Justis ökonomischen Schriften. Neben Maßnahmen zum Bevölkerungswachstum und zur Ankurbelung des Wettbewerbs (Zurückdrängung von Gilden und Innungen) sowie des privaten Verbrauchs (Aufhebung von Luxusverboten) beschreibt Justi die Förderung des Manufakturwesens, des Außenhandels (durch staatlich geförderte Handelsgesellschaften und die weitgehende Aufhebung von Ex- und Importverboten), des Bergbaus und der Landwirtschaft als Kernelemente eines umfassenden wirtschaftlichen Reformprogramms.

Nach Justi können all diese Schritte nur erfolgreich sein, wenn sie von einer Steuerreform flankiert werden, in deren Rahmen u. a. die Akzise abgeschafft werden müsse. Zu diesem Zweck verfasste Justi die erste systematische Abhandlung der Finanzwissenschaft in Deutschland, wobei neben zeitgenössischen französischen Schriften der Einfluss von kameralistischen Denkern sowie von Wolff und Pufendorf erkennbar ist.

Als Vertreterin des aufgeklärten Absolutismus war die russische Zarin Katharina II. bei ihrer Reformpolitik – sie rief 1767 eine Kommission ins Leben ,die eine umfangreiche Instruktion über Rechtsgrundsätze an die russische gesetzgebende Kommission erstellen sollte – stark von den Ideen von Justis beeinflusst. Die zentrale Idee aus dem Reformwerk von Katharina II. war es über den Begriff des russischen Vaterlandes, welches die höchste Stufe der Wohlfahrt  und Glückseligkeit  darstellen sollte, ein zufriedenes Leben für alle gemeinschaftlich zu erreichen. Sie übernahm den Begriff der „Glückseligkeit des Staates“ aus den Texten von Justi, die Staatsidee einer gemeinschaftlichen, geordneten und glückseligen Gesellschaft, die sich der Wohlfahrt als Ganzes verpflichtet sah.

3 Joseph Freiherr von Sonnenfels (* 1732/1733 in Nikolsburg, Mähren; † 25. April 1817 in Wien) war ein österreichischer Schriftsteller der Aufklärung und des Josephinismus, Verwaltungsreformer und Professor der Politischen Wissenschaften.

1763 zum Professor für „Polizey- und Kameralwissenschaft“ der Universität Wien berufen, entfaltete Sonnenfels eine reiche publizistische Tätigkeit im Sinne der Aufklärung.

Verdienstvoller und erfolgreicher zeigte sich Sonnenfels in seinen Beiträgen zur Justiz- und Verwaltungsreform. Nachdem sich der Aufklärer in seiner Schrift Über Abschaffung der Tortur (Zürich 1775) entschieden gegen die Folter ausgesprochen hatte, wurde diese mit Anfang Januar 1776 in ganz Österreich tatsächlich abgeschafft – eine Pioniertat für Europa.

** Paul Jacob Marperger

Paul Jacob Marperger (* 27. Juni 1656 in Nürnberg; † 27. Oktober 1730 in Dresden) war einer der ersten deutschen und produktivsten Schriftsteller vor allem zum Merkantilismus, zur Nationalökonomie und zur Kameralistik.

Marpergers 1709 in Hamburg erschienenes, König Friedrich I. von Preußen gewidmetes Buch über das „Neu-eröffnete Handelsgericht oder Wohlbestellte Commercien-Collegium“ ist mit seinen mehr als 800 Seiten das erste deutschsprachige Kompendium, in dem nicht nur die damals existierenden Handelsgerichte, sondern auch die für den Handels- und Zahlungsverkehr sowie für Unternehmen, Banken und kaufmännische Vereinigungen geltenden Gesetze, Regeln und Usancen ausführlich, wenn auch nicht immer systematisch, behandelt werden. Zusammen mit der im 2. Teil des Bandes enthaltenen Sammlung von praktischen Streitfällen und Entscheidungen, basierend auf den sog. „Pareres“ des französischen Handelsexperten Jaques Savary (1622–1690), gibt das Buch überaus vielfältige und anschauliche Einblicke in das Wirtschaftsleben in Deutschland und den Nachbarländern vor ca. 300 Jahren.

