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Peter Burg Werke

Stammesherzöge

Karolinger und Pippiniden (Arnulfinger)

Hausmeier in Austrien:

•  Pippin der Ältere, Hausmeier (624–640)

•  Grimoald der Ältere, Hausmeier (643–662)

•  Pippin der Mittlere, Hausmeier (687–714)

•  Karl Martell, Hausmeier (714–741)

•  Karlmann, Hausmeier (741–747)

•  Pippin der Jüngere, Hausmeier ab 741, König (751–768)

•  Karlmann I., König (768–771)

•  Karl der Große, König (768–814), Kaiser (800–814)

o  Karl der Jüngere, König (800–811) im fränkischen Kernland zwischen Loire und Elbe unter Oberhoheit seines Vaters Karls des Großen

•  Ludwig der Fromme, Kaiser (814–840)

•  Reichsteilung unter Ludwigs Söhnen:

Lotharii Regnum („Mittelreich“):

•  Lothar I., König (843–855), Kaiser (817/823–855; 823–840 Mitkaiser)

Ostfränkisches Reich:

•  Ludwig der Deutsche, König (843–876)

Westfränkisches Reich:

•  Karl der Kahle, König (843–877), Kaiser (875–877)

Mit dieser erneuten Reichsteilung durch den Vertrag von Verdun endete das Frankenreich im Jahre 843. Die Karolinger starben in Lothringen im Jahre 900, im Ostfränkischen Reich im Jahre 911 und im Westfränkischen Reich im Jahre 987 aus.

Liste der Stammesherzöge von Sachsen

Nachfolgend sind die Herrscher des mittelalterlichen Stammesherzogtums Sachsen aufgeführt.

Bild      Name          Herrschaftszeit     Geschlecht Anmerkungen

Widukind

vor 777–785 Odonen

Ekbert

nach 800        Ekbertiner

Cobbo

nach 820        Ekbertiner

Liudolf

ab 840 Liudolfinger

Heinrich I. der Vogler

912–936        Liudolfinger

auch Ostfränkischer König (919–936)

Otto II. der Große

936–960        Liudolfinger

auch Ostfränkischer König und Römischer Kaiser (936/62–973),

König von Italien (951–973)

Hermann I.

960–973        Billunger

Bernhard I.

973–1011      Billunger

Bernhard II.

1011–1059    Billunger

Ordulf

1059–1072    Billunger

Magnus

1072–1106    Billunger

Lothar

1106–1137    Supplinburger

auch Römisch-deutscher König und Kaiser (1125/33–1137),

König von Italien (1128–1137)

Heinrich II. der Stolze

1137–1139    Welfen

auch Herzog von Bayern (1126–1139)

Im Streit zwischen Staufern und Welfen entzieht König Konrad III. den Welfen das Herzogtum Sachsen und belehnt stattdessen die Askanier.

Albrecht I. der Bär

1138–1142    Askanier

auch Markgraf von Brandenburg (1157–1170)

Da Albrecht der Bär sich in Sachsen als Herzog nicht durchsetzen konnte, verleiht König Konrad III. das Herzogtum an den Welfen Heinrich den Löwen, einen Sohn Heinrichs des Stolzen.

Heinrich III. der Löwe

1142–1180    Welfen

auch Herzog von Bayern (1156–1180)

Friedrich Barbarossa verhängt die Reichsacht über Heinrich den Löwen und zerschlägt dessen Besitz. Das Herzogtum wird geteilt. Der Westen fällt als Herzogtum Westfalen an Philipp I. von Heinsberg, Erzbischof von Köln, die sächsische Herzogswürde erhält am 13. April 1180 mit Bernhard von Sachsen erneut ein Askanier. Diesem gelingt es jedoch nicht, eine weiträumige Territorialherrschaft über das ihm zugesprochene Gebiet des alten Herzogtums Sachsen aufzubauen, so dass das neue askanische Herzogtum Sachsen lediglich durch den Titel und einige Reichslehen (Lauenburg, Wittenberg) gebildet wird. Auf dem übrigen Gebiet des alten Herzogtums Sachsen entstehen mehrere Dutzend weitere reichsunmittelbare Fürstentümer.

