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Peter Burg Werke

Vorlesung

Vorlesung WS 2017/18

Zoll und Schmuggel als Motoren der deutschen (Wirtschafts-)Einheit?

Die Vorlesung bezieht sich auf die Zeit der Kleinstaaterei im Deutschen Bund nach dem Wiener Kongress 1814/15. Zoll und Schmuggel stellten zunächst einmal Hindernisse für die zwischenstaatlichen Beziehungen dar. Die Einsicht in die Notwendigkeit, die Hindernisse aus dem Weg zu räumen, führte dann zu einer näheren Verbindung und schließlich zum Zusammenschluss der deutschen Staaten. In der Vorlesung wird der Weg zu diesem Ziel unter allen Aspekten beschrieben, die dabei eine Rolle spielten. Dazu gehörte der Partikularismus im Konflikt mit der Einheitsidee und eine Außenhandelspolitik, in der Freihandel und Schutzzoll als Leitlinien konkurrierten. Außerdem gab es einen Streit um die Verteilung der Abgabenlasten im Land, etwa um die Frage einer höheren Belastung von Handel, Industrie oder Landwirtschaft. Die Kontroversen fanden Eingang in die Debatten der süddeutschen Landtage, die als Quellen im Mittelpunkt der Forschungsvorlesung stehen. Hier wurden Interessen artikuliert und Argumente aus Theorie und Praxis ausgetauscht.

Literatur: Peter Burg, ungedruckte Aufsätze in:  http://peter-burg.de/zollverein-zoll-schmuggel/zoll-und-schmuggel-vor-1834; http://peter-burg.de/zollverein-zoll-schmuggel/zoll-und-schmuggel-vor-1834/zollchaos-in-hessen-kassel; Hans-Werner Hahn, Geschichte des Deutschen Zollvereins (= Kleine Vandenhoeck-Reihe. Bd. 1502). Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 1984.

Zeit: Di, Mi 10-12
Orléansring 17.

Beginn: 10.10.2017, Ende: 20.12.2017.