Die Wissenschaft der Ökonomie, die Haushaltungskunst, kam aus dem Alltag und wuchs zur Lehre über moderne Wirtschaftssysteme. Erste Ideen stammen von den Physiokraten, die den Ursprung allen Wertes in der Landwirtschaft sahen. Diese Theorie wurde von Richard Cantillon* formuliert und von Francois Quesnay** mit dem Tableau économique ausgebaut. Theorie und Praxis wurden eng aneinander gebunden, etwa bei Anne Robert Jacques Turgot***. In den 1770er Jahren brachte Adam Smith4* die neue Wissenschaft mit seinem Buch „An Inquiry into the Nature and Causes of the Wealth of Nations“ auf den Stand der in die Zukunft weisenden Nationalökonomie. An diesen anknüpfend entwickelte Jean-Baptiste Say5* das Saysches Theorem, das erste Prinzip, das einen funktionalen Zusammenhang zwischen den volkswirtschaftlichen Größen Angebot und Nachfrage herstellte. Moderne Universitäten erhielten die Strukturen, in denen Wissen zur Entwicklung von Nationen gebildet und unterrichtet werden konnte. Der Boden für die Industrialisierung wurde hier ab den 1770er Jahren theoretisch vorbereitet.

* Richard Cantillon (* 1680 in Ballyheigue, Kerry, Irland; † 1734 in London) war einer der ersten Ökonomen, die den Gedanken eines Geldkreislaufs ausarbeiteten und dabei auf die Bedeutung der Umlaufgeschwindigkeit des Geldes stießen. Seine Auffassung vom Wesen des Kreditgeschäfts, die auf der Erhöhung der Umlaufgeschwindigkeit des Geldes beruht, war laut Joseph Schumpeter Grundlage der offiziellen Theorie des Bankwesens bis hin zum Ersten Weltkrieg.

Cantillons Methodologie, sein Wissen, dass nur die subjektive Bewertung durch einen Menschen einem Gut Wert verleiht, und seine Fähigkeit, ökonomische von ethischen und politischen Erwägungen zu trennen, markieren einen theoretischen Höhepunkt, der nicht einmal von Adam Smith erreicht wurde. Auf lange Zeit unerreicht war auch die Qualität der Cantillon’schen Analyse des Unternehmers als eines im Hinblick auf die Unsicherheit der Zukunft handelnden Akteurs, die ihre Bedeutung nicht zuletzt Cantillons persönlichen unternehmerischen Erfahrungen schuldet. Die wohl berühmteste Passage Cantillons findet sich im sechsten Kapitel des zweiten Teils seiner „Abhandlung“. Dort analysiert er den Prozess der Inflation am Beispiel neu entdeckter Gold- und Silberminen. Inflation versteht er dabei – anders als heute üblich – zunächst als Geldvermehrung.

Geld gerät danach nur Schritt für Schritt in den Wirtschaftskreislauf. Eine erhöhte Geldmenge erhöht auch nicht einfach nur die Preise, sondern hat auf die Preise einzelner Güter ganz unterschiedliche Folgen. Zunächst erhöhen sich die Einkommen der an der Edelmetallproduktion Beteiligten. Dann erhöhen sich die Preise der Güter, die sie am meisten erwerben. Das wiederum erhöht dort die Preise und somit die Einkommen der Produzenten. Die erhöhten Preise bewirken aber andererseits, dass andere Leute diese Güter nicht mehr im gleichen Umfang wie zuvor nachfragen. Wessen Gehalt nicht steigt, weil er nicht in der Minenindustrie arbeitet, der kann nur noch einen kleineren Anteil von Waren wie zuvor erwerben, während die Arbeiter der Minen einen größeren Anteil aller Güter für sich einkaufen können. Inflation trifft die Geldnutzer also in unterschiedlichem Umfang und diejenigen härter, die später in den Besitz des neuen Geldes gelangen. Erst wenn sich das Preisniveau – nach einer gewissen Zeit –i nsgesamt auf die neue Geldmenge eingestellt hat, wird ein neues, anderes Kaufkraftverhältnis hergestellt sein.