Herrscher

Siehe auch: Liste der Stammesherzöge von Sachsen bis 1180

Herrschaft      Name

Askanier

1180–1212    Bernhard III. von Sachsen

1212–1260    Albrecht I. von Sachsen

1260–1298    Albrecht II. von Sachsen-Wittenberg

1298–1356    Rudolf I. von Sachsen-Wittenberg

1356–1370    Rudolf II. von Sachsen-Wittenberg der Blinde

1370–1388    Wenzel I. von Sachsen-Wittenberg

1388–1419    Rudolf III. von Sachsen-Wittenberg

1419–1422    Albrecht III. von Sachsen-Wittenberg der Arme

Wettiner

1423–1428    Friedrich I. von Sachsen der Streitbare (1370–1428)

1428–1464    Friedrich II. von Sachsen der Sanftmütige (1412–1464)

1464–1486    Ernst von Sachsen (1441–1486)

1486–1525    Friedrich III. von Sachsen der Weise (1463–1525)

1525–1532    Johann von Sachsen der Beständige († 1532)

1532–1547    Johann Friedrich von Sachsen der Großmütige († 1554)

1547–1553    Moritz von Sachsen (1521–1553)

Die Askanier

→ Hauptartikel: Askanier

Die 1356 von Kaiser Karl IV. erlassene Goldenen Bulle zählte das Herzogtum Sachsen-Wittenberg unter die Kurfürsten. Dadurch wurde Sachsen-Wittenberg das bereits vorher ausgeübte Recht der Königswahl sowie viele weitere Privilegien verbrieft, was die Herzöge unter die ranghöchsten Fürsten des Reiches aufsteigen ließ.

Name (Lebensdaten)     Regierungszeit     Anmerkungen

Rudolf I.

(* um 1284; † 12. März 1356)   1356 Seit 1298 Herzog von Sachsen-Wittenberg.

Rudolf II.

(* um 1307; † 6. Dezember 1370)       1356–1370          Streit mit Sachsen-Lauenburg um die Kurwürde und mit den Wettinern um Gebiete.

Wenzel

(* um 1337; † 15. Mai 1388)     1370–1388          Bruder Rudolfs II. Ebenfalls Fürst von Lüneburg.

Rudolf III.

(* vor 1367; † 11. Juni 1419)    1388–1419          Nahm an den Hussitenkriegen teil. Auf dem Weg nach Böhmen vergiftet.

Albrecht III., „der Arme“

(* um 1375/1380; † vor dem 12. November 1422)          1419–1423          Bruder Rudolfs III. Letzter Kurfürst aus dem Geschlecht der Askanier.

Die Wettiner

→ Hauptartikel: Wettiner

Nach dem Aussterben der wittenbergischen Askanier wurde Markgraf Friedrich IV. von Meißen mit dem Herzogtum Sachsen-Wittenberg unter Anerkennung der damit verbundenen Kurwürde belehnt. Der Name Sachsen wanderte damit nun weiter elbaufwärts, um letztendlich auch alle anderen wettinischen Territorien (einschließlich der Kernlande Mark Meißen und der Landgrafschaft Thüringen) abzudecken. Das nun entstandene neue Kurfürstentum Sachsen hatte jedoch mit dem alten Stammesherzogtum (Hauptteil des heutigen Niedersachsens) und mit dem vormaligen Länder-Komplex der Askanier, denen weiterhin Lauenburg und Anhalt gehören, nichts mehr gemein.

Name (Lebensdaten)     Regierungszeit     Anmerkungen

Friedrich I., „der Streitbare“

(* 11. April 1370; † 4. Januar 1428)   1423–1428          Bereits seit 1381 als Friedrich IV. Markgraf von Meißen und Pfalzgraf von Sachsen.

