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Peter Burg Werke

Vorlesung

Sommersemester 2019

Vorlesung: Das Zeitalter des Feudalismus

Die Vorlesung stellt die Grundzüge der alteuropäischen Gesellschaft dar, deren Zusammenbruch nach einer jahrhundertelangen Geltung von der Französischen Revolution eingeleitet wurde. Feudalismus (Lehnswesen) bezeichnet die vom Mittelalter bis zum Zeitalter der Französischen Revolution in Europa vorherrschende  Gesellschafts- und Wirtschaftsform, auf die im 19. Jahrhundert der Aufstieg der bürgerlichen Gesellschaft folgte. In der feudalen Gesellschaft  überließ ein Landesherr seinen Gefolgsleuten die Nutzung von Land und Leuten. Aus dem landesherrlichen Privileg entwickelten sich herrschaftliche und wirtschaftliche Strukturen, die zu einer politischen und sozialen Gliederung in Ständen führten. Auf der unteren Ebene, an der Basis, gab es den zur Landbewirtschaftung bestimmten Stand der Bauern. Eigentümer des von ihnen bestellten Landes waren die Grundherren, die Bauern befanden sich im Zustand der Hörigkeit. Die städtischen Bürger erhielten eine relative Eigenständigkeit. Den Herrschaftsverhältnissen nach unten stand eine Bindung des Lehnsmannes an übergeordnete Instanzen bis hin zum obersten Landesherrn gegenüber. Der Landesherr umgab sich im Feudalismus mit einem Stand, der ihm zur Gefolgschaftstreue verpflichtet war. Die Kette der Vasallen reichte bis zum König, dessen hoheitliche Domäne in vielfältigen Formen das gesamte Land umfasste. Die Kirche bildete ein wichtigen Bestandteil des Feudalsystems.

Literatur:

Otto Hintze, Wesen und Verbreitung des Feudalismus (= Sitzungsberichte der Preußischen Akademie der Wissenschaften), Berlin 1929; Marc Bloch: Die Feudalgesellschaft (Originaltitel: La societé féodale). Klett-Cotta, Stuttgart 1999; Georges Duby: Die drei Ordnungen. Das Weltbild des Feudalismus (Originaltitel: Les trois ordres ou l’imaginaire du féodalisme). Suhrkamp, Frankfurt/M. 1993.

Beginn: 02.04.2019, Ende: 05.06.2019.

Jeweils wöchentlich dienstags und mittwochs von 10-12 Uhr.

Gewünschter Raum im Orléans Ring 12.