Inflation verändert die Preise also zunächst in Relation zueinander: Preise sind immer relativ. Dadurch kommt es zu Veränderungen in der Ressourcenallokation, die Zuordnung und Verteilung knapper Ressourcen wie Arbeit, Kapital, Boden und Rohstoffen zur Produktion von Gütern oder Dienstleistungen. Diese Veränderungen bezeichnet man als sog. Cantillon-Effekte. Inflation trifft manche Geldnutzer positiv, andere negativ. Sie führt zu einer Verschiebung von Vermögen von den späten Geldnutzern zu den frühen Geldnutzern.

François Quesnay

**François Quesnay (* 4. Juni 1694 in Méré/Montfort-l’Amaury bei Versailles; † 16. Dezember 1774 in Versailles) war ein französischer Chirurg und Ökonom. Er gilt als Begründer der physiokratischen Schule der Ökonomie und Enzyklopädist.

Ein wesentlicher Fortschritt in Quesnays Wirtschaftsmodell bestand in der Erkenntnis, dass Ausgaben nicht einfach nur verbraucht wurden, sondern an anderer Stelle als Einnahmen erschienen, die nun wieder Ausgaben möglich machten und so weiter. Der so entstehende Kreislauf würde sich sozusagen naturgesetzlich selbst regulieren, der Staat sollte so wenig wie möglich eingreifen: „Laissez faire et laisser passer“ wurde zum Wahlspruch der Physiokraten. Als Träger aller wirtschaftlichen Aktivitäten benannte Quesnay drei „Klassen“: Die Landwirtschaft (classe productive) erwirtschaftet den volkswirtschaftlichen Überschuss. Die Grundeigentümer (classe des propriétaires oder classe distributive), meist Adlige, betreiben durch Verpachtung die Verteilung des Bodens und sorgen für dessen Melioration; sie verbrauchen den gesamten Überschuss. Die Händler und Gewerbetreibenden (classe stérile) erwirtschaften mit ihrer Tätigkeit keinen volkswirtschaftlich relevanten Überschuss, daher gilt ihre Tätigkeit als steril.

Quesnays Betrachtungsweise der Wirtschaft als Kreislauf markierte einen wissenschaftlichen Durchbruch und ebnete Wege zur Entwicklung der klassischen Volkswirtschaftslehre. Seine Charakterisierung der verschiedenen „Klassen“ rief jedoch bald Widerspruch hervor, vor allem die Bewertung der aufstrebenden Manufakturen als unproduktiv und „steril“ provozierte. Adam Smith korrigierte dann 1776 in seinem ökonomischen Hauptwerk „Der Wohlstand der Nationen“ die These vom Vorrang der Landwirtschaft als Quelle des nationalen Reichtums. Er schrieb die Produktivkraft überhaupt keinem bestimmten Sektor der Volkswirtschaft zu, sondern generell der Arbeit, die allen Produktionsformen zugrunde liegt. Entscheidend sei, dass ausreichend Kapital zur Verfügung gestellt werde, um produktive Arbeit nutzen zu können.

***Anne Robert Jacques Turgot

Anne Robert Jacques Turgot, baron de l’Aulne (* 10. Mai 1727 in Paris; † 18. März 1781) war ein französischer Staatsmann und Ökonom der Aufklärung, der zur vorklassischen Ökonomie gezählt werden kann. Er beschrieb die Grundzüge des Ertragsgesetzes, aber auch Beiträge zur Encyclopédie.

Nach einer Skizzierung der Ursprünge des Handels entwickelte Turgot Quesnays Theorie, dass der Boden die einzige Quelle des Wohlstands sei. Nach einer Diskussion der Evolution der verschiedenen Anbaumethoden, der Natur von Tausch und Tauschhandel, Geld sowie der Funktion von Kapital, stellte er die Theorie des „impôt unique“ vor, nach der nur der Nettogewinn aus dem Land besteuert werden solle. Außerdem verlangte er die völlige Freiheit von Handel und Industrie.