Friedrich II., „der Sanftmütige“

(* 22. August 1412; † 7. September 1464)   1428–1464          Als Friedrich V. Markgraf von Meißen und Pfalzgraf von Sachsen. Das durch Erbfall 1440 zurückgewonnene Thüringen überließ er in der Altenburger Teilung von 1445 seinem jüngeren Bruder Wilhelm. Nach Friedrichs Tod übernahmen seine Söhne Ernst und Albrecht zunächst gemeinsam die Regierung.

Die Leipziger Teilung

Die Brüder Ernst und Albrecht teilten in der Leipziger Teilung von 1485 die wettinischen Lande unter sich auf. Das Herzogtum Sachsen-Wittenberg (mit dem späteren Kurkreis) und die damit verbundene Kurwürde sowie der Großteil der thüringischen Ländereien verblieben bei Ernst und seinen Nachkommen (“ernestinische Linie”). Die Nachkommen Albrechts (“albertinische Linie”) erhielten den Hauptteil Meißens und regierten fortan in Dresden als Herzöge von Sachsen.

Ernestiner

(Kurfürsten und Herzöge von Sachsen)

Name (Lebensdaten)     Regierungs- zeit   Anmerkungen

Ernst

(* 24. März 1441; † 26. August 1486)          1464–1486          1485 kam es zur Teilung der wettinischen Lande zwischen ihm und seinem Bruder Albrecht.

Friedrich III., „der Weise“

(* 17. Januar 1463; † 5. Mai 1525)     1486–1525          Unterstützte Martin Luther.

Johann „der Beständige“

(* 13. Juni 1468; † 16. August 1532) 1525–1532          Bruder Friedrichs III. Mitbegründer des Schmalkaldischen Bundes.

Johann Friedrich „der Großmütige“

(* 30. Juni 1503; † 3. März 1554)       1532–1547          Musste die Kurwürde und große Gebiete an seinen Vetter Moritz abtreten.

Albertiner

(Herzöge von Sachsen)

Name (Lebensdaten)     Regierungs- zeit   Anmerkungen

Albrecht „der Beherzte“

(* 31. Juli 1443; † 12. September 1500)       1485–1500          Ebenfalls Gubernator von Friesland.

Georg „der Bärtige“

(* 27. August 1471; † 17. April 1539)         1500–1539          Gegner des Protestantismus.

Heinrich „der Fromme“

(* 16. März 1473; † 18. August 1541)          1539–1541          Bruder Georgs des Bärtigen. Trat zum Protestantismus über.

Moritz

(* 21. März 1521; † 11. Juli 1553)      1541–1547          Stellte sich im Schmalkaldischen Krieg auf die Seite von Kaiser Karl V., führte 1552 den Fürstenaufstand gegen ihn.

Kursachsen unter den Albertinern

Im Ergebnis des Schmalkaldischen Krieges verlor Johann Friedrich als Oberhaupt des Schmalkaldischen Bundes große Teile seines Landes im Obersächsischen und die Kurwürde an seinen Vetter Moritz, der auf der Seite des Kaisers gestanden hatte. Seine Söhne konnten nur die Besitzungen in Thüringen behalten.

Name (Lebensdaten)     Regierungszeit     Anmerkungen

Moritz

(* 21. März 1521; † 11. Juli 1553)      1547–1553          Seit 1541 bereits Herzog des albertinischen Sachsens. Wegen seines eigennützigen Verrats an der protestantischen Sache auch „Judas von Meißen“ genannt.

August

(* 31. Juli 1526; † 11. Februar 1586) 1553–1586          Bruder von Moritz. Bekämpfte den Calvinismus. Unter seiner Herrschaft erlebte Sachsen eine wirtschaftliche und soziale Blüte. Prototyp des fürsorglichen Landesfürsten („Vater August“).

Christian I.

(* 29. Oktober 1560; † 25. September 1591)         1586–1591          Die bereits unter seinem Vater August begonnene Vermessung Kursachsens wird während seiner Herrschaft abgeschlossen.

Christian II.

(* 23. September 1583; † 23. Juni 1611)      1591–1611          Kam bereits im Kindesalter auf den Thron und stand daher bis 1601 unter Vormundschaft des Herzogs Friedrich Wilhelm von Sachsen-Weimar.

Johann Georg I.

(* 5. März 1585; † 8. Oktober 1656)   1611–1656          Bruder von Christian II. Während des Dreißigjährigen Krieges verhielt er sich zunächst neutral, verbündete sich dann aber mit den Schweden und nach dem Tod Gustav Adolfs mit Kaiser Ferdinand II. Auf Grund seiner Jagdleidenschaft und seines groben Wesens „Bären-Georg“ genannt. Testamentarisch ließ er die Abspaltung eigener Herrschaftsgebiete für seine nachgeborenen Söhne verfügen (siehe hierzu die Herzogtümer Sachsen-Weißenfels, Sachsen-Merseburg und Sachsen-Zeitz).

Johann Georg II.

(* 10. Juni 1613; † 1. September 1680)        1656–1680          Widmete sich dem wirtschaftlichen Wiederaufbau Sachsens nach dem Dreißigjährigen Krieg.

Johann Georg III.

(* 30. Juni 1647; † 22. September 1691)      1680–1691          Führte in Sachsen ein stehendes Heer ein, daher auch „der Sächsische Mars“ genannt.

Johann Georg IV.

(* 18. Oktober 1668; † 27. April 1694)        1691–1694          Starb nach nur drei Jahren Herrschaft an den Blattern.

Friedrich August I., „der Starke“

(* 12. Mai 1670; † 1. Februar 1733)   1694–1733          Bruder von Johann Georg IV. Als August II. 1697–1704 und 1709–1733 König von Polen und Großherzog von Litauen. Dresden und Warschau erlebten unter seiner Herrschaft ihre kulturelle und architektonische Blüte.

Friedrich August II.

(* 17. Oktober 1696; † 5. Oktober 1763)     1733–1763          Als August III. ebenfalls König von Polen und Großherzog von Litauen. Die Niederlage gegen Preußen im Siebenjährigen Krieg stürzte Sachsen in den finanziellen Ruin.

Friedrich Christian

(* 5. September 1722; † 17. Dezember 1763)        1763 Starb nach nur 74 Tagen Herrschaft an den Blattern.

Friedrich August III., „der Gerechte“

(* 23. Dezember 1750; † 5. Mai 1827)         1763–1806          Kam bereits im Kindesalter auf den Thron. Bis zum Erreichen der Volljährigkeit im Jahre 1768 fungierte daher sein Onkel Prinz Franz Xaver als vormundschaftlicher Administrator. Seine Mutter Kurfürstinwitwe und -mutter Maria Antonia Walpurgis war ebenfalls in das Regierungshandeln involviert. Er verzichtete später auf die polnische Krone und beteiligte sich zunächst weder am Reichsdeputationshauptschluss noch an der Gründung des Rheinbundes.

Erhebung zum Königreich Sachsen

Napoleon erhob das auf seiner Seite stehende Kurfürstentum Sachsen 1806 zum Königreich.

Name (Lebensdaten)     Regierungszeit     Anmerkungen

Friedrich August I., „der Gerechte“

1806–1827    1806 stellte er sich während der Napoleonischen Kriege auf die Seite Frankreichs, wofür er von Napoleon zum König erhoben wurde. 1807–1815 war er Herzog von Warschau. Nach dem Wiener Kongress verlor Sachsen über die Hälfte seines Territoriums an Preußen, darunter auch den alten sächsischen Kurkreis um Wittenberg (preußische Provinz Sachsen), womit das Königreich Sachsen die letzte geografische Verbindung zum mittelalterlich-sächsischen Herzogtum verlor und sich nun gänzlich auf die alte Mark Meißen beschränkte.