Seine Ernennung zum Marineminister im Juli 1774 traf auf allgemeine Zustimmung und wurde von den philosophes mit Enthusiasmus begrüßt. Einen Monat später, am 24. August, wurde er zum Generalkontrolleur der Finanzen ernannt. Seine erste Handlung war, dem König eine Darlegung seiner Handlungsprinzipien vorzulegen: „kein Bankrott, keine Steuererhöhung, keine Verschuldung“. Turgots Politik angesichts der verzweifelten finanziellen Lage war es, in allen Bereichen strenge Sparsamkeit durchzusetzen. Alle Ausgaben mussten dem Generalkontrolleur zur Genehmigung vorgelegt werden, eine Reihe von Pfründen wurde beseitigt und ihre Besitzer entschädigt, der Missbrauch der „acquits au comptarit“ wurde angegangen, während Turgot persönlich beim König gegen die verschwenderische Vergabe von Stellen und Pensionen Einspruch einlegte. Er erwog auch eine tiefgehende Reform der „ferme générale“, begnügte sich aber für den Anfang mit bescheideneren Ansätzen: er erzwang bestimmte Bedingungen für neugeschlossene Pachtverträge, wie effizienteres Personal; er schaffte den Missbrauch einer bestimmten Art von Pensionen (croupes) ab, als er herausfand, wie viele Personen in hohen Positionen daran ein Interesse hatten; bestimmte Pachtverträge wurden aufgelöst. Er bereitete auch ein reguläres Budget vor. Unter der Regentschaft von Louis XV wurden im Jahre 1728 die bisher einzelnen Pachtungen nach deren Vereinigung zur ferme générale auf sechs Jahre an 40 Mitglieder verteilt. Ab dem Jahre 1755 waren es 60 Mitglieder. Die ferme générale erwirtschaftete immerhin fast die Hälfte der Staatseinnahmen des Ancien Régime.

Durch Turgots Maßnahmen gelang es, das Staatsdefizit beträchtlich zu reduzieren. Die Kreditwürdigkeit des Staates nahm zu, so dass Turgot 1776, kurz vor seinem Sturz, mit holländischen Bankiers Kredite zu 4 % aushandeln konnte. Dennoch war das Defizit immer noch so hoch, dass er seinen Hauptplan nicht realisieren konnte, die indirekte Besteuerung durch eine einzige Landsteuer zu ersetzen. Frankreichs Beteiligung am amerikanischen Revolutionskrieg lehnte er aus ökonomischen Gründen ab, konnte sich aber nicht durchsetzen.

Schon längere Zeit hatte Turgot seine berühmte „Six Edits“ vorbereitet, die er im Januar 1776 dem conseil du roi vorlegte. Von den sechs Edikten waren vier von geringer Wichtigkeit. Die beiden, die heftigen Widerstand erregten, waren das Edikt zur Beseitigung der Corvées und das zur Aufhebung des Zunftzwangs. In der Präambel zu letzterem verkündete Turgot die Abschaffung der Privilegien und die Unterwerfung aller drei Stände unter die Besteuerung; der Klerus wurde auf Bitten Maurepas’ davon ausgenommen. Im Vorwort der Verfügung über die Zünfte betonte er das Recht für jedermann, ohne Einschränkungen in jedem Beruf zu arbeiten. Er erreichte die Registrierung aller sechs Edikte durch das Lit de justice am 12. März, aber zu dieser Zeit hatte er fast jeden gegen sich. Seine Angriffe auf die Privilegien hatten ihm den Hass des Adels und der Parlamente eingetragen, seine versuchten Reformen des königlichen Haushalts den Ärger des Hofs, seine Pläne zum Freihandel die Ablehnung der Finanziers, seine Ansichten über die Toleranz den Widerstand des Klerus, und sein Edikt über die Zünfte den Widerstand der reichen Bourgeoisie von Paris. Die Königin hatte eine Abneigung gegen ihn, weil er sich gegen die Verschwendungssucht zugunsten ihrer Günstlinge wendete, und bei Madame de Polignac hatte er auf ähnliche Weise Anstoß erregt.

Er war gegen die Einberufung der Generalstände (6. Mai 1775), möglicherweise weil die beiden privilegierten Stände darin zu viel Macht haben würden.