Anton „der Gütige“

(* 27. Dezember 1755; † 6. Juni 1836)         1827–1836          Bruder Friedrich Augusts I. Eine neue Verfassung machte Sachsen zur konstitutionellen Monarchie.

Friedrich August II.

(* 18. Mai 1797; † 9. August 1854)    1836–1854          Neffe Antons. Starb in Tirol nach einem Unfall.

Johann

(* 12. Dezember 1801; † 29. Oktober 1873)          1854–1873          Bruder Friedrich Augusts II. Im Deutschen Krieg von 1866 kämpfte Sachsen auf der Seite von Österreich. Nach der Niederlage von Königgrätz folgte der Beitritt zum Norddeutschen Bund und schließlich zum Deutschen Kaiserreich.

Albert

(* 23. April 1828; † 19. Juni 1902)     1873–1902          Führte in Dresden einige bedeutende Bauprojekte durch, darunter den Bau der größten zusammenhängenden Kasernenanlage Deutschlands in der Albertstadt.

Georg

(* 8. August 1832; † 15. Oktober 1904)       1902–1904          Bruder Alberts. Er war bei seinem Amtsantritt beinahe 70 und regierte nur zwei Jahre.

Friedrich August III.

(* 25. Mai 1865; † 18. Februar 1932)           1904–1918          Letzter sächsischer König. Dankte nach der Novemberrevolution 1918 ab.

Liste der Herzöge von Schwaben

Name    Herrschaft Bemerkungen

Schwaben

Burchard I.

909–911        Markgraf in Rätien, Graf im Thurgau und der Baar

Erchanger

915–917        Pfalzgraf von Schwaben

Burchard II.

917–926        Sohn Burchards I., Markgraf in Rätien

Hermann I.

926–949        Vetter König Konrads I.

Liudolf

950–954        dessen Schwiegersohn, Sohn König Ottos I.

Burchard III.

954–973        Sohn Burchards II.

Otto I.

973–982        Sohn Liudolfs

Franken

Konrad I.

982–997        Verwandter Hermanns I., wohl Schwager Liudolfs

Hermann II.

997–1003      dessen Sohn

Hermann III.

1003–1012    dessen Sohn

Salier

Ernst I.

1012–1015    Schwiegersohn Hermanns II.

Ernst II.

1015–1030    dessen Sohn

Hermann IV.

1030–1038    dessen Bruder

Heinrich III.

1038–1045    unmittelbare Herrschaft des Königs, Stiefbruder Hermanns IV.

Otto II.

1045–1047    Pfalzgraf von Lothringen

Otto III.

1048–1057    Markgraf von Schweinfurt

Rudolf

1057–1079    Graf von Rheinfelden, deutscher Gegenkönig 1077

Friedrich I.

1079–1105    Staufer

Berthold I.

1079–1090    Sohn Rudolfs, Gegenherzog

Berthold II.

1092–1111    erst Gegenherzog,

ab 1098 „Herzog von Zähringen“

Berthold III.

1113–1122    dessen Sohn

Konrad

1122–1152    dessen Bruder

Berthold IV.

1152–1186    Sohn Bertholds III.

Berthold V.

1186–1218    dessen Sohn

Friedrich II. der Einäugige          1105–1147          Sohn Friedrichs I.

Friedrich III.

1147–1152    Sohn Friedrichs II., König als Friedrich I. Barbarossa 1152, Kaiser 1155

Friedrich IV. von Rothenburg    1152–1167          Sohn von König Konrad III.

Friedrich V.

1167–1170    ältester Sohn von Friedrich I. Barbarossa

Friedrich VI.

1170–1191    dessen Bruder

Konrad II. von Rothenburg        1191–1196          dessen Bruder

Philipp

1196–1208    dessen Bruder, König als Philipp von Schwaben 1198

1208–1212          kein Herzog, König Otto IV. zieht Schwaben an die Krone, Anspruch Friedrichs VII.

Friedrich VII.

1212–1217    unmittelbare Herrschaft des Königs Friedrich II., Kaiser 1220

Heinrich

1217–1235    dessen Sohn, König als Heinrich (VII.) 1220

Friedrich VII.

1235–1237    erneute unmittelbare Herrschaft von Kaiser Friedrich II.

Konrad III.

1237–1254    dessen Sohn, König als Konrad IV. 1237

Konrad IV.

1254–1268    Sohn von König Konrad IV., genannt „Konradin“

1268–1273          kein Herzog, König Wilhelm von Holland beansprucht das Herzogtum (1255), König Alfons X. von Kastilien beansprucht das Herzogtum (1257)

Rudolf

1273–1290    Sohn von König Rudolf I.

Johann

1290–1313    dessen Sohn

Nach Johanns kinderlosem Tod hörte Schwaben als Herzogtum faktisch auf zu bestehen.

Liste der Herrscher Bayerns

Älteres Stammesherzogtum

Agilolfinger

Herrschaft      Name          Bemerkungen

ca. 548–595   Garibald I.

erster nachgewiesener Herzog von Bayern

ca. 595–610   Tassilo I.

ca. 610–630   Garibald II.

ca. 630–640   Fara

ca. 640–680   Theodo I.

ca. 680 Lantpert

ca. 680–716   Theodo II.

ca. 711–719   Theudebald

ca. 715–725   Grimoald II.

ca. 716–719   Tassilo II.

ca. 719–725   Theodbert (Theodo III.)

ca. 725–737   Hugbert

ca. 737–748   Odilo

musste 744 die Oberherrschaft der Franken anerkennen

ca. 748 Grifo

Usurpator, Karolinger, aber über seine Mutter mit den Agilofingern verwandt

ca. 748–788   Tassilo III.

788 durch Karl den Großen abgesetzt

Königtum der Karolinger in Bayern

Seit 788 bis zum Beginn des 10. Jahrhunderts gab es keinen baierischen Herzog. Die Karolinger regierten als Könige oder Unterkönige Bayerns. Sie siegelten Urkunden aus dieser Zeit als Könige von Bayern oder setzten zur Herrschaftsausübung bisweilen Statthalter (Präfekten) ein.

Karolinger (oft in Personalunion mit dem Fränkischen Reich bzw. ab 843 dem Ostfrankenreich)

Herrschaft      Name          Bemerkungen

788–814        Karl der Große

Herrschaftsausübung durch die Präfekten Gerold († 799) und Audulf († 819)

814–817        Lothar

als (Unter-) König

817–865        Ludwig der Deutsche Der Beiname „der Deutsche“ entstammt der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts.     seit 825 regierender König in Bayern, bzw. seit 843 in Personalunion mit dem Ostfrankenreich[1]

865–880        Karlmann

als (Unter-) König

880–882        Ludwig III.

als (Unter-) König

882–887        Karl der Dicke

in Personalunion mit dem Ostfrankenreich

887–899        Arnulf von Kärnten

in Personalunion mit dem Ostfrankenreich

899–907        Ludwig das Kind

in Personalunion mit dem Ostfrankenreich

Mit Ludwig dem Kind erlosch die Linie der ostfränkischen Karolinger

Jüngeres Stammesherzogtum

Luitpoldinger

Herrschaft      Name          Bemerkungen

907–937        Arnulf I. der Böse

titulierte zeitweise auch als König

937–938        Eberhard

938–947        Berthold

Liudolfinger (Ottonen)

948–955        Heinrich I.

955–976        Heinrich II. der Zänker

976–982        Otto I.

Luitpoldinger

983–985        Heinrich III. von Kärnten

Liudolfinger (Ottonen)

985–995        Heinrich II. der Zänker

(zum 2. Mal)

995–1004      Heinrich IV.

der spätere Kaiser Heinrich II. † 1024

Luxemburger

1004–1009    Heinrich V. von Lothringen

Liudolfinger (Ottonen)

1009–1017    Heinrich IV.

(zum 2. Mal)

Luxemburger

1017–1026    Heinrich V. von Lothringen

(zum 2. Mal)

Salier

1026–1027    Das Herzogtum blieb ein Jahr unbesetzt. Konrad (I.) als deutscher König de facto Herzog.

1027–1042    Heinrich VI.

der spätere Kaiser Heinrich III. † 1056

Luxemburger

1042–1047    Heinrich VII. von Luxemburg

Salier

1047–1049    Heinrich VI.

(zum 2. Mal)

Ezzonen

1049–1053    Konrad I. von Zütphen (* 1020; † 1055)

Salier

1053–1054    Heinrich VIII.

der spätere Kaiser Heinrich IV.

1054–1055    Konrad II. (* 1052; † 1055)

1055–1061    Agnes

Northeimer

1061–1070    Otto II. von Northeim

Welfen

1070–1077    Welf I.

Salier

1077–1095    Heinrich VIII.

(zum 2. Mal)

Welfen

1096–1101    Welf I.

(zum 2. Mal)

1101–1120    Welf II.

1120–1126    Heinrich IX. der Schwarze

1126–1139    Heinrich X. der Stolze

auch Herzog von Sachsen

Babenberger

1139–1141    Leopold

auch Markgraf von Österreich

Staufer

1141–1143    Konrad III.

Babenberger

1143–1156    Heinrich XI. Jasomirgott

auch Herzog von Österreich

Welfen

1156–1180    Heinrich XII. der Löwe

auch Herzog von Sachsen

Herzogtum Bayern als Territorialstaat

Nach der Entmachtung Heinrichs des Löwen 1180 übertrug Kaiser Friedrich Barbarossa Bayern an das Haus Wittelsbach. Nachdem 907 das jüngere baierische Stammesherzogtum entstanden war, wurde bereits 976 das Herzogtum Kärnten abgespalten und 1156 das Herzogtum Österreich. Im Jahre 1180 schließlich wurde auch noch das Herzogtum Steiermark abgetrennt. Das 1180 auf das heutige Altbayern geschrumpfte Herzogtum gewann somit zunehmend den Charakter des spätmittelalterlich geprägten Territorialstaats.

1180: Beginn der Herrschaft der Wittelsbacher über Bayern, die erst im Jahre 1918 endete

Herrschaft      Name          Bemerkungen

1180–1183    Otto I. der Rotkopf

1183–1231    Ludwig I. der Kelheimer

auch Pfalzgraf bei Rhein

1231–1253    Otto II. der Erlauchte

auch Pfalzgraf bei Rhein

1253–1255    Ludwig II. der Strenge

Heinrich XIII.

gemeinsame Regierung über das Herzogtum Bayern und die Pfalzgrafschaft bei Rhein

1255: Erste Bayerische Landesteilung in Oberbayern und Niederbayern

Oberbayern

Herrschaft      Name

1253–1294    Ludwig II. der Strenge, auch Pfalzgraf bei Rhein

1294–1317    Rudolf I., auch Pfalzgraf bei Rhein

1294–1340    Ludwig IV. der Bayer, ab 1314 Kaiser des Hl. Röm. Reiches

1329: Im Hausvertrag von Pavia trat Ludwig IV. die Pfalzgrafschaft bei Rhein und die Oberpfalz an die Söhne Rudolfs I. ab. 1628 erhielt Bayern die Oberpfalz zurück, 1777 erbte Karl Theodor von der Pfalz Bayern und vereinigte beide Länder zu Kurpfalz-Bayern

Niederbayern

1253–1290    Heinrich XIII.

1290–1312    Otto III., auch König von Ungarn

1290–1296    Ludwig III.

1290–1310    Stephan I.

1310–1339    Heinrich XIV. der Ältere

1310–1334    Otto IV.

1312–1333    Heinrich XV. der Natternberger

1339–1340    Johann I. das Kind

Nach Johanns Tod fällt Niederbayern an Ludwig